For Honor – Preview aus der Closed-Alpha mit Video

Mit dem Online Actiontitel „For Honor“ möchte Ubisoft das Kampfsystem von Onlinespielen frischen Wind einhauchen, denn fast jeder Competitive-Modus hat einen Shooter als Grundlage.

„For Honor“ setzt im Gegenzug auf knallharte Nahkampfaction mit Langschwert, Katana und Breitaxt. Um vorab schon einige Daten zu sammeln, haben die Verantwortlichen vergangenes Wochenende eine Closed-Alpha bereitgestellt, in welcher die Spielmechaniken ausgiebig getestet werden sollten. Wir haben uns das Kettenhemd übergestreift und sind für eine erste Preview in die Schlacht gezogen.

Mit „For Honor“ aus dem Hause Ubisoft steht uns Anfang 2017 ein etwas anderes Onlinespiel gegenüber. Während zahlreiche Competitive-Spiele auf Shootern, wie zum Beispiel Battlefield oder Call of Duty, basieren, wird „For Honor“ reine Nahkampfaction bieten. In einer durch Naturgewalten zerstörten Welt kämpfen drei verschiedene Fraktionen, nämlich den klassischen Rittern mit Langschwert, den Samurai mit ihrer Katana und den Axt schwingenden Wikingern um die letzten verfügbaren Ressourcen und Bastionen. Dabei werden die über hunderte von Jahren andauernden Kämpfe von einem mysteriösen Kriegsritter immer wieder angefacht. Wir von PS4info haben uns aufs Schlachtfeld gewagt, um euch einen ersten Eindruck der Kämpfe zu liefern. Warum der Ubisoft Titel nur mit Einschränkungen Spaß macht, erfahrt ihr in dieser Preview.

Die Qual der Wahl

Zu Beginn der Alpha mussten wir zunächst unser Spielerwappen erstellen. Dieses ist in Form eines Schildes und konnte in zahlreichen Formen, Mustern und Farben gewählt werden. Bastler und Perfektionisten können alleine hier schon einige Minuten verbringen. Zusätzlich wird es auch möglich sein, neue Designs als Abschlussbelohnungen der Matches zu erhalten. Nach Auswahl eines Wappens werden wir auch schon direkt auf die „Kampagnenkarte“ entlassen.

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Die Alpha bot uns drei unterschiedliche Spielmodi. Wo hingegen die beiden Arenakämpfe 1 vs. 1 und 2 vs.2 schon vermuten lassen, dass es hier um direkte Duelle geht, bildet der „Dominion“-Modus das Herzstück. Hier treten 4 Spieler pro Seite gegeneinander an, wobei eine der beiden Gruppen verteidigt und die andere angreift. Es gilt drei verschiedene Checkpoints zu erobern und diese zu halten. Je mehr Checkpoints man hält, desto schneller füllt sich die Punkteanzeige der jeweiligen Gruppe (zu vergleichen mit Hardpoint aus Titanfall). Die Spieler befinden sich aber nicht alleine auf dem Spielfeld. Ein Checkpoint wird als sogenannte „Frontlinie“ bezeichnet, die von computergesteuerten „Minions“ heiß umkämpft wird und bringt somit einen Hauch von MOBA in den Titel. Die K.I.-Kämpfer sind mit einem Schlag vernichtet und bringen eine geringe Anzahl an Punkten.

Doch bevor wir uns in die Schlacht stürzen, müssen wir natürlich erstmal unseren Helden auswählen. Dabei hatten wir zu Beginn die Qual der Wahl zwischen einem klassischen Ritter mit Langschwert, einem Samurai mit Katana und einem Wikinger mit seiner Breitaxt. Später ließen sich durch verdiente Münzen auch andere Varianten der drei Helden, wie zum Beispiel ein Ritter mit Morgenstern als Waffe, kaufen und auswählen. Hier liegt aber die unangenehme Vermutung nahe, dass sich diese Münzen auch per Echtgeld kaufen lassen könnten. Die unterschiedlichen Helden unterscheiden sich aber nicht nur durch ihre Waffen, sondern auch durch Fähigkeiten, die im Kampf mittels der Steuerkreuz-Tasten verwendet werden können. Darüber Hinaus konnten wir wählen, ob wir gegen Bots oder menschliche Spieler antreten möchten.

Das Gameplay: Leveln und Loot inklusive

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Haben wir also einen Spielmodus und Helden gewählt, geht es mit einer kurzen Intro-Sequenz auf das Schlachtfeld. Während wir gegen die „Minions“ ohne groß nachzudenken draufhalten konnten, wird die Geschichte gegen die gegnerischen Helden schon deutlich taktischer. Besonders wichtig im Kampf gegen andere Spieler ist das Anvisieren mit der L2-Taste des Controllers, denn so haben wir unseren Gegenüber nicht nur besser im Blick, sondern können durch hervorgehobene Markierungen auch sehen, von welcher Seite er als nächstes angreifen wird. So haben wir mit einem Druck des rechten Sticks in die richtige Richtung die Möglichkeit, den Angriff zu blocken und selbst schnell anzugreifen. Weiter können wir mit der Viereck-Taste auch einen „Blockbrecher“ aktivieren, der unseren Kontrahenten aus dem Gleichgewicht bringt und uns ermöglicht, gezielte Treffer zu landen.

Während das im 1 vs.1 und 2 vs.2 noch sehr taktisch und übersichtlich funktioniert, ist das im „Dominion“-Modus nicht mehr der Fall. Allzu oft haben wir beobachtet, dass mehrere Spieler sich ein gegnerisches „Opfer“ ausgesucht haben, um es dann gemeinsam zu erledigen. Daher sind wirklich taktische Kämpfe in diesem Modus eher selten anzutreffen. Neben den Waffenkämpfen stehen uns auch für jeden Helden spezielle Fähigkeiten zur Verfügung. Diese werden durch Levelaufstiege freigeschaltet, die wir durch erfolgreiche Aktionen, wie das Einnehmen eines Punktes, erlangen. So kann der Wikinger einen Sprintboost aktivieren oder unser Samurai eine Rauchgranate, die eine klare Sicht erschwert. Weiter können wir auch neue Fähigkeiten als Belohnungen erhalten, die sich individuell vor jedem Match  anpassen lassen. Ihr wollt also lieber einen Schadensboost statt der Rauchgranate? Kein Problem (wenn ihr im Laufe des Spiels entsprechende zusätzliche Fähigkeiten als Belohnung erhalten habt). Ebenso erhalten wir als Abschlussbelohnungen neue Rüstungsteile für unsere Helden, die Basiswerte, wie zum Beispiel die Lebenspunkte-Regeneration, erhöhen.

Zusammenfassend machte das Gameplay durchaus Spaß und wirkt mit seinem Belohnungssystem auch auf die Dauer motivierend. Doch speziell der Dominion-Modus machte noch einen sehr chaotischen und teilweise unübersichtlichen Eindruck. Deswegen empfehlen wir hier eine eingespielte Gruppe, um auch in diesem Modus erfolgreich zu sein.

Die Technik

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Für eine Closed-Alpha Version machte „For Honor“ eine wirklich solide Figur. In unseren Test-Dessions hatten wir nur wenige Verbindungsabbrüche oder Lags. Das Matchmaking und der Beitritt in ein laufendes Spiel sorgten jedoch das ein oder andere Mal für Frust. Denn es konnte vorkommen, dass wir mitten in einer Gegnergruppe spawnten und sofort das Zeitliche segneten. Auch die Verteilung der menschlichen Spieler funktionierte nicht immer reibungslos. Hatten wir beispielsweise ein Spiel gegen „echte“ Gegner ausgewählt und es konnten nicht genug menschliche Mitspieler gefunden werden, wurden die „leeren“ Plätze mit Bost aufgefüllt. Soweit so gut, jedoch kam es auch hier nicht selten vor, dass ein Team komplett aus menschlichen Spielern und das andere Team aus einem menschlichen und drei Bots bestand, was in der Folge unausgeglichene Matches bedeutete. Auch konnten wir feststellen, dass die Controller-Eingaben ab und an nicht richtig umgesetzt wurden. Hier haben die Mannen von Ubisoft also noch ein wenig nachzubessern.

Grafisch ist „For Honor“ als mittelmäßig bis gut einzustufen. Die Charaktermodelle sowie das Moveset sehen toll animiert aus. Die allgemeine Textur- und Grafikqualität ist hingegen wenig spektakulär. Die schön inszenierten Wettereffekte können insgesamt auch nicht über die durchschnittliche Grafik hinweghelfen. Somit bleibt ein solider Eindruck, der aber bis zum Release Anfang 2017 noch ausbaufähig ist.

Fazit:

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„For Honor“ hat sich in unseren Testsessions erfrischend anders gespielt. Das Kampfsystem macht Spaß und die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Personalisierung unserer Helden wissen zu motivieren. Ebenso machte die Performance für eine Alpha-Version einen sehr soliden Eindruck. Trotzdem lassen uns die Eindrücke meinem etwas zwiespaltigen Gefühl zurück. Die drei angebotenen Spielmodi machten zwar für ein paar Runden Spaß, boten für die Langzeitmotivation aber definitiv zu wenig. Hierbei wird es auf die Abwechslung der im fertigen Spiel ankommen, inwiefern der Titel auch auf lange Sicht überzeugen kann. Ebenso empfehlen wir für besseren Spielspaß auch eine eingespielte Gruppe. Grafisch wirkte der Titel ein wenig angestaubt, aber solide.

Insgesamt haben die Mannen von Ubisoft ein wirkliches heißes Eisen im Feuer, dass im letzten Schritt nur noch den perfekten Feinschliff benötigt. Wie sind zumindest auf die fertige Version gespannt.

„For Honor“ wird hierzulande am 14. Februar 2017 für PC, Xbox One und PlayStation 4 erscheinen.

 

For Honor – Preview aus der Closed-Alpha mit Video

Beschreibung zum Spiel

In For Honor, dem neuen Nahkampf-Action-Spiel, das von Ubisoft Montreal in Zusammenarbeit mit weiteren Ubisoft Studios entwickelt wird, beschreitet der Spieler einen Weg voller Zerstörung und kämpft auf dem Schlachtfeld um Ruhm, Ehre und ums Überleben.

Die Spieler treten in diesem chaotischen Krieg als Streiter der drei größten Krieger-Fraktionen an: Ritter, Wikinger oder Samurai. For Honor ist ein temporeiches und packendes Spiel, das Können und intuitives Verhalten der Spieler in einem bisher unbekannten Ausmaß erleben lässt.

Das innovative Steuerungssystem The Art of Battle von For Honor gibt den Spielern die vollständige Kontrolle über ihren Helden. Jeder Held verfügt über seine ganz ureigenen Talente und Waffen, mit denen sich gegnerische Soldaten, Bogenschützen und Helden beseitigen lassen, die sich den Spielern in einem intensiven, glaubwürdigen Schlachtfeld in den Weg stellen.

For Honor bietet einen aufregenden Mehrspieler-Modus als auch eine fesselnde Einzelspieler-Kampagne. Das Spiel ist komplett online mit Freunden, kooperativ mit zwei Spielern im geteilten Bildschirm-Modus oder solo gegen die KI spielbar.

 

Ein wenig Eigenwerbung: Wir haben unsere eigene App!

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