Warum “The Last of Us” kein Meisterwerk ist

Zugegeben, der Titel ist jetzt wieder einmal etwas provokant vielleicht gewählt. Nichtsdestotrotz müssen auch die Spieler erhört beziehungsweise berücksichtigt werden, die mit Naughty Dogs Werk “The Last of Us” nur wenig anfangen können.

Der erste Teil erschien 2013 für die PS3 und stellte damit einen der letzten großen Titel für die PS3 dar. 2014 folgte der große Bruder und die PS4 erhielt eine Remastered – Edition spendiert. Diese hatte es auch durchaus in sich, erhielt man doch mit dem Hauptspiel auch noch gleichzeitig den DLC “Left Behind”. Was also haben wir? Ein Meisterwerk, welches reihenweise gute bis sehr gute Kritiken abräumte? Ja, das ist durchaus gegeben. Und dann ist da aber noch die andere Seite. Diejenige, die aus “The Last of Us” nicht unbedingt ein Meisterwerk gemacht hat.

Videospielfans, die gerne die Köpfe rauchen lassen, dürften etwa nicht ihren großen Spaß an dem Titel haben. Rätsel, dieses Wort zu benutzen für den Titel, das wäre zu viel des Guten. Die “Rätsel” bestehen eher nur daraus, eine Leiter zu finden und aufzustellen oder aber Kisten, die sich aber in greifbarer Nähe befinden. Da “The Last of Us” linear daherkommt, ist das Suchen überhaupt nicht schwer. Auch die Gameplaymechanik an sich ist nicht wirklich etwas Neues. Schießen, schleichen, miteinander reden, klettern, erkunden. Das kennen wir doch irgendwie alles schon von anderen Videospielen. Cineastische Cutscenes und großartige Motion – Capturing – Aufnahmen.

The Last of Us Part 2

Eine emotionale Handlung und eine sehr tiefsinnige Beziehung zwischen Joel und Ellie. Naughty Dog hat Programm 0815 abgespielt und lässt auf die Tränendrüse drücken. Schon zu Beginn des Spiels zeigt sich dies, als Sarah als die Tochter von Joel eingeführt wird. Warum? Damit der Spieler eine gewisse Bindung zu ihr aufbaut, welche abrupt dann endet, als Sarah den Schüssen eines Soldaten zum Opfer fällt. Dass sie stirbt könnte zudem der geübte Videospieler bereits in den ersten Minuten erriechen. Auf dem offiziellen Cover der Verpackung sieht das Mädchen nämlich ganz und gar nicht nach einer Sarah aus.

Und was ist mit dem Ende? Achtung Spoilerwarnung! Ellie wacht aus der Narkose auf und befindet sich auf dem Rücksitz. Joel fährt das Auto. Er erklärt Ellie, dass es noch viele andere gibt, die ebenfalls immun gegen die Krankheit sind. Man hätte aber kein Heilmittel finden können. Wenn dem so ist, warum hat man dann Ellie unter Narkose gesetzt, wenn doch ohnehin keine Hoffnung mehr laut Joels Aussagen bestand? Und die KI scheint Ellie nicht zu sehen. Wie eine Unsichtbare folgt sie Joel und bleibt für die Soldaten und Plünderer ein Mysterium. Dass sie dann auch noch Kommentare während eines Kampfes abgibt, macht es nicht gerade besser. Wohl sind die Gegner auch noch ohne Gehör bei ihr.

Was haltet Ihr von der Thematik, schreibt es uns in die Kommentare.

 

 

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34 thoughts on “Warum “The Last of Us” kein Meisterwerk ist”

  1. Okay, das sollte jetzt eine Meinung des Autors sein?…in der Tat hat das Spiel ein paar Macken aber dennoch ist es ein Meisterwerk der Kunst. Was ND da noch aus der PS3 raus geholt hat, war der Hammer.

    1. Alex Urban ja schon bei der Pro kommen da auch beachtliche Bilder raus, aber diese Konsole ist ja auch nicht an Ihrem Hardwarelimit, so wie es damals die PS3 war, als Tlou dafür raus kam.

  2. Ich hab mir des durchgelesen..
    Und es ist einfach kompletter scheiss wegen solchen Sachen zu sagen das Game wäre kein Meisterwerk…oder schlecht oder sonst was
    Klar sind es Dinge die man kennt, aber das hat man in fast jedem der heutigen spiele, wie soll man was neues machen wenn es fast nichts mehr gibt das es noch nicht gab ?!
    Rätsel müssen auch nicht immer schwierig sein…
    Das Spiel ist im gesamten sehr sehr gelungen, das es hier und da Macken hat ist normal das hat jedes gute Spiel, ich persönlich freue mich auf den 2. Teil und denke das dieser genauso gut wird wie der erste
    Die Story vom ersten war auch extrem gut, ob jetzt auf die tränendrüse gedrückt wurde oder nicht spielt auch keine Rolle, wieso sollte man es auch nicht tun?
    Nur weil es in anderen Games schon gab?
    Naja..

  3. Eines meiner Alltime Favoriten. Diese Stimmung, diese Atmosphäre, jeder Abschnitt war so detailreich gut gemacht, eine perfekte tote Welt. Es war egal ob der Abschnitt mit menschlichen Gegnern oder infizierten oder ganz leer war, diese Stimmung war Mega. Schon der Abschnitt nach der Kanalisation wo man durch das Wohngebiet geht und die Tagebücher der geflüchteten oder zurückgebliebenen findet, das war Mega. Eines der wenigen Spiele wo ich mir eine remastered von gekauft habe. Ich hoffe TLOU 2 kommt da auch nur ansatzweise ran.

  4. Was für en dummer artikel! Wen sie es so gemacht hätten das Ellie von den gegner wahrgenommen wird würde sich genau solche leute wie der artikel schreiber drüber aufregen weil man dauernd wegen Ellie entdeckt wird!

  5. Kein Kommentar. Wenn man ehrlich ist ähneln sich viele Spiele. Also ist auch jedes Spiel 0815. Alles muss immer schlecht gemacht werden. Das Spiel ist noch nicht mal draußen aber in Ordnung.

  6. Mich würde nach so einem Artikel mal interessieren, was für dich ein Meisterwerk ausmacht. Muss das Rad neu erfunden werden? Muss unbedingt ein neuer Maßstab gesetzt werden, oder alles bisher da gewesene übertroffen werden?
    Ich will dir nicht zu nahe treten. Vor allem, weil dir deine Meinung ja auch zusteht. Aber deine Einschätzungen und Äußerungen zeigen mir ziemlich deutlich, dass du eindeutig in zu engen Bahnen denkst, wertest und dabei noch sehr oberflächlich bleibst.

    Und den Part mit dem 08/15-Programm hast du offenbar auch nicht ganz zu Ende gedacht. Auf die Tränendrüse kann im Grunde jedes Spiel drücken. Entscheidend sind bei solchen Spielen die Charaktere. Sind sie authentisch, wie werden sie dargestellt, haben sie eine gewisse Tiefe … Kurz gesagt: Sind die Charaktere gut geschrieben. Allein das ist eine Kunst für sich und sollte durch so unqualifizierte Bemerkungen nicht schlecht geredet werden. Womöglich fehlt dir für sowas aber auch die nötige Empathie. Ohne die ist eine sinnvolle Bewertung zu solchen Themen so gut wie unmöglich.

    Nimm als Beispiel mal “Last day of June”. Das Spiel erfindet nichts neu, oder macht etwas total bahnbrechendes. Es gibt nicht mal Dialoge oder aufwändiges Tam Tam. Dennoch ist es ein kleines Meisterwerk, weil man die richtigen Dinge im richtigen Maß kombiniert hat und zu einem runden, ganzen geformt hat. DAS macht ein Meisterwerk aus. Und das völlig unabhängig von Buget oder technischen Möglichkeiten.

  7. Es ist kein perfektes Spiel und ja, die Rätsel sind sehr leicht, aber in The Last of Us geht es nicht ums Gameplay oder die Rätsel, sondern um die Geschichte und die Verbindung zwischen Joel und Ellie und gebau das macht das Spiel zu einem Meisterwerk! Naughty Dog hat mir etwas gezeigt was ich bis dahin fast nicht gekannt habe, eine richtige und intensive Emotionale Bindung mit dem Spiel aufzubauen (und das in den ersten 15 Minuten!!!) und genau deshalb ist The Last of Us für mich das beste Spiel aller Zeiten!
    Vorallem auch weil es sich wie ein Film anfühlt bei dem man Hautnah dabei ist und wenn ich etwas liebe, dann sind es Filme und Spiele ;)

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