Little Dragons Café – Caféchaos und ein Drache (Review)

Stellt euch vor eure Mutter besitzt ein Café und ist eine super Köchin. Ihr und euer Zwilling helft ihr hin und wieder dabei, lebt aber unbeschwert bei ihr. Plötzlich wird sie Krank und kann das Café nicht mehr führen, geschweige denn kochen. Ihr müsst sie nun retten! Wie stellt Ihr das an fragt Ihr euch jetzt bestimmt. Genau mit einem Drachen!

Drachenblut

Wie schon erwähnt, werdet Ihr in eine fast ausweglose Situation geworfen. Ihr habt nämlich zu Beginn eigentlich keine Ahnung wie man ein Café führt oder Speisen zubereitet. Als eure Mutter erkrankt und nicht mehr zu wecken ist, taucht ein mysteriöser Fremder auf. Der mit Namen Papi, erklärt euch was Ihr nun tun müsst und was mit eurer Mutter los ist. Diese hat nämlich Drachenblut und das verträgt sich nicht mit dem menschlichen Blut. Um sie zu retten bekommt Ihr einen kleinen Drachen, den Ihr aufziehen müsst. Ihr wählt am Anfang ob Ihr den Jungen oder das Mädchen spielen wollt. Der andere Zwilling ist dann euer Gehilfe für den Rest des Spiels. Der Drache, euer Zwilling und Papi sind nun erstmal die einzigen Helfer im Café.

Helfer braucht das Café

Ihr versucht euch also an den ersten Speisen und versorgt die ankommenden Gäste so gut es geht. Die Story wird euch in Textform präsentiert und in Gesprächen fortgeführt. Ein Fortschritt wird immer in einer kleinen Cutscene dargestellt. Als ein fast verhungerter Gast euere Lokalität erreicht, bekocht Ihr ihn und lasst ihn wieder glücklich sein. Da er euch aber nicht bezahlen kann, wird er von eurem Drachen und Papi überredet als Kellner im Café zu arbeiten. Wiederwillig stimmt der Gast zu. Zwei weitere Gäste schließen sich nun euch an und helfen euch das Café zu führen. Jeder dieser Charaktere hat seine eigenen Marotten und es kommt immer wieder zu hitzigen und lustigen Situationen. Little Dragons Café nimmt sich zu keiner Zeit zu ernst und das tut dem Spiel sehr gut.

Mitarbeiterpflege

Um das Café laufen zu lassen, könnt ihr selbst kochen oder, dass eurem Koch überlassen. Dieser kocht aber nur Speisen, die Ihr auf die Speisekarte gesetzt habt. Um euere Mitarbeiter bei Laune zu halten, müsst ihr euch um sie kümmern. Dabei reicht es, sie einfach anzusprechen. Das gleiche gilt für das Sammeln von Zutaten im Freien oder eurem Garten. Ihr lauft die Sammelstellen ab und drückt so oft die X-Taste bis die Stellen für diesen Tag erschöpft sind. Spielerisch habt Ihr dadurch keinerlei Herausforderung und es verkommt nach einer Zeit zum stumpfen abarbeiten. Im Freien habt ihr ansonsten noch die Möglichkeit Rezeptteile zu finden um neue Speisen zuzubereiten. Die „offene Welt“ wird auch erst mit fortschreitender Geschichte vergrößert und Ihr könnt diese dann immer weiter erkunden. Umso weiter Ihr in der „offenen Welt“ kommt, umso seltenere Zutaten könnt Ihr sammeln.

Reaktionsspiel

 

Wenn Ihr speisen kocht, gibt es ein kleines Reaktions-Minispiel, wie etwa beim Tanzspiel Dance Dance Revolution, dass Ihr absolvieren müsst. Im Rhythmus zur Musik müsst ihr die richtigen Richtungstasten zur richtigen Zeit drücken. Umso genauer Ihr die Taste drückt, desto höher wird die Mahlzeit bewertet. Im Großen und Ganzen ist dieser Reaktionstest keine große Herausforderung. Je mehr Zutaten in der Speise verwendet werden, je schwieriger wird das Minispiel. In diesen Situationen lässt sich das Spiel ohne Probleme steuern, nur die Bewegung der Spielfigur, ist nicht so gut gelungen. Denn die Figur läuft sehr indirekt und schwammig. Das merkt man vor allem wenn zwei bis drei Objekte nah beieinanderstehen und man immer das falsche Objekt auswählt.

Wie aus einem Manga

Die japanischen Wurzeln, lassen sich nicht von der Hand weise. Die Figuren haben Kulleraugen und die Emotionen werden wie in Mangas oder Animes bildlich dargestellt. Etwa mit Schweißtropfen bei Stress oder Wolken über dem Kopf bei Wut oder Verärgerung. Grafisch sieht vor allem das Café im inneren aus wie mit Holzbuntstiften gemalt. Aber auch die Charaktere sind in diesem Stil gehalten. Draußen wechselt dann der Stil zu einer „realeren“ Comic-Grafik. Little Dragons Café ist kein Grafik-Meisterwerk, aber der Stil passt zu dem Spiel und stört zu keiner Zeit. Einzig die Schattenbewegungen bei der Sonnenbewegung, ist eine Augenweide. Die Hintergrundmusik passt sehr gut zum Spiel. Eine Sprachausgabe gibt es leider nicht.

Fazit

Little Dragons Café ist ein Spiel für Fans von Harvest Moon oder Stardew Valley. Ein bisschen Anime oder Manga begeistert sollte man auch sein, sonst könnte die grafische Präsentation abschrecken. Des Weiteren muss man viel Geduld mitbringen und einen Hang zur Wiederholung haben. Wie etwa bei einem Tamagotchi, muss sich regelmäßig um den Drachen oder das Café gekümmert werden. Der Story-Ansatz tut dem Spiel sehr gut und gefällt mit witzigen Situationen. Man muss diesen Humor aber mögen. Wer also entspannt und ohne Stress am Abend ein sehr japanisches Spiel mit einem schönen Artdesign genießen möchte und nicht scheut immer und immer wieder dasselbe zu tun, der wird mit Little Dragons Café seine Freude haben.

 

Little Dragons Café

6.9

Grafik

7.5/10

Atmosphäre

7.0/10

Bedienung

7.0/10

Story

7.0/10

Umfang

7.0/10

Sound

6.0/10

Positiv

  • Schönes Artdesign
  • Story als roter Faden

Negativ

  • Kaum Herausforderung
  • Viele Wiederholungen
  • Zäher Spielfluss
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