Battlefield 5 – Kein billiger Battlefield 1 Abklatsch! Oder doch? (Vorschau)

Der Ankündigungstrailer von Battlefield 5 schürte eher Ängste, anstatt Begeisterung aufkommen zu lassen. Für viele Spieler waren die gezeigten Szenen zu bunt und zu actionreich. Inzwischen kann man aber zumindest teilweise Entwarnung geben. Der Shooter kommt nämlich mit vielen Neuerungen daher.

Battlefield 5 - Kein billiger Battlefield 1 Abklatsch! Oder doch? (Vorschau)

Anlässlich der E3 Spielemesse in Los Angeles haben uns die Mannen von Electronic Arts und DICE einen ersten Einblick in das Gameplay des kommenden Shooters gewährt. Hinzu kam ein brandneuer Trailer. Beide zeigen eine gemeinsame Sache. Battlefield 5 ist keineswegs so bunt wie es anfänglich aussah. Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage, ob der Titel den Spielern wirklich etwas bieten kann oder einfach nur eine Kopie von Battlefield 1 darstellt.  Eine finale Bewertung ist aktuell nicht möglich. Immerhin erfolgt die Markteinführung erst am 19. Oktober 2018 für die gängigen Plattformen – also für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Dennoch können wir euch bereits einige spannende Features nennen und näher erläutern.

Völlig neu ist der Battle Royale Modus. Somit hat der aktuelle Trend auch die Battlefield Reihe erreicht, was durchaus verständlich ist. Denn obwohl der besagte Modus in unserer Community allmählich immer mehr Leuten auf die Nerven geht, handelt es sich weiterhin um ein sehr erfolgreiches Modell, um Geld zu verdienen. Und genau das möchte und muss Electronic Arts. Der Battle Royale Modus wird jedoch nicht pünktlich zum Release zur Verfügung stehen. Stattdessen lässt er sich zu einem späteren Zeitpunkt völlig kostenlos herunterladen – quasi eine Art DLC. Das liegt daran, dass sich die Entwickler zunächst auf das Kern-Gameplay von Battlefield 5 konzentrieren wollen. Aus diesem Grund liegen aktuell auch keine nennenswerten Informationen vor.

Das gute alte Teamplay

Battlefield war schon immer ein Begriff für Teamplay. Arbeiten die Squads harmonischen zusammen, kann das gesamte Team mehrere Erfolge erzielen und im Endeffekt auch gewinnen. Was sich bereits abzeichnet: auch in Battlefield 5 ist ein Zusammenspiel von zentraler Bedeutung. In erster Linie können wir uns auf bekannte Abläufe einstellen. Soldaten machen feindlichen Fahrzeugen das Leben schwer, Aufklärer leisten Unterstützung aus der Entfernung, Versorger liefern Munitionsnachschub und der Sanitäter heilt die Mitspieler. In Battlefield 5 wird jedoch jeder in der Lage sein, die Mitstreiter zu heilen bzw. wiederzubeleben. Völlig überflüssig wird der Sanitäter dadurch nicht.

Battlefield 5 - Kein billiger Battlefield 1 Abklatsch! Oder doch? (Vorschau)

Wer die entsprechende Klasse wählt, verfügt nämlich über das notwendige Know-How. Das bedeutet, die Heilung erfolgt deutlich schneller, was in der Hitze des Gefechts extrem wertvoll ist, und nur auf diese Weise bekommt man die gesamten Lebenspunkte zurück. Hinzu kommt die Tatsache, dass nur der Sanitäter uns mit Medizintaschen versorgen kann. Da die Entwickler die automatische Regeneration spürbar gesenkt haben, ist diese Art der Unterstützung von entscheidender Bedeutung.

Das Teamplay in Battlefield 5 wird aber auch durch weitere Kleinigkeiten spürbar wichtiger. So startet man künftig mit weniger Munition, sodass ein Versorger lebensnotwendig ist. Oder man versucht halt die Gegner mittels Nahkampf zu töten, was alles andere als einfach ist. Zusammenfassend sind es keine Innovationen, die DICE vollzieht. Es sind aber durchdachte Änderung, die ein auf die anderen Spieler abgestimmtes Gameplay erschafft. Eine schöne Sache!

Sehr atmosphärisch dank vieler Neuerungen

Auf der E3 stand der Modus Grand Operations auf der Karte Port of Narvik im Mittelpunkt. Im verschneiten Norwegen kämpfen die Deutschen gegen die angreifenden Briten. Befindet man sich im deutschen Team hat man ein großes Problem. Der Gegner springt nämlich aus Flugzeugen und gleiten unter Beschuss mittels Fallschirm zu Boden. Battlefield 5 gibt hierbei keine spezielle Absprungpunkte vor, sondern nutzt ausschließlich die Ränder der Karte als Begrenzung. Mit anderen Worte: der Feind kann überall landen und uns in den Rücken fallen. Umso wichtiger ist das angesprochene Teamplay. Gleichzeitig können die Verteidiger auf eine große Neuerungen zurückgreifen. Innerhalb kürzester Zeit sind bei Bedarf Wände aus Sandsäcken und Stacheldraht aufgebaut. Was zum einen zusätzlichen Schutz liefert, kann zum anderen jederzeit wieder eingerissen werden. Gleichzeitig bieten die Sandsäcke eine stabile Grundlage, um ein Maschinengewehr aufzubauen und die Gegner mit unzähligen Salven einzudecken. Einfach nur geil!

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Des Weiteren wirken die Gefechte deutlich realistischer. Explosionen schleudern Spieler durch die Gegend, man kann aus der Rückenlage heraus schießen und verletzte Mitstreiter lassen sich an Beinen oder Schulter in Deckung ziehen. Und auch der Zerstörungsgrad wächst an. So lassen sich Häuserwände künftig mittels großkalibrige Waffe problemlos durchschlagen und den Feind auf der anderen Seite gehörig unter Druck setzen. Mittels Panzer können wir außerdem Flugabwehrgeschütze abschleppen und an eine andere Position bringen, was eine taktische Tiefe schafft. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass Geschosse die Erde aufwühlen. Das ist zwar bereits aus dem Vorgänger bekannt, in Battlefield 5 ist dieses Feature jedoch deutlich stärker zu spüren. Es wirkt somit sehr authentisch, was der Atmosphäre zugutekommt.

Kosmetische Anpassungen für Soldat, Panzer und Co.

Den Entwicklern von DICE ist es scheinbar extrem wichtig, den Spielern eine umfangreiche Palette an Möglichkeiten zu spendieren, um sich individuell in Szene setzen zu können. Man wird in Battlefield 5 also in der Lage sein, Panzer mit kosmetischen Items anzupassen. Das beginnt mit banalen Flaggen und endet bei Tarnnetzen, die sogar einen geringen spielerischen Vorteil bieten können. Auch bei der Infanterie wird einiges möglich sein. So gibt es beispielsweise tonnenweise Uniformen, dank denen beispielsweise der Squad-Leader ganz besonders cool aussehen und seine Rolle als Chef klarstellen kann. Hinzu gesellen sich Kriegsbemalung, verschiedene Kopfbedeckungen und so weiter. Fraglich an dieser Stelle ist, wie gut man die Mitstreiter von Gegnern unterscheiden kann. Vielleicht haben es die Verantwortlichen in dieser Hinsicht etwas übertrieben. Insbesondere für Spieler mit einer Farbschwäche könnte es zu großen Probleme kommen.

Es sollte an dieser Stelle nicht überraschen, dass man auch die Waffen optisch anpassen kann. Alles in allem ist Battlefield 5 wohl der Titel innerhalb der Reihe, wo Customization am präsentesten ist. Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Dieses Mal werden wir DLCs nämlich vollkommen kostenlos erhalten. Damit fällt eine lukrative Einnahmequelle weg, die Electronic Arts irgendwie ersetzen muss. Und was in Free-2-Play-Titeln wie Fortnite Battle Royale hervorragend funktioniert, soll nun auch im kommenden Shooter funktionieren. Man möchte zusätzliche Einnahme mittels kosmetischer Items generieren. Da diese Angelegenheit im Großen und Ganzen optional ist, kann uns das letztendlich egal sein, sofern tatsächlich kein spielerischer Vorteil entsteht.

Erstes Fazit

Nach einem für mich katastrophalen Ankündigungstrailer konnte Battlefield 5 noch die Kurve kriegen. Wie die E3 gezeigt hat, punktet der Shooter mit vielen kleinen Neuerungen, die einen Unterschied zum Vorgänger erzeugen. Wirklich von Battlefield 1 abheben, kann sich der kommende Titel bisher aber nicht. Nun ist es natürlich noch zu früh, die Angelegenheit vollständig bewerten zu können. Daher können wir gespannt bleiben, was uns im Oktober erwartet. Ein totaler Reinfall wird es sicherlich nicht.

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