Rory McIlroy PGA Tour – Kein Hole in One (Review)

Die US-amerikanische Golf-Legende Tiger Woods hat es nicht gerade leicht im Moment. Zu seinem Pech im Golfsport wäre da auch noch das Thema Liebe wo es im Moment auch alles andere als rund läuft doch das ist nicht unsere Aufgabe darüber zu berichten. Als wäre er aber nicht schon genug mit diesen Problemen belastet, wird er kurzerhand auch noch nach 16 Jahren durch einen deutlich jüngeren bei der Golfsimulation aus dem Hause Electronic Arts ersetzt. Doch nicht nur der Coverstar ist neu. Auch die Kulisse wurde auf den neuesten Stand gebracht, nachdem sie jahrelang nur minimale Fortschritte gemacht hat.

rory

Ganze zwei Jahre wurde es still um die “PGA Tour”-Reihe. Nun kam vor kurzen der erste Ableger für die PlayStation 4 und die Xbox One auf den Markt. Anders als diesmal erwartet, möchte der Hersteller nicht jedes Jahr eine neue Version auf den Markt bringen. Stattdessen möchte man die Golfsimulation über längere Zeit mit Gratis-Updates versorgen. Leider muss man sagen wäre dies schon zum Start nötig gewesen. Die Plätze sind Barrierenfrei und ohne Ladezeiten voll begehbar. Neben gerade einmal zwölf realen Golf-Profis und fünf Fantasie-Sportlern die sich in Spiel und Schwungstil kaum bis gar nicht unterscheiden, können wir sie gerade einmal über acht authentische Kurse und vier fiktive Areale treiben. Eine Auswahl an Frauen aus der “PGA”-Serie ist nicht vorhanden. Noch im letzten Tiger Woods gab es mehr als 30 aktive Golfer und 20 auswählbare Golfplätze. Auf den ersten Blick machen die Golfplätze und die Protagonisten von “Rory McIlroy PGA Tour” aber einen recht guten Eindruck was nicht zuletzt an der neu eingesetzten Frostbite-3-Engine liegen dürfte. Leider nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick werden die Augen durch sehr heftig flimmernde Grashalme, teils matschige Texturen und massive Pop-ups ziemlich angestrengt. Welches sich aber sicherlich mit einen der kommenden Updates beheben lässt.

Zeit zum nach ähmm Abschlag

Gleich zu beginn wartet das Tutorial auf uns hier machen wir uns erst einmal mit den drei Steuerungsarten und der Spielmechanik vertraut. Als Einsteiger kann ich euch ans Herz legen den vereinfachten Arcade-Modus auszuwählen. Hierbei müsst ihr lediglich den Linken Stick nach hinten ziehen, bevor ihr den Ball mit viel Druck durch die Lüfte befördern könnt. Ein plus Punkt hierbei ist das ihr die Geschwindigkeit und die Drehung des Balles im Flug anpassen könnt. Hierdurch ist das ein oder andere “Hole in One” sicherlich machbar. Wieder mit dabei ist die  Classic-Einstellung welche sich für die erfahrenen PGA-Spieler empfielt. Hier füllt sich die Schwungleiste durch drei präzise Tastendrücker.

Rory McIlroy vs. Martin Kaymer

Nach Abschluss der Trainingseinheit findet ihr euch in der Haut von Rory McIlroy wieder und habt den Düsseldorfer Martin Kaymer als Gegner im Kampf um den Sieg der US-Open. In leicht übertriebener Art erzählt McIlroy über die Bedeutung vom Golfsport und über seinen Umgang mit Rückschlägen. Dies geschieht in Zahlreichen Zwischensequenzen. Mit den überschaubaren Spielmodis kommt kurzweilige Abwechslung ins Spiel. Neben der “Night Club Challenge”, der Karriere, gibt es noch das schnelle Spiel und zwei weitere Online-Varianten. Wobei mir die “Night Club Challenge” dann doch am meisten zusagt, da hier Abwechslung ins Spiel kommt und durch vielfältige Aufgaben auch Spaß macht. Wen es euch danach ist, die Weltspitze zu erobern, braucht ihr starke Nerven, da die Ladezeiten sehr ermüdend lang sind. Sicherlich auch etwas welches man mit einen Update deutlich verringern könnte.

Golf meets Battlefield 4?

Den “Battlefield 4”-Spieler ist die Karte “Paracel Storm” sicherlich ein Begriff. Der komplett aus Par-3-Löchern bestehende Golfplatz wurde zwar interessant gestaltet, fällt aber verständlicherweise aus der Reihe der ansonsten realen Vorbilder. Eine kleine nette Idee welche auch halbwegs gut umgesetzt wurde, welche aber noch viel Luft nach oben hat.

Eigengestaltung? Nicht wirklich!

An Board ist auch ein Charakter-Editor welcher aber sehr dürftig ausgefallen ist. Keine Game-Face einbindung und auch die sonstigen einstellmöglichkeiten sind sehr überschaubar. Lediglich bei der Optik und der Verteilung von Attributen dürfen wir aus einer handvoll vorgegebener Alternativen wählen. Auch die Einflussmöglichkeiten im Verlauf der Karriere sind begrenzt. Die hier verdienten Stärkepunkte verteilen sich voll automatisch. Weshalb auch hier die Motivation oder das Identifizieren mit der Spielfigur recht schwer fällt. Leider ist man hier beim vermeintlichen Neustart der Serie, etwas zu weit in die Vergangenheit gegangen.

PRO:

  • +Spieler sind gut und ansehnlich nachgebildet
  • + Nicht mehr jedes Jahr ein neuer Teil, sondern regelmäßige Updates welche das Spiel auf Dauer besser machen könnten
  • +Nette Idee mit der “Battlefield 4”-Karte vieleicht kommt da noch was
  • +abwechslungsreiche “Night Club Challenge”

KONTRA:

  • Kantenflimmern, Pop-ups
  • Detailarme Kurse
  • Editior und Karriere-Modus enttäuschen
  • Aussetzer, Framerate Einbrüche und Lange Ladezeiten
  • Keine Langzeitmotivation
  • Zu wenig Spieler- und Kursvielfalt

Rory McIlroy PGA Tour

EA SPORTS Rory McIlroy PGA TOUR nutzt als erstes Sportspiel die Power der Frostbite 3-Engine. Die Plätze werden vollständig gerendert, sodass innerhalb der Runden keine Ladezeiten zwischen den Löchern mehr auftreten und ein neuartiges offenes Spielerlebnis entsteht. Driftet ein Schlag weit ab, führt dies nicht mehr zwangsläufig zu einem Aus-Fehler und einer automatischen Zwei-Schläge-Strafe. Stattdessen muss der Spieler seinen nächsten Schlag unter Umständen von einer ungeahnten (aber zulässigen) Position aus durchführen.

Screenshot: Rory McIlroy PGA TOUR

Viele der besten und berühmtesten PGA TOUR-Golfer sind mit von der Partie.

Eine Neuerung dieses Jahres ist das Schnellrunden-Feature. In diesem Modus müssen die Spieler nicht mehr sämtliche 18 Löcher eines Turniertags spielen, sondern es wird für jede Turnierrunde eine Loch-Auswahl bereitgestellt. Die Spieler steigen an jedem Turniertag an einem bestimmten Punkt der Runde ins Spiel ein. Die simulierten Löcher basieren auf den Werten und den Werteboni der Golfer.

Sobald die Loch-Auswahl absolviert wurde, wird der Rest der Runde (sofern der Spieler nicht am 18. Loch abschließt) ebenfalls simuliert. Die letzten Löcher des letzten Turniertags werden immer von den Spielern gespielt, sodass sie das Endergebnis stets in der Hand haben. Hier kommt ein kurzer Überblick über weitere Neuheiten und durchgeführte Verbesserungen:

PUBLIKUM/TURNIERELEMENTE

Dank beeindruckender Tribünen und Turnierelemente auf den Plätzen können die Spieler die packende Atmosphäre der Turniere hautnah spüren.

Teilen
onpost_follow

Kommentar verfassen

Loading Facebook Comments ...