Der Puppenspieler Review – Wenn man noch einmal rückblickend auf die noch laufende Generation schaut

Wenn man noch einmal rückblickend auf die noch laufende Generation schaut, dann fällt auf, dass es besonders Shooter, Sportspiele und Action Adventures waren, die die letzten Jahre geprägt haben. der-puppenspieler-600x337Für andere Spiele war nur wenig Platz zwischen Call of Duty, Battlefield, FIFA oder Grand Theft Auto eigene Anteile zu erhaschen und nicht unterzugehen. Dennoch gab es hin und wieder Spiele, die sich abheben und zahlreiche Spieler begeistern können. Jetzt, kurz bevor die neue Generation veröffentlicht wird, hat Sony mit „Der Puppenspieler“ noch einmal ein Spiel in den Handel gebracht, dass versucht einen anderen Weg zu gehen. Ob das klappt und „Der Puppenspieler“ eines der letzten Highlights für die Playstation 3 ist, klären wir im Test.

Handys aus, Vorhang auf!

Der Schauplatz des Spiels ist eine einzige Theaterbühne, auf der uns der Puppenspieler mit seinen Marionetten die Geschichte des kleinen Jungen Kutaro erzählt. Dabei wechselt das Bühnenbild von Szene zu Szene und bringt damit eine sehr große Abwechslung ins Spiel. Egal ob Kerker, Weltall, Tiefsee oder Küchen, alles wird auf der Bühne dargestellt. Doch warum steuern wir Kurato eigentlich durch das Theater? Der Grund ist der Mond-Bärenkönig, der die Seelen kleiner Kinder entführt und in Marionetten verbannt. Diese sollen dann sein Schloss beschützen. Ein ähnliches Schicksal blüht eigentlich auch dem Jungen Kutaro, doch bevor es überhaupt dazu kommt, schlägt der Bär ihm den Kopf ab und wirft ihn in den Kerker.der_puppenspieler

Bloß nicht den Kopf verlieren

Und genau das ist ein wichtiger Teil im Spiel. Denn nachdem Kutaro seinen Kopf verloren hat, müssen wir uns irgendwelche anderen Dinge organisieren, die wir anstelle unseres eigentlichen Kopfes benutzen können. Die sind im ganzen Spiel zu finden und gibt es in jeglicher Form. Doch auch während des Spiels kann unser Kopf abhandenkommen, denn wenn uns Gegner zu sehr zusetzten, dann fällt unser Haupt einfach ab. Zwar haben wir noch ein paar Sekunden Zeit ihn wieder einzusammeln, schaffen wir das nicht ist es für immer verloren. Maximal drei dieser Köpfe kann man mit sich herumtragen und die dienen auch gleichzeitig als Leben. Sind alle drei Köpfe verloren, finden wir uns am letzten Checkpoint wieder.

Jeder Kopf hat unterschiedliche Fähigkeiten, die uns helfen im Spiel voran zu kommen oder uns einfach in spezielle Bereiche zu vorzudringen, wo wir uns mit Mondfunkeln, in gewisser Weise die Währung des Spiels, eindecken können.

Als ersten Begleiter haben wir die fliegende Katze Ying Yang, die uns im Tutorial mit Rat und Tat zur Seite steht. Einst gehörte sie der Mondgöttin und nachdem der Bär kurzerhand den Thron für sich beansprucht hatte, schloss sich Ying Yang der Hexe Ezma Potts an.

Schnipp Schnapp – Eine Schere als mächtige Waffe

Und genau diese Hexe schickt uns auf die Reise die Schere Calibrus zu besorgen. Kurzerhand schnappen wir uns die Schere und können uns von da an durch das Theater schneiden. Mit der Schere machen wir uns also auf den Weg zum Mond-Bärenkönig um die Herrschaft über unsere Seele zurück zu bekommen. Unterstützung erhalten wir dabei zumindest in Teilen auch von Hexe Ezma, die den Thron des Bären für sich beanspruchen will.

Was das Gameplay betrifft funktioniert „Der Puppenspieler“  wie ein klassisches Jump’n Run. Die Steuerung ist simpel und nach wenigen Minuten verständlich. Mit einfacher aber gleichermaßen passender Steuerung steuern wir Kutaro durch das Schauspiel.

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Schauplätzen Masse – Von Tiefsee bis Weltall

Was Abwechslung angeht spielt „Der Puppenspieler“ auf ganz hohem Niveau. Innerhalb weniger Sekunden ändert sich das gesamte Bühnenbild und man sieht einen komplett anderen Ort. Dabei strahlt jeder Schauplatz mit hoher Detailverliebtheit und man hat nie das Gefühl, dass ein Bühnenbild nur als Mittel zum Zweck dient. Jeder Schauplatz hat seine ganz eigene Aufgabe. Auch wenn es sich am Ende nur um Marionetten handelt und sich das Bühnenbild nicht mit bombastischen Grafikelementen schmücken kann, wirkt „Der Puppenspieler“ optisch zu jeder Zeit passend. Optisch befindet sich das Spiel auf ganz hohem Niveau und man kann jederzeit kleine Details in den Level entdecken. Beispielsweise sieht man die Jahresringe des Holzes in den geschnitzten Figuren.

Der Erzähler steuert sein übrigens bei und gibt, sobald man eine Szene startet, in angenehmen Ton den aktuellen Stand des Stücks wieder. Klasse gelöst!

Der Puppenspieler – Eine Überraschung zum Ende

In den Wochen vor Release flog „Der Puppenspieler“ unter dem Radar anderer großer Spiele, auf die viele gewartet haben. Doch was Sony noch einmal auf die Playstation 3 gezaubert ist etwas ganz besonderes. Eine Spielidee, die es so noch in kaum einem Spiel gab, schafft ein ganz besonderes Erlebnis. Man will einfach weiter reisen und es mit dem Mond-Bärenkönig aufnehmen. So ist „Der Puppenspieler“ am Ende ein Spiel, das jeder noch einmal in seiner Playstation 3 rotieren lassen sollte. Denn das Abenteuer um Kotaru lässt die aktuelle Generation noch einmal auf die Art und Weise ausklingen, wie es angebracht ist.

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8 thoughts on “Der Puppenspieler Review – Wenn man noch einmal rückblickend auf die noch laufende Generation schaut”

  1. Mir ist aufgefallen das vor allem viele Große Namen dieses Jahr eher enttäuscht haben als noch der eine oder andere Vorgänger. Selten habe ich so viele weitaus interessantere Spiele von Nieschenherstellern besser gefunden…

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