Playstation Vita – Was kann der neue Sony-Handheld

Auf der diesjährigen E3 war Sonys primäres Thema der Pressekonferenz die neue Playstation Portable. Bereits im Vorfeld waren grundlegende Infos bekannt, zum damals noch Next Generation Portable(NGP) genannten Geräts, das damals auf dem offiziellen Playstation Meeting angekündigt wurde.

Auf der E3 wurde jetzt unter anderem der finale Name veröffentlicht, nämlich PSVita. Wie die guten alten Lateiner bereits wissen, heißt Vita Leben. So steht die neue Playstation für das Leben? Oder etwa den Lebenslauf der Playstation? Man weiß es noch nicht so richtig, jedoch ist der Name offenbar nicht jedermanns Sache.
Die Hardwarespezifikationen sprechen jedoch eine deutliche Sprache und zeigen, dass Sony in die PSVita deutlich mehr Power bringt, als im Vorgängermodell.
Das Herz des Handhelden bildet ein 4-Kern Prozessor, Modellbezeichnung ARM® Cortex™-A9-Core (4-Core) und für die nötige Grafikpower sorgt der Grafikchip „SGX543MP4+“, ebenfalls ein 4-Kerner, der eine Taktrate von sage und schreibe 200 MHZ besitzt. Im Vergleich dazu die Spezifikationen der PSP. Diese besitzt lediglich ein 2-Kern CPU, sowie einen Grafikchip mit 166 MHz und nur einem Kern.

Jedem wird hierbei auf den ersten Blick deutlich, dass Sony bei der PSVita in Sachen Hardware einige großen Schüppen drauf gelegt hat. Grafisch darf man also von der Vita einiges erwarten und ob erste Eindrücke das bestätigen können wird man im Laufe dieses Specials lesen könne.

PSVita für Importfreunde

Front-Ansicht PSVita

Für Spieler, die ihre Spiele gerne im Ausland kaufen, gibt es eine gute Nachricht. Die Spiele der Playstation Vita erscheinen komplett ohne Regionalcode. Das bedeutet, dass Spiele aus allen Ländern auf allen Playstation Vita Versionen funktionieren. So ist es zum Beispiel möglich Spiele aus Asien oder Amerika zu importieren ohne Angst haben zu müssen, dass es nicht auf meiner PSVita läuft. Außerdem können sich die Spieler freuen, die ihr Modell möglichst früh aus Japan ordern, denn ohne Regionalcodes funktionieren auch deutsche Spiele auf der japanischen Vita einwandfrei.
Da die Vita wie schon die Vorgänger in Japan einige Monate eher erscheint, dürfen Fans auch mit Ruhe zu japanischen Modellen greifen.

In Japan soll der Handheld noch in diesem Jahr erscheinen, wahrscheinlich im Winter, also gegen Ende des Jahres. Für Europa geht man bei Sony von einem Releasedatum bis Ende des Fiskaljahres von Sony aus. Das bedeutet Spieler in Europa müssen sich, wenn sie nicht zum Import greifen wollen, bis März 2012 gedulden. Sicher scheint jedoch bisher nur, dass Japan noch dieses Jahr die Vita erhält, der Release für Europa sei momentan nur „angepeilt“.

Touch? Ja! – 3D? Nein!

Sony ist bekannt dafür, in allen Bereichen auf die neue Form des 3D, das Stereoskopmische 3D zu setzen. Doch bei der Playstation Vita hat Sony sich bewusst dagegen entschieden. Nach einigen Experimenten mit 3D hat man sich bei den Entwicklern gegen die Form des 3D entschieden. Anders bei Nintendo und dem Nintendo 3DS setzt Sony also nicht auf 3D im Handheldbereich.

PSVita Rear Display

Doch der Trend zum Touchdisplay, der sich in den letzten Jahren stark entwickelte, erreicht Sony und die PSVita. Und das gleich in doppelter Form. Sowohl das normale Frontdisplay setzt auf die Berührung, als auch ein Reartouchpad am Rücken der Vita, mit dem Bewegungen im Spiel durch Berührung gesteuert werden können.
Der OLED-Frontbildschirm unterstützt eine Auflösung von 960 x 544 und liegt im 16:9 Format mit 12 Zentimeter Bilddiagonale vor.

Doch die klassischen Playstation-Tasten sind wieder mit dabei. Die 4-Richtungstasten, sowie Viereck-, Dreieck-, Kreis-, und X-Taste. Außerdem die beiden Schultertaste L-und R, sowie die Start und Select Taste. Neu im Handheldbereich von Sony sind zwei Analogsticks, die rechts und links auf der Vita angelegt sind. Die Vorgängergeneration hatte nur eine Stick. Dennoch wird die Vita vermehrt auf die Touchsteuerung setzen und so zumindest im Menü komplett per Berührung steuerbar.

Verbindung – WiFi und 3G

Die PSVita setzt mehr denn je auf die mobile Verbindung mit dem Internet. So besitzt die Vita ein WiFi Standard, mit dem jeder Spieler sich zu Hause per WLAN in die eigene Internetverbindung einwählen kann. Mit 3G ist es möglich auch von unterwegs auf Onlinefunktionen der Playstation Vita zuzugreifen. Dazu muss jedoch ein 3G-Vertrag mit einem Mobilfunkanbieter vor Ort abgeschlossen werden, sodass für die Nutzung von 3G pro Monat noch mehr Kosten, je nach Vertrag auf Kunden zukommen.
Vertreiben wird Sony zwei unterschiedliche Modelle. Eines davon nur mit WiFi und das Zweite mit WiFi und 3G. Die 3G-Unterstützung macht sich auch durch einen Preisaufschlag bemerkbar:

PSVita – WiFi + 3G                          299$/299€

PSVita – WiFi                                   249$/249€

Über beide Verbindungen ist es möglich sich in das Playstation Network und den Playstation Store einzuwählen und Einkäufe zu tätigen. Ob es möglich ist über 3G Online zu Spielen steht noch nicht fest, denn die Verbindungsgeschwindigkeit von 3G ist gering.

Außerdem bringt Sony ein Party-System auf die Playstation Vita. Dahinter verbirgt sich das, was viele Spieler sich von seit Langem auf der PS3 wünschen, der Cross-Game-Chat. Damit ist es auf der Vita möglich mit anderem Spielern im Voice-Chat zu sprechen, während man unterschiedliche Spiele zockt.

Spiele LineUp –Bekannte Größen auf der Vita

Direkt zu Release wird Sony eine Reihe der erfolgreichsten PS3-Serien auch auf den Handheld bringen. Diese werden jedoch meist von anderen Studios, als ihre Schwestertitel auf der Konsole, entwickelt um laufende Produktion für die PS3 nicht zu stören. Dennoch sollen sowohl hauseigene, als auch Titel von Drittanbietern eine hohe Qualität auf der PSVita habe.

Uncharted: Golden Abyss – Ingame Gameplay

Bekannte Größen im Line-Up ist zum Beispiel ein Little Big Planet Ableger für die Vita. Erste Videos zeigen bereits hier, wie die Möglichkeiten des Touchdisplays in das Spielerlebnis eines Little Big Planets eingebaut werden. Spieler können zum Beispiel mit dem Finger ein Katapult bedienen, mit dem man den Sackboy dann über Hindernisse befördert.

Auch die Spielesensation der PS3 ist vertreten auf der Vita. Uncharted erreicht mit „Uncharted: Golden Abyss“ direkt zu Release die Playstation Vita. Erste Gameplayvideos lassen erahnen, dass auch auf der Vita durch Uncharted grafisch einiges an Leistung rausgeholt wird. Inwiefern Uncharted: Golden Abyss qualitativ an seine großen Brüder auf der Playstation 3 rankommt muss jedoch noch abgewartet werden.

WipeOut 2048

Auch die von der PS3 bekannte WipeOut Serie kommt mit „WipeOut 2048“ zu Release auf die PSVita. Auf dem Handhelden sind so direkt zu Beginn schnelle und rasante Rennen garantiert. Das besondere hier: Playstation 3 Spieler und Playstation Vita Spieler können Gegeneinader spielen. Dazu nötig sind auf der PS3 WipeOut HD + Fury, das es erst kürzlich im Welcome-Back packet gab und das auf der Vita erscheinende Wipeout 2048.

Preislich sollen Spiele bei einem Preis von 39,99$ liegen und man darf traditionsgemäß von 39,99€ in Europa ausgehen.

Neben den zahlreichen neue Titeln, von denen wir hier mit Little Big Planet, Uncharted und WipeOut nur wenige angerissen haben, werden auch PSP-Titel im Store veröffentlicht und sind auf der PSVita verfügbar. Die Erlebnisse aus GTA Vice City Stories oder Liberty City Stories kann man somit also auch auf Sony neuen Handheld erleben.

Wissenswertes zur Playstation Vita

PSVita Speichermedium

Im Gegensatz zu dem Vorgänger, der PSPGo setzt die Vita wieder auf ein optisches Speichermedium. Mit der eigens für die Vita einwickelten Technologie will man Spiele wieder in Läden vertreiben und nicht nur Online, wie bei der PSP Go.
Die Speicherkarten liegen in den Größen 4, 8, 16 und 32 GigaByte vor. Darauf werden unter anderem die Spiele verkauft. Außerdem müssen Downloads aus dem Store darauf gespeichert werden, denn einen internen Speicher besitzt die Vita nicht.

Nachdem Nintendo die WiiU mit einer neuen Form des Controllers veröffentlichte, denkt man nun auch bei Sony darüber nach, die Verbindung zwischen Vita und PS3 möglich zu machen. Sicher ist hierbei noch nichts, jedoch zeigte man sich äußerst interessiert gegenüber der Technologie. Hier bleibt nur abzuwarten, ob Sony das anbieten wird und zum Beispiel bei Rennspielen die Vita mit Display als Rückspiegel benutzt oder als Map bei Shootern.

PSVita die erwartete Revolution?

Sony macht bei der Playstation Vita vieles anders und vieles besser als noch bei der PSP. Neuheiten im gesunden Verhältnis zu der Tradition der Playstation Serie kann funktionieren. Besonders durch das breit gefächerte Start Line-Up lohnt es sich auch direkt zu Release die Vita zu kaufen. Uncharted WipeOut und Little Big Planet werden auch auf der Vita die Blockbuster sein, die man von der PS3 kennt.

Auch preislich ist die Vita definitiv eine Kampfansage an den größten Konkurrenten aus Japan, nämlich Nintendo mit ihrem 3DS. Doch im Vergleich zu Nintendo setzt Sony auf Power und Optik, während Nintendo sich auf ihre Tradition verlässt. Was am Ende erfolgreicher wird bleibt abzuwarten, doch Sony scheint mit der Vita deutlich bessere Chancen zu haben, als noch in der Vorgeneration mit der PSP.

Die Vita hat Potential und das muss von Sony ausgenutzt werden. Dann kann die Vita das werden, was die PSP werden wollte, nämlich ein Handheld, der seinen Namen verdient.

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1 thought on “Playstation Vita – Was kann der neue Sony-Handheld”

  1. Watt kann das Ding denn nun…? Ihr habt ja noch nicht mal erwähnt, dass man Skypen kann? Außerdem ist die Info schon paar Monate alt…

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