PES 2012 : Review zum Ergebnis des mutigen Weges von Konami!

Es gibt Sachen, die sich nie ändern und sich Jahr für Jahr wiederholen. Den Kindern erzählt man vom Weihnachtsmann und vom Osterhasen, man versucht mit dem Alkohol oder den Zigaretten aufzuhören und ein neues PES oder FIFA drehen sich in der PS3. Wenigstens herrscht hier untereinander etwas Abwechslung. Bis zur PS3 lag PES doch etwas vor FIFA. In dieser Generation, hat FIFA den Konkurrenten überholt. Mit vollster Konzentration auf den Realismus, will sich Konami nun den Thron endlich zurückholen. Ob ihnen das gelingt? In unserer Review lest ihr alles über den neuesten Ableger der PES-Serie.

 

Die Geschichte von PES beinhaltet eigentlich jede Menge Hoch´s und Tief´s.  Bis zu PES 6, war die Fußball-Simulation für viele das Maß aller Dinge. Viele sind auch der Meinung, dass sich über die letzten Jahre eig. mehr PES verschlechtert, als FIFA sich verbessert hat. Seit PES 2011 hat man sich intensiv mit dem neuen Ableger auseinandergesetzt. Dieses Jahr, wurden eigentlich die Themen wie Interface, Grafik etc. so gut wie gar nicht bearbeitet. Man wollte das Jahr nutzen um sich einzig und allein auf das Gameplay konzentrieren und um es vorweg zu nehmen : PES 2012 ist trotz zwar deutlich verbesserter, aber altbekannter Schwächen DEFINITIV der beste Teil, den es auf der PS3 zu zocken gibt!

 

Du hast die Macht mein junger Fußball-Padawan!

Oft erinnert man sich nur ungern an Spiele von PES 2011 zurück. Ungenaue Pässe, Mitspieler die nie dorthin rennen wo man sie haben will, oder gleich stehen bleiben oder die teils katastrophale Abwehr/Torhüter.

In PES 2012 fragt man sich jedoch relativ schnell, ob die Entwickler hier nicht alles auf den Kopf gestellt haben. Klar läuft nicht immer alles wie am Schnürchen, jedoch weiß man eig. auch immer selbst warum. Wenn man schlecht steht, zu stark/leicht drückt, passieren eben die oben genannten Dinge, aber PES 2012 spielt sich exakt so, wie ihr es wollt. Fehlpässe oder Stellungsfehler passieren natürlich nach wie vor, jedoch geht es hier bei exakter Kontrolle um 1-2 von 100 Pässen und Stellungsfehler passieren immer so, dass man sie rechtzeitig erkennen kann. Ehrlich gesagt, wäre alles andere wohl auch kaum realistisch! =)

 

Wie bereits erwähnt…. Konami hat eindeutig am Gameplay, sowie der dazugehörigen Steuerung geschraubt. . Die ,,Teammate control“-Funktion ermöglicht euch das Anwählen eines Mitspielers mit dem rechten Stick, der so von euch in einen freien Raum gelenkt werden kann. Diese Möglichkeit, habt ihr während des Spiels, aber auch während Standard-Situationen, was euch jede Menge Möglichkeiten und mehr Kontrolle über die Mitspieler gibt. Außerdem wurde GOTT SEI DANK das Elfmeter-System wieder so, wie es bereits bekannt ist programmiert. Die einzige Änderung hier ist, dass natürlich die Animationen
alles neu überarbeitet wurden.

Dies merkt ihr auch im Laufe des Spieles. Die Spieler sehen nicht nur wie imVorgänger sehr gut und detailliert aus, sie spielen sich auch seit Ewigkeiten mal wieder so! Ok zugegeben, gerade die Laufanimationen sehen in FIFA doch
besser aus, aber es wurde alles vom Laufen/Passen/Flanken/Schießen/Torhüterverhalten/Drehen+Bewegen neu überarbeitet und das tut dem Spiel unglaublich gut. Vorbei ist hier die Zeit,
als alles etwas gewirkt hat, als ob man gut modellierte Holzmännchen gespielt hat! *g*

 

Fußball mit Hirn und nicht mit Button-Mashing und Automatismus!

Wer die beiden Demo´s zu PES gespielt hat, weiß sicher, dass diese was das KI-Verhalten der Spieler, vor allem im Abwehr+Torhüter Bereich sich doch etwas verbessert hat, aber der Sprung nicht so groß war, wie versprochen. Naja dieser Gedanke ändert sich jetzt. Ich für meinen Teil frage mich manchmal, welche Versionen Konami da immer auf den Markt wirft. Wenn sie die Demo´s näher an das Endprodukt führen würden, wären deutlich mehr Leute interessiert.

 

Es fällt zwar auf, dass 1. das Spiel an sich wieder etwas schneller geworden ist und dadurch Spieler wie Ronaldo, Messi, Robben usw. nun wieder etwas schneller zu Fuß sind, als die Verteidiger, aber 2. das ihr in PES nun deutlich mehr
davon habt den Raum zuzumachen, aber auch den Gegner besser abdrängen könnt. Hier fühlt man sich doch etwas, als hätte man sich von FIFA was abgeschaut. Verteidiger, die jetzt nicht die Schnellsten sind, aber genug Stunden im Fitness-Center verbringen, können nun mit gutem Stellungsspiel und den nötigen Einsatz viele Bälle erobern, denen sie im letzten Teil noch hinterher gelaufen wären. (Realistischer) „Nachteil“ :  Da an der Kollisionsabfrage gearbeitet und diese, wie für PES bekannt, sehr viel realistischer gemacht wurde, verletzen sich eure Spieler nun etwas häufiger als sonst.

 

Ansonsten bleibt festzuhalten, dass neben dem schnelleren Gameplay auch in anderen Bereichen bisschen gedreht und geschraubt wurde. Die Animationen wurden ja bereits erwähnt. Pässe kommen wie bereits gesagt nun etwas stärker und deutlich genauer an das Ziel, aber auch die Flanken und Schüsse haben nun mehr Zug hinter dem Ball. Bei den Ecken, musste ich mich etwas umstellen, aber eher auf altbekanntes. Allgemein erinnert PES 2012 doch etwas an den 6. Teil der Reihe und das ist auch gut so. Ecken sind
nun deutlich variabler, was ihre Schärfe und Höhe betrifft. Auch der Effet bei Ecken und Freistößen wurde geringfügig, aber merkbar reduziert. Allgemein sind die Freistöße was die Stärke und Genauigkeit betrifft in PES 2012 nun wieder etwas einfacher, jedoch muss man nun mehr auf den verringerten Effet achten.

 

Bei den Schüssen hat sich zwar im Prinzip, was Abläufe und Animationen betrifft eigentlich nur im Kosmetischen Bereich etwas verändert….das war zumindest mein erster Gedanke! *gg* Nach einer Weile merkt man schon, dass gerade Fernschüsse leider etwas overpowered sind. Die Torhüter sind zwar stark verbessert, weßhalb das jetzt nicht dazu führt, dass ihr mehr Tore erzielt. Ecken springen aber trotzdem hier und da raus. Konami hat für dieses Problem jedoch schon einen Patch angekündigt, der bereits in, oder ein paar Tage nach der Release-Woche folgen soll. Um diesen Negativpunkt etwas auszugleichen, erwähne ich aber, dass es in meinen Augen zum 1. mal seit der Einführung so ist, dass man merkt, wenn man mit R2 schießt! *gg* Mit R2 bekommt der Schuss, wie Genre-bekannt mehr Effet…also ein typischer Schlenzer. Hier merkt man nun 1. an der Flugkurve und 2. an der Variabilität endlich, dass R2 eine Taste ist, die in PES 2012 gerne mal verwendet werden darf. J

Objektiv? Subjektiv? Ob-subjektiv! *gg* (Schwächen ^^)

 

Wenn wir uns ehrlich sind, ist es abgesehen der offensichtlichen +/- Punkte von PES und FIFA auch irgendwo eine Geschmacksfrage. Es gibt und wird immer Punkte geben die für manche wichtiger sind als Andere. Das war auch der Grund, warum ich diesen Test zwar selbst schreibe, aber das Game sehr lange mit einem Freund gezockt habe, der bis Teil 6 PES und von da an, bis zu PES 2012 FIFA-Zocker war.

 

Der 2. Punkt ist, dass ich für meinen Teil sagen muss, dass man eigentlich genau sagen kann, wie realistisch ein Spiel eigentlich sein soll, oder überhaupt sein kann. Für eine Simulation einer Sportart, die so unvorhersehbar und variabel
ist, ist PES 2012 in meinen Augen seit PES 6 das realistischste Erlebnis, was das zocken von Fußball Spielen betrifft. Wie wir jedoch festgestellt haben, gefällt sowas natürlich auch nicht jedem. PES fordert euch einfach. Ich persönlich find FIFA alles in allem etwas zu statischt und zu „kontrolliert“. Spieler halten dauernd ihre Position solange ihr nichts verändert, alles etwas starr. In PES habt ihr viele Möglichkeiten eure Angriffe aufzuziehen, aber könnt nur selten ein stetiges Konzept fahren. Es ist endlich mal wieder viel Bewegung im Spiel was dazu führt, dass ihr euch immer wieder auf neue Spielsituationen einstellen müsst, variabel spielt und immer das ganze Spielfeld im Auge habt.

 

Hier ist vor allem für viele der Problempunkt. Man wählt zwar zu Beginn eine Taktik für sein Team, stellt die Spieler auf und werkelt an der Aufstellung, aber wie im wirklichen Leben kann man nie wissen, wie sich das Spiel verhalten wird. Meinem „Test-Kollegen“ waren eben diese Punkte anfangs etwas ungewohnt. Es landeten immer wieder von der Richtung gewollte Pässe/Flanken im Aus, weil die Stärke-Anzeige im Spiel sehr genau ist, die Bälle gingen verloren weil das dribbeln extrem exakt ist oder Bälle aus nächster Nähe auf das Stadion-Dach weil das Spiel sehr stark eure Stellung zum Ball berücksichtigt. Auch sichere Tore sind ohne der richtigen Technik keine sicheren Tore. Ich meine klar, das sind alle Punkte die in FIFA auch so sind, jedoch ist dieses dank der
Steuerungs-Hilfen doch einsteigerfreundlicher als PES. Ich nehme immer das Beispiel, dass mit eingestellen Hilfen ein Schuss 1-2 Meter neben das Tor fliegt, bei PES jedoch bis zur Eckfahne wenn ihr gerade auf das Tor läuft und den Stick völlig falsch verwendet.

Präsentiert die Lizenzen!

 

Hier kommen wir wieder zur Einführung zurück. Manche Dinge ändern sich eben nie! Die Stadien samt Zuschauer wurden zwar erweitert, aber nicht unbedingt verschönert. Trotz der langen Geschichte, gibt es bei PES 2 immerwährende Punkte, in denen
es dem Konkurrenten aus dem Hause EA stets hinterherläuft. Die Präsentation und die Lizenzen. Im Allgemeinen, hat sich was die Lizenzen betrifft nicht viel getan. Die enthaltenen Teams sind nach wie vor da. Einzig das Teilnehmerfeld
der Champions/Europa League wurde für dieses Jahr aktualisiert und die Teilnehmer des letzten Jahres, die keinen enthaltenen Ligen zugeordnet werden können, bleiben unter den zusätzlichen Mannschaften erhalten. Aus deutscher
Sicht sind der FC Bayern und Bayer Leverkusen(statt Werder Bremen) enthalten. Wirkliches TV-Feeling will trotz des Realismus von Pro Evolution Soccer 2012 nicht aufkommen, weil Kamera-Fahrten, Soundtrack und die restliche Präsentation
einfach nicht an FIFA rankommen. Als PES-Fan ist man das gewohnt, als möglicher Käufer, muss man natürlich abschätzen können, ob man mit diesem –Punkt leben kann. Ich für meinen Teil, finde das Gameplay einfach gut genug, dass ich auf
Mannschaften aus Zypern oder Südafrika verzichten kann! *gg*

 

Fazit : PES findet zu alter Stärke zurück. Für mich, kann man es eigentlich mit einem PES6 in HD Grafik mit schwächeren Torhütern und zu starken Fernschüssen bezeichnen! *gg* Beides soll noch nachgebessert werden und wenn das der Fall ist, erobert PES in meinen Augen den Thron zurück! Lizenzen, Präsentation usw. schön und gut, aber wichtig ist auf dem Platz. Noch nie hat sich eine Fußball-Simulation in meinen Augen so realistisch angefühlt. Die Werte der Spieler machen jeden indiviuell und kein Spiel läuft ab wie das vorhergehende und das ist der springende Punkt. Dieses Feeling war seit Teil 6 nicht mehr so groß wie in PES 2012. Mein persönliches Fazit : Jeder Mensch hat seinen eigenen Geschmack, egal worum es geht. Selbst beim Thema FIFA vs PES. In meinen Augen bietet PES dem Spieler einfach mehr Möglichkeiten am Platz. Fifa rund herum. Wer auf beinharten Realismus, mit vielen taktischen Möglichkeiten und abwechslungsreichem Gameplay steht, aber auf Lizenzen und eine TV-Ähnliche Präsentation verzichten kann, sollte aus meiner Sicht zu PES greifen. Wenn euch die Lizenzen und ein umfangreicher Online-Modus mit „action“-reichem Gameplay mehr liegt, dann zu Fifa. Alles wie gesagt Geschmacksache!


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