Mortal Kombat XL – Kampf um das Erdenreich (Review)

Blut, schockierende Brutalität und Knochenbrüche, all das und natürlich Kämpfe findet ihr in Mortal Kombat XL. Was dieser Teil der Mortal Kombat Reihe taugt, erfahrt ihr hier in unserem Test.

Mortal Kombat X

Als Fan von Beat´em Ups sollte man Mortal Kombat kennen, auch für diesen Teil der Reihe braucht man wieder einen starken Magen. Hier wird gekämpft, Mann gegen Mann oder Frau oder einer der anderen fabelhaften Charaktere. Neben Tritten und Schlägen gibt es für jeden Charakter Special Moves und x-Rays, teilweise mit Videosequenzen unterlegt, die jeden Splatter Fan glücklich machen dürften. Ob da nun der Hut zur Kreissäge wird oder ein Schwall Insekten den Gegner von innen auffrisst, alles ist dabei.

Mortal Kombat X Charaktere

Das Mortal Kombat Universum!

In der Zwischenzeit umfasst das Mortal Kombat Universum mehr als 70 spielbare Charaktere und rund 24 davon haben es auch in Teil X geschafft. Dank der XL-Version sind es aber einige mehr geworden. Die beliebtesten wie Sub-Zero oder Scorpion sind natürlich ebenfalls dabei. Durch den Generationswechsel der in Mortal Kombat X stattfindet, sind unter anderem mit Jacqui Briggs oder Cassie Cage die Nachkommen bekannter Charaktere vertreten. Ebenfalls gibt es auch einige völlig neue Charaktere wie D’Vorah, Kotal Kahn oder Erron Black. Die enorme Auswahl an Kämpfern, ermöglicht eine hohe Bandbreite an Spielweisen. Eine Neuerung in diesem Teil der Reihe ist, dass man jeden Charakter in drei verschiedenen Varianten spielen kann, jeder Typ hat seine Stärken und beherrscht eigene Kampftechniken. Scorpion als Beispiel hat hier mit seinem Hellfire Set die Möglichkeit sich selbst anzuzünden für mehr Stärke und kann den Gegner etwas Feuer unter dem Hinterteil machen. Sein Ninjutsu Set, lässt ihn 2 zusätzliche Angriffe mit Schwertern machen und das letzte Set bieten einen Dämon, der eure Gegner für kurze Zeit festhält. Allerdings bleiben die grundlegenden Move-Sets immer gleich. Die Steuerung der Kämpfer ist leicht zu handhaben, bei regelmäßigen Spielen hat man sehr schnell raus, welche Tastenkombination welchen Move hervorruft, für Gelegenheitsspieler gibt es ja immer noch die Moveliste. Die Tastenbelegung kann man auch jederzeit auf der Trainingsstage üben.

Story:

Der Story-Modus knüpft nahtlos an den des Vorgängers an. Durch Teil 9 der Reihe bekam dieser ja quasi einen Neustart verpasst. Doch der ewige Kampf des Earthrealm gegen die Outerworld steht auch wieder im Vordergrund.

Mortal Kombat X Shinnok

Nachdem Shao Kahn besiegt wurde, konnte sich der gefallene Gott Shinnok aus seiner Verbannung in der Unterwelt befreien und begann sofort einen neuen Krieg gegen die ältesten Götter des Earthrealm. Eure Aufgabe ist es, Shinnok aufzuhalten und das Erdenreich gegen seine einfallenden Invasoren zu verteidigen. Näher möchten wir hier an dieser Stelle nicht auf die Story eingehen. Die Geschichte erzählt sich durch rund 2,5 Stunden Cutscenes, die aber nahtlos in die einzelnen Kämpfe übergehen. Allerdings ist die Story nicht eines der Highlights von Mortal Kombat X, wenn auch nicht qualitativ Top, macht sie doch kurzweilig Laune. Wir wechseln natürlich auch immer wieder unseren Kämpfer, haben es aber mit wesentlich mehr QuickTime Events zu tun. Man erfährt allerdings bei jeden Kämpfer den man spielen muss, ein wenig über den Charakter selbst und welche Rolle er in der jeweiligen Vereinigung spielt.

Kernpunkt von Mortal Kombat XL

Im Vordergrund des neusten Ablegers stehen natürlich die Versus-Kämpfe. Nicht nur auf der Couch gemeinsam vor einen Bildschirm könnt ihr euch mit eurem besten Kumpel oder gar der eigenen Frau messen, Online-Matches sind ebenfalls möglich. Ganz neu sind im Online-Modus die Fraktions-Kriege. Beim ersten Start muss man sich für eine von fünf Fraktionen entscheiden (Lin Kuei, White Lotus, Brotherhood of Shadow, Black Dragon oder Special Forces). Habt ihr einen Kampf oder eine Fraktionsherausforderung gewonnen, erhaltet ihr Punkte. Am Ende der Kriegsperiode von 7 Tagen gewinnt die Fraktion mit den meisten Punkten und erhält eine Belohnung. Wenn man sich die vorigen Teile der Mortal KombatHistorie ansieht, dann gab es schon einige wirklich witzige und vor allem spielerisch wertvolle Minispiele. Kart Kombat etwa, dass Mario Kart in ziemlich brutaler Weise darstellte. Oder Chess Kombat, das an Archon angelehnte „Schach“. Puzzle Kombat wiederum nahm Tetris und Super Puzzle Fighter ein wenig auf die Schippe. Von diesen Spielen hat es leider keines in Mortal Kombat X geschafft. Aber es gibt auch wieder den klassischen Arcarde-Mode und dieser ist in Türme unterteilt.

Mortal Kombat X Türme

Hier gibt es neben den traditionellen Varianten, bei denen ihr gegen eine bestimmte Anzahl an zufälligen Gegnern antreten müsst, noch die Türme Überleben und Endlos. Etwas anders sind die Test your Luck-Modi bei denen ihr die Rahmenbedingungen der Kämpfe durch rund 100 Modifikationen verändern könnt. Etwas, was ein wenig auf die Controller geht, ist der Test your Might-Mode, bei dem ihr mittels  Button-Smashing verschiedene Bruchtests absolvieren müsst. Falls ihr dann immer noch nicht genug habt, könnt ihr euch an den Lebenden Türmen versuchen. Diese stellen euch jeweils im stündlichem, täglichem und wöchentlichen Rhythmus vor immer wieder wechselnde Aufgaben. Dieser ganze Haufen an Content garantiert euch einen ziemlich langen Spielspaß. Für die nötige Motivation sorgt hierbei das Belohnungssystem in Form von Koins. Ihr erhaltet Koins für gewonnenen Kämpfe oder für bestandene Herausforderungen. Die verdienten Koins könnt ihr in der Krypta für Kostüme, Soundtracks, Fatalities, Brutalities oder Artworks ausgeben. Teilweise werden wir in der Krypta sogar unvermittelt von Kreaturen angegriffen und müssen auch etliche kleine Rätsel lösen. Oft kann man schon am Preis erraten, ob es sich um ein hochwertiges Grab handelt, wo wir einen Fatality bekommen, oder eben „nur“ ein Artwork. Den Überblick über die Krypta zu behalten ist nahezu unmöglich, es macht aber eine Menge Spaß, durch diese zu wandern.

Next oder Last-Gen Technik?

Genau wie im direkten Vorgänger verwenden die Entwickler die nun schon etwas betagte Unreal Engine 3. Doch es ist sehr erstaunlich, was diese noch leisten kann. Allerdings gibt es hier bei den einzelnen Charaktermodellen doch große Unterschiede. In Sachen Animation und die sehr gelungenen Hintergründe der verschiedenen Stages wirkt alles Top. Auf jeder Stage gibt es Möglichkeiten der Interaktion mit dem Hintergrund, wodurch das Spiel an Tiefe gewinnt. So kann man sich zum Beispiel an einer herunterhängenden Liane über den Gegner schleudern oder mit Keramiken den Gegner attackieren. Alles in allem ist die Grafik für ein Beat’em up mehr als in Ordnung, auch wenn hier nicht alle Möglichkeiten der PS4 ausgeschöpft werden.

Brutal, brutaler Mortal Kobat X?

Für Freunde von Gore, fehlt es natürlich an nichts. Die Fatalitys sind blutig wie immer, strotzen vor Brutalität und sind vor allem teilweise sehr kreativ.

Mortal Kombat X Fatality

Jeder Charakter bietet 2 Fatalitys, wobei ihr aber den zweiten erst in der Krypta freischalten müsst. Mal ehrlich ein Match gewinnen ohne es „anständig“ mit einen Fatality zu beenden wäre ein wenig öde ;-). Allerdings erfordern manche Fatalitys einiges an Übung und perfektes Timing. Hat man dies allerdings erlernt, macht es ziemlich viel Spass, den Gegner in einem Online-Match förmlich in der Luft zu zerreißen. Alles in allem ist Mortal Kombat X ein würdiger Vertreter der Reihe, der gerade durch seinen Umfang enorm punkten kann.

Mortal Kombat X ist NetherRealm Studios’ neuste Auflage des legendären und vielfach ausgezeichneten Martial Arts-Spielefranchise, das die Kultserie auf die neue Konsolengeneration katapultiert. Das Spiel kombiniert eine kinogleiche Präsentation mit brandneuen Gameplay und bietet die intensivste Beat ´em Up-Erfahrung aller Zeiten. Die Spieler können durch die vollständige Vernetzung in einem weltweiten Online-Wettbewerb antreten, in dem jeder Kampf im Ringen um die globale Vorherrschaft zählt. Zum ersten Mal bietet Mortal Kombat X den Spielern die Möglichkeit, eine von mehreren Varianten jedes Kämpfers zu wählen und so Strategie und Kampfstil zu variieren. Die Spieler erleben eine epische Geschichte, in der einige der langlebigsten Charaktere des Franchise, unter ihnen Scorpion und Sub-Zero, sowie diverse neue Charaktere die Mächte von Gut und Böse repräsentieren.

Mortal Kombat XL bietet eine unübertroffene Mortal Kombat X-Spielerfahrung, die das Hauptspiel sowie sämtliche Inhalte des kommenden Kombat Pack 2 umfasst:

  • Brandneue, spielbare Gastkämpfer wie das Monstrum der berühmten Alien-Filmserie, Leatherface aus den Texas Chainsaw Massacre-Horrorfilmen, Triborg und Bo’Rai Cho.
  • Bisher unveröffentlicht: das Apocalypse Skin Pack
  • Bereits veröffentlichte Inhalte umfassen Goro als spielbaren Kämpfer, das Brazil Skin Pack, das Kold War Skin Pack sowie den Kold War Scorpion-Skin.

Mortal Kombat XL Pack

 Weitere Informationen über Mortal Kombat XL gibt es unter www.mortalkombat.com und www.facebook.com/MortalKombat.

Features

  • 100% Uncut
  • Enthält alle bisher veröffentlichten Charakter und DLC Skin Packs
  • Brandneue Inhalte und Kämpfer des Kombat Pack 2 einschließlich des Xenomorph aus Alien, Leatherface, Triborg und Bo’ Rai Cho
  • Apocalypse Pack mit drei neuen Charakter-Skins
  • Neue und klassische Charaktere

Positiv:

  • Neue Moves
  • Tolle Online-Modis
  • Spannende Krypta
  • Ideenreichtum bei den Fatalitys
  • Abwechslungsreiche Level
  • Enorme Auswahl an Kämpfern
  • Umfang

Kontra:

  • Sprachausgabe eher zweitklassig
  • X-Ray-Moves zu mächtig
  • Keine Mini-Spiele
  • Nicht immer Synchron bei der Sprachausgabe
  • Kleine Lags und Ruckler

Mortal Kombat XL Wertungskasten

 

Teilen
onpost_follow

Kommentar verfassen

Loading Facebook Comments ...