Evolve Review – Kann der mehrfache Preisträger überzeugen ?

Mit vielen Vorschusslorbeeren kommt Evolve endlich bei uns an, doch kann der Mehrfach ausgezeichnete Koop- Shooter auch in seiner finalen Version überzeugen? Wir haben Evolve für euch getestet und hoffen euch diese Antwort darauf geben zu können.

Evolve baut sehr stark auf seinen Online Modus indem Ihr zu viert ein armes wehrloses Monster jagt, welches von einem echten Gegenspieler gespielt wird. Doch, wäre dies nicht sehr unfair? Vier gegen einen – Nein definitiv nicht, denn das Monster hat es auch wenn es alleine ist, absolut in sich. Doch fangen wir mal bei den vier kleinen Jägermeistern an.

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In Evolve habt Ihr die Möglichkeit euch zwischen vier verschiedenen Jäger Klassen zu entscheiden. Schlüpft Ihr lieber in die Rolle des Assaults, Medics, Trapper oder doch lieber in die des Supporters? Jede Klasse hat ihre besonderen Fähigkeiten sowie Reize. Gegen ein eingespieltes und gut aufgestelltes Team wird es kein Monster sonderlich leicht haben.

 

Solltet Ihr euch für die Assault Klasse entscheiden, werdet Ihr zu Beginn des Spiels vorerst nur Markov spielen können. Genauso wie bei den anderen Klassen sowie Monstern müsst Ihr nämlich um die anderen frei zuspielen vorher die Fähigkeiten des Charakters – in diesem Fall Markov – hochspielen. Habt Ihr das dann erledigt steht euch der nächste Charakter der Klasse zum spielen bereit.

Markovs Waffenarsenal besteht aus einem Sturmgewehr sowie einem Licht-/Blitzgewehr und wird abgerundet von seinen wirkungsvollen Blitzminen. Von diesen besagten Blitzminen lassen sich zeitgleich bis zu 5 Stück platzieren und erweisen sich auch als sehr nützlich im Kampf gegen die verschiedenen Bestien – vorausgesetzt man platziert sie auch an den richtigen Stellen.
Die Assaults stellen die Tanks der Gruppe dar und somit gab man allen Assaults noch einen persönlichen Schutzschild mit in ihr Gepäck. Der Schild soll sie gegen die harten Attacken des Monsters schützen, vor allem jedoch um Schadensspitzen abzufangen. Als äußerst nützlich erwies sich der Schild auch in Momenten in denen der Medic mal wieder gepennt hatte oder einfach Out-of-Range war.evolve-assault-hyde-active

Habt Ihr dann die ersten Runden hinter euch, werdet Ihr Hyde sowie Parnell als weitere Assault Charaktere freischalten können in genannter Reihenfolge.

Hyde gibt sich alle Mühe dem Monster einzuheizen und gibt mit seinem Flammenwerfer und seiner Rail-Gun richtig Gas. Weitere Änderung bei Hyde sind seine Toxingranaten welche er in seinem Reisegepäck hat.
Hyde ist unter den Assaults jedoch derjenige mit der geringsten Reichweite und befindet sich dadurch quasi permanent in der Nähe des Monsters, hoch Lebe der private Schutzschild. Ebenfalls nützlich bei Hyde ist die Fähigkeit gefallene Jäger automatisch wiederzubeleben, jeder wird es nach einer Weile merken, dass gerade in der mobilen Arena die Zeit schneller läuft und ein toter Jäger ist kein sehr effektiver Jäger, also hebt ihn fix auf und weiter Feuer frei!.

Parnell ist der der Pyrotechniker der Assaults. Mit seinem Raketenwerfer sorgt er für das größte Feuerwerk in Evolve. Seinen Schaden treibt er dank der Anabolika – ähm seinem Super Serum in die Höhe. Nachteil davon ist allerdings das er auch anfälliger gegen eingehenden Schaden ist, in dieser Phase in der man das Serum intus hat sollte man definitiv auf Abstand bleiben zum Monster oder seinen Schild anwerfen. Hach beinahe hätten wir vergessen seine Schrotflinte zu erwähnen – die werdet Ihr aber sicher auch eher selten benutzen wenn überhaupt.

 

Die zweite Klasse in Evolve bilden die lustigen drei Fallensteller.
Beginnen werdet Ihr mit Maggie und ihrem – nennen wir es mal Spürhund „Daisy“.

Kurz und knapp ein paar Worte zu „Daisy“:
Dank ihrem feinen Näschen spürt sie das Monster sehr gezielt auf, Ihr solltet ihr daher stets folgen und nur außerplanmäßig laufen wenn der Laufweg des Monsters absehbar ist und Ihr ihm so den Weg abschneiden könnt. Daisy wird für euch das Monster mit einer Harpune fixieren und gemeinsam mit euch Schaden austeilen. Sie kann auch der rettende letzte Hund sein der euch auf dem Schlachtfeld wiederbelebt – klasse so ein Weltraum Dackel.

Doch nun zum eigentlichen Jäger – Maggie.
Sie kommt mit einer schlichten Maschinenpistole und ihrer trendigen Harpune daher um dem Monster ordentlich zuzusetzen. Ihr Charakter Special Daisy haben wir ja bereits oben erwähnt. Wie alle anderen Fallensteller, kann sie für eine bestimmte Zeit eine mobile Arena aufbauen und somit das Gebiet einschränken indem sich das Monster bewegen kann. In dieser Phase heißt es alle Kräfte Bündeln und dem Vieh ordentlich zusetzen, ehe es sich wieder aus dem Staub macht.

Zweiter freispielbarer Charakter wird Griffin sein. Auch er hantiert am liebsten mit der Maschinenpistole sowie der Harpune herum – besonders der Gebrauch der Harpune ist gefährlich da Ihr damit die volle Aufmerksamkeit des Monsters auf euch zieht. Ein aufmerksamer Medic an eurer Seite ist daher absolut von Vorteil. Da er keinen Schoßhund besitzt wie Maggie, versucht er das Monster durch seine Bewegungsmelder zu lokalisieren welche er in der Spielwelt platziert. Dies gelingt jedoch nur dann wenn das Monster sich auch in dem Bereich aufhält, da ist der Vorteil definitiv bei Maggie und ihrem Hündchen.gamescom evolve (2)

Abe ist der dritte im Bunde. Seine Primärwaffe ist eine simple Schrotflinte. Mit seinen Verfolgungspfeilen markiert er das Monster und erleichtert die Lokalisierung. Auch im Gepäck befinden sich die netten Stasis-Granaten. Durch diese kann er das Monster verlangsamen sowie betäuben – sehr nützlich wenn der Trapper pennt und die mobile Arena noch nicht aufgebaut hat.

Auch die Verbandkasten-Truppe besteht aus 3 verschiedenen Charakteren.
Val, Lazarus und Caira.

Alle 3 beherrschen die Fähigkeit einen Gesundheitsschub zu wirken um die gesamte Truppe zu heilen – vorausgesetzt sie befinden sich auch in eurer nähe, ansonsten verpufft das ganze im nichts.

Der Medic ist definitiv eine der Schlüsselfiguren und kann die Mission ganz klar mitentscheiden, ein Fehler und die ganze Truppe kann sich auf dem Transportschiff wieder zusammenflicken lassen.

Val wird euch treu dienen mit ihrer Heilpistole und die erste der drei spielbaren Medics sein, hängt sie besser nicht ab sondern bleibt in ihrer Nähe denn auch die Heilpistole klappt nur wenn der Medic direkten Sichtkontakt zu euch hat. Weiter kann Val das Monster dank ihrem Betäubungsgewehr verlangsamen damit Ihr dem Monster besser folgen könnt, beziehungsweise den Abstand verringern. Zu guter letzt ist sie eine wahre Meisterin im Umgang mit dem Scharfschützengewehr. Trifft der Schuss sein Ziel, bekommt der Rest der Gruppe Ziele auf dem Monster angezeigt – treffen eure Mitspieler diese, erhöht sich der Schaden welcher dem Monster zugefügt wird. Val machte beim spielen mit den rundesten und besten Eindruck aller Medics.

Lazarus kommt mit einem Schallgedämpften Scharfschützengewehr, welches sich gut mit seiner Tarnfähigkeit verbinden lässt. Eine Heilpistole wie Val besitzt er nicht, dafür aber sein Lazarus-Gerät auf das er stolz wie Oskar ist. Mit diesem kann er euch in Windesweile ohne große Probleme wieder reanimieren. Da eine wirklich aktive Heilfähigkeit daher fehlt kommt es vor allem auf gutes Teamwork an um den vom Monster ausgeteilten Schaden möglichst gut zu vermeiden, so dass der Heilschub alleine ausreicht.

Caira, der Rambo unter den Medics. Anders kann man eine rassige Dame mit dickem Napalm Raketenwerfer doch nicht beschreiben oder? Okay man muss auch erwähnen dass sie nicht nur Napalm durch die dicken Rohre jagt sondern auch Heil Granaten in die Reihen des Teams wirft um euch somit vorm frühzeitigen Ableben zu bewahren. Auch sehr stark, sofern gut getimed ist ihr Beschleunigungsfeld. Entweder um dem Monster schneller hinterher zu kommen, oder eben um in beklemmenden Nahkämpfen sich dem Monster entfernen zu können.

Doch was wären diese drei Klassen ohne etwas Unterstützung? Somit Vorhang auf für die Supporter, die das gesamte Team von jetzt auf gleich Unsichtbar werden lassen können.

Der bärtige Hank kann euch definitiv von nutzen sein dank seiner Schildpistole. Mit dieser kann er euch vor sämtlichem Schaden des Monsters schützen – intelligente Monster wechseln natürlich schleunigst das Ziel was absolut Sinn macht. Findet Hank allerdings die Zeit um auszuteilen, nutzt er dazu seinen patentierten Monster Laserschneider. War der bärtige Geselle jedoch am Abend zuvor mit Markov einen heben und somit seine Zielkünste beschränkt, packt er kurzerhand mal einen Orbitalschlag aus und schenkt so dem Monster ordentlich ein. Der Orbitalschlag ist eine mächtige Waffe, doch auch hier muss man den Laufweg des Monsters etwas kalkulieren können da es sonst ein Schuss in den Ofen wird.

Ein weiterer Supporter ist hauptberuflich eigentlich Pilot. Doch ab und an reizt es Bucket doch und so verschlägt es ihn eben auch aufs Schlachtfeld und die damit verbundene Monsterjagd. Seinen Job macht er dort sogar besser als gedacht, mit Hilfe seines Raketenwerfers verteilt er definitiv eine gehörige Portion Schaden. Solltet Ihr in eurer Truppe einen etwas nachlässigen Trapper haben wird Bucket diesen ebenfalls sehr gut unterstützen können. Kurzerhand entfernt Bucket seinen Kopf und nutzt diesen als fliegende Drohne um bei der Monster Lokalisierung zu helfen. Sein Highlight sind aber definitiv die KI Geschütz Drohnen welche das Monster attackieren und so das gesamte Team unterstützen.

Als wäre es nicht schon genug kommt dann aber noch Cabot. Er bearbeitet das Monster bevorzugt mit seiner Rail-Gun – diese scheint durch alles durchzugehen, egal ob Felsen, Wände oder eben das Monster. Als Supporter kann er den Schaden der gesamten Gruppe um 50% verstärken – starkes Feature ohne Frage was ihn eventuell sogar zum stärksten Supporter macht.
Ob seine giftgrüne Wolke, welche er versprüht ohne Bedenken zu inhalieren ist soll mal dahin gestellt sein, einen Nutzen hat sie dennoch: Sie ermöglicht es die Tarnung des Monsters (Phantomgeist) aufzuheben.

Nun habt Ihr einen ersten Eindruck über die Fähigkeiten der Jäger in Evolve erhalten. Abwechslung ist definitiv geboten und jede Klasse samt Charakter hat ihre Vor- und Nachteile, welche euch am besten liegt wird sich nach einigen Runden zeigen. Und dank der integrierten Prioritätenliste im Multiplayer könnt Ihr bequem auswählen welche Rolle Ihr bevorzugt spielen möchtet.

Am besten funktioniert eine solche Gruppe, wenn sie gut aufeinander abgestimmt ist, somit ist auch direkt zu empfehlen dass es am meisten Spaß und auch Sinn macht wenn Ihr eine geschlossene vierer Gruppe aus der Freundesliste seid.

Doch genug zu den Jägern – oder ist hier jemand nicht heiß auf die Monster Parade in Evolve?

 

Jedes Monster beginnt in der Evolutionsphase 1 und hat das Ziel sich bis in Phase 3 weiterzuentwickeln. Dies geschieht indem Ihr die Kreaturen von Shear tötet und frisst, bis ihr eben die nächste Phase erreicht habt. In Phase 2 sowie 3 habt Ihr dann die Möglichkeit eure Fähigkeiten zu verstärken, oder eben die vierte Fähigkeit noch dazu zu lernen. Dieser Ablauf ist bei allen vier Monstern gleich und verspricht einiges an Spannung. Immerhin habt Ihr die Jäger im Nacken und diese könnten euch jederzeit bei einem kleinen Snack stören.

Der Goliath ist das erste von vier Monstern das Ihr auswählen könnt.

Er ist wie es der Name bereits erahnen lässt, eine extrem starke Kreatur. Er ist in der Lage Feuer zu spucken und somit aus den vier Jägern knackige Brathähnchen zu machen. Eine seiner weiteren Stärken ist es mit Felsen um sich zu werfen und alles zu pulverisieren was in der nähe ist. Ebenso stark ist die Ramm-Angriff Fähigkeit, dabei stürmt er auf seine Gegner zu und rennt sie über den Haufen. Auch seine Schläge die der Goliath im Nahkampf austeilt, sind nicht ohne und fügen großen Schaden zu, hat man seine Gegner erst mal in einer Ecke steht einem Sprungangriff nichts mehr im Wege.evolve-monster-goliath-active Kopie

Nächster Star in Reihen der Monster ist der Krake. Wenn der Goliath der Nahkämpfer unter den Monstern ist, liegen die Stärken beim Krake definitiv im Fernkampf, sich mit ihm in packende Nahkampfschlachten zu begeben wäre definitiv die schlechteste Wahl um die Jäger ins Nirwana zu schicken. Mit seinen Tentakeln lädt der Krake mächtige Blitze auf und entlädt diese dann via Blitzeinschlag. Dabei wird der Angriff auf einen Punkt fokussiert wonach sich ein Blitz vom Himmel herablässt und in einem Wirkungsbereich sämtliche Gegner verletzt. Effektiv sind auch die Banshee Minen, diese 3 Energie Kugeln verfolgen eure Gegner und explodieren sobald sie in der nähe dieser sind. Sollten es die Jäger doch mal in die Nähe des Kraken schaffen so könnt Ihr diese via Nachbeben attackieren. Dabei werden sie von einem elektrischen Impuls getroffen und erleiden enormen Schaden. Ihr steht nicht so auf Jäger die auf Schmusekurs sind? Dann nutzt doch einfach den Vortex, damit schleudert Ihr eure Feinde nach hinten und teilt dabei noch gut Schaden aus.

 

Reichen euch diese beiden Monster noch nicht? Dann spielt doch einfach den Geist frei.Der Geist besitzt zwar nicht Ansatzweise die Lebenspunkte wie Goliath und ist auch nicht sonderlich Stark, dafür könnt Ihr mit dem Geist blitzschnelle Bewegungen ausführen um somit Schaden zu vermeiden – mit den beiden Dönermessern kann man natürlich auch noch eine Menge Nahkampfschaden austeilen, der Geist könnte beinahe eine Rolle im nächsten Assassins Creed Teil erhalten.Alle Fähigkeiten des Geists sind auf Schnelligkeit, Ablenkung sowie Tarnung aufgebaut. So kann man sich prima mit der Teleportations-Explosion in die Jäger Gruppe hinein teleportieren und dort sofort eine Explosion zünden, welche allen Jägern im Umkreis Schaden zuführt. Diese Attacke lässt sich prima mit der Ablenkung kombinieren, während die Jäger den von euch erschaffenen Klon bearbeitet, könnt Ihr aus der Unsichtbarkeit heraus prima einen weiteren Überraschungsangriff starten. Alternativ könnt Ihr euch während euer Klon die Jäger beschäftigt, euch auf Distanz begeben und via Entführung einen der Jäger von der Gruppe entfernen und diesen an eurem Startpunkt der Teleportierung bearbeiten, im 1 gegen 1 wird kein Jäger eine Chance gegen euch haben. Als letzte Fähigkeit bleibt noch die Supernova, hier mutiert der Geist zu einem wahren Meister Assassine. Wirkt Ihr die Supernova wird das Gebiet mit Nebel eingehüllt und der Geist wird dort mit seinen Klauen alles zerbersten was ihm in die Quere kommt.

And last but not least – Behemoth.

Das letzte Monster in Evolve hat es auch absolute in sich. Behemoth ist das Größte Monster in Evolve, verfügt dazu auch über die meisten Lebenspunkte, Rüstung sowie Stärke. Der Stärkste zu sein hat aber auch einen Nachteil: Behemoth kann nicht springen! Dafür aber super rum kugeln und damit auch direkt wieder Schaden austeilen.
Das der Behemoth nicht springen kann ist nicht sonderlich schlimm, er kann sich dank seines Steinwalls auch so gut verteidigen. Dabei hämmert er auf den Boden worauf eine Wand aus Stein aus der Erde hinauf schießt. Diese blockt somit auch Kugeln und der Clou: Sie kann von Jägern nur überwundern werden wenn ihr Jetpack auch voll geladen ist. Kleiner Tipp wenn Ihr eure Spielweise verfeinern möchtet: Achtet darauf ob die Jetpacks voll oder leer sind, wenn Ihr sicher seid das sie nicht voll sind baut die Steinwand vor euch auf und zieht euch mit eurer Zunge den Medic ran. Da die anderen nicht nachkommen könnt Ihr diesen richtig schön verdreschen – ein Käfig Match à la Evolve ist geboren.
Wie schon erwähnt: Vor ihm davon rennen können eure Gegner sowieso vergessen. Der gute hat nämlich eine sehr flinke und vor allem lange Zunge, mit dieser schnappt er sich einen Jäger und zieht ihn zu sich zurück.evolve

Kleine Anmerkung: Schlüpfrige Witze und Anmerkungen sparen wir uns an dieser Stelle, das Kopfkino überlassen wir somit gerne euch ;).Ebenfalls sehr effektiv ist die Lava Bombe, ähnlich wie beim Goliath wirft der Behemoth eine Lavakugel auf seine Gegner, welche in kleinere zerspringt und somit über eine bestimmte Fläche Schaden verursacht. Dabei hinterlässt die Lavakugel einen Lavateppich, welcher insgesamt 15 Sekunden lang anhält und weiterhin Schaden verursacht. Eine weitere Lava Attacke ist der Riss. Behemoth haut auf den Boden wobei sich eine Spur aus Lava bildet und nach vorne ausbreitet. Sämtliche Gegner die sich im Wirkungsbereich aufhalten erhalten somit Schaden. Wie Ihr seht, Behemoth ist ein recht feuriges Kerlchen.

 

Doch wo könnt Ihr euch überhaupt in Evolve bekriegen? Diverse Spielmodi sind bereit zum erkunden, doch nicht alle halten was sie versprechen.

Sowohl Online wie auch Offline, werdet Ihr den Evakuierungs- Modus spielen können, welcher zugleich den „Kampagnen“-Part in Evolve darstellt. Ihr habt die Wahl: Jäger oder lieber Gejagter – jetzt gilt es sich also zu entscheiden. Je nachdem wie Ihr euch entschieden habt, tretet Ihr in fünf Runden gegen eure Gegner in sich abwechselnden Modis an. Im Modus „Nest“ wird es folglich euer Ziel sein die Eier des Monsters zu zerstören, oder diese als Monster eben zu verteidigen und die Jäger zu eliminieren. Lautet die Mission „Verteidigung“ ist es dem Monster sein Ziel, die Energiequelle des Transportschiffs zu zerstören, während die Jäger das Schiff bis zum Ablauf der Zeit verteidigen müssen oder eben das Monster töten.
Erhaltet Ihr die Mission „Rettung“ müssen die Jäger 5 Überlebende heilen und evakuieren bevor das Monster diese endgültig tötet.
Ebenfalls kann bei Evakuierung der klassische „Jagd“ Modus vorkommen, welcher auch gleich der mit am spannendsten sowie interessanteste ist. Die Jäger müssen hier das Monster finden und töten. Erreicht das Monster Phase 3 kann es das Stromrelais zerstören und somit das Spiel für sich entscheiden, natürlich kann das Monster das Stromrelais auch einfach ignorieren und die 4 Jäger töten um die Runde zu gewinnen.

Interessant bei diesen Rundenkämpfen ist, dass die Partei welche die Runde davor für sich entscheiden konnte, einen Vorteil im Spiel erhält. So könnte eine schöne Blume aus der vorherigen Runde, in der nächsten den Tod für einen der Jäger bedeuten indem sie ihm den Kopf abbeißt.

Sämtliche Modis lassen sich auch jederzeit frei auswählen, so dass Ihr niemals gezwungen seid etwas zu spielen was euch gar nicht zusagt.

Eines steht allerdings fest und dies bestätigt Turtle Rock durch die Tatsache dass man Mehrspieler Modus in der Auswahl bereits über den Solo Modus stellt – Online ist Evolve eine richtige Perle. Der Story Modus dient mehr oder weniger nur um Erfahrungspunkte zu sammeln, der Mehrspieler hingegen glänzt mit seinem 4 gegen 1 System jedoch einfach mehr und vermittelt den Spielspaß um einiges besser.

Natürlich ist der Online Modus besonders wenn man die Jäger spielt sehr stark abhängig von den drei Mitspielern, zieht man dort die Niete kann dies sehr schnell frustrierend und demotivierend wirken und man legt den Titel beiseite, oder man wechselt die Seite und nimmt diesen Sauhaufen einfach mal als Monster richtig böse auseinander.
Ja dieser Part im Spiel wenn Ihr alleine die vier Gegner aufs übelste vermöbelt und vorführt, dass ist der Moment wo Evolve tatsächlich den meisten Spaß vermittelt. Im eingespielten Team hingegen wünscht man sich ein ebenbürtiges Monster, wo es als Medic wirklich eine Herausforderung ist sein Team am Leben zu halten, das Monster zu verlangsamen damit der Partner die Arena aufbauen kann und die Gruppe das Monster erlegt. Auch tut es hier keinem wirklich weh wenn man dann mal eine Niederlage kassiert, im Gegenteil das spornt dann in der nächsten Runde nur noch mehr an.

 

 

Grafisch sowie vom Sound wird man bei Evolve ebenso wenig enttäuscht, dank der Cryengine-3 ist diese wirklich absolut top. Bei unserem doch sehr intensiven Test hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Problem von Fps-Einbrüchen, oder gravierenden Sound Lags und das obwohl die Umwelt in Evolve doch sehr reich an Details ist und einen schon recht großen Umfang besitzt.

Vom Spielsound her gibt es wie gesagt nichts zu beklagen, ab und an hatte man mal das Gefühl das der Bass etwas zu hoch war, was selbst auf den beim Test verwendeten High-End Kopfhörern zu leichtem knistern geführt hatte. Alles in allem sehr Stimmig und gut an die Umgebung angepasst in der man sich befindet. Einen negativen Punkt gibt es in Sachen Musik, dort hätte man ruhig etwas mehr Abwechslung in Form von einer breiteren Musikpalette einbauen können. So wird es auf Dauer argh eintönig was man da auf die Ohren bekommt.

In Sachen Steuerung gibt es nichts Besonderes zu erwähnen. Man hat sich an die bewährten Shooter Belegungen gehalten, so dass die Jäger wirklich klasse zu spielen sind mit der vorgegeben Belegung. Auch das Monster in der Third-Person Ansicht lässt sich ohne Probleme über den Bildschirm manövrieren.

Zu guter letzt kommen wir noch zum In-Game Shop von Evolve.

Viele haben die DLC Politik von 2K stark kritisiert, man muss aber dazu sagen das die zum Kauf angebotenen Skins keinen wirklichen Einfluss auf das Spiel haben und somit für niemanden wirklich einen Kaufgrund darstellen sollten. Was man 2K zu Gute halten muss ist, dass sämtliche Karten sowie Spielmodi, für alle Käufer von Evolve dauerhaft zum Nulltarif kommen. Irgendwo versucht man da natürlich diesen Service, welchen man dem Spieler bietet reinzuholen, von daher absolut legitim wie dies versucht wird – da ja kein wirklicher Zwang dazu besteht sich ein neues Monster Kostüm zuzulegen.evolve
Die teils sehr harsche Kritik wäre sicherlich mehr gerechtfertigt gewesen hätte man einzelne Maps zum Preis von 6,99€ angeboten, welche somit auf kurz oder lang um die Abwechslung im Spiel zu erhalten notwendig gewesen wäre.

Man kann 2K natürlich vorwerfen das man die durch den Season Pass nachgereichten Jäger auch hätte direkt ins fertige Spiel einbinden können, allerdings sind diese Season Pässe mittlerweile sogar bei Hello Kitty spielen in Mode und werden offenbar von vielen aktiv genutzt und stellen somit eine lukrative Zusatzeinnahme für die Entwickler und Publisher dar, bei 2K besteht unserer Meinung sogar noch der Lichtblick das diese Einnahmen weiter in die Entwicklung von gratis Maps und Modis fließen.

Unser Fazit:

Evolve hält zu 90% was es im Vorfeld versprochen hat. Es bietet Spannung, Spaß und ein neues Spielerlebnis in Sachen Multiplayer Shooter. Die ersten Stunden haben einen wirklich mitgerissen und fasziniert, oftmals auch amüsiert was man sich im Sprachchat von den Gegnern so anhören konnte nachdem man sie in der Luft zerrissen hatte. Nach acht bis zehn Stunden spielen, stellte sich jedoch teilweise schon eine Art Routine ein, was Laufwege und Taktik anging. Hier hätte man eventuell noch etwas mehr auf die kleinen Feinheiten achten können, wie zum Beispiel das man bei einem Phasenwechsel des Monsters auch das Aussehen hätte mehr verändern können – eben eine großartige Evolutionsphase und nicht nur ein kleines kauern des Monster und wusch ist man Phase2.
Ebenso hat man auf manchen Karten den Eindruck, man sei vor zwei Minuten schon mal hier gewesen, obwohl man tatsächlich eine ganz andere Route eingeschlagen hat – manche Ecken der Karten ähneln sich einfach zu stark. In Gebäuden hätte man eventuell ein paar Details mehr reinpacken können, so ist der Raum unter der Trafostation karg und leer – eventuell ein netter Platz für ein paar Easter Eggs, leider Fehlanzeige.

Evolve fehlt noch der kleine gewisse Kick um es perfekt zu machen und den Spieler dauerhaft vor den Bildschirm zu fesseln, dennoch macht es mit Freunden einen Riesenspaß mit einer zufällig generierten Truppe artet es je nach Leistung jedoch sehr schnell in Frust aus.

Das Juwel der Spiel-Modis ist unserer Meinung nach der „Jagd“ Modus, die restlichen Modis wirken leider teilweise noch nicht ganz fertig, beziehungsweise von der Umsetzung her nicht so geraten wie sie eventuell geplant waren. Sollte es einen Nachfolger Titel geben hoffen wir das man sich dort nochmals zum Brainstorming trifft und die Ideen auch wirklich so, mit dem im Jagd Modus vorkommenden Spielprinzip kombiniert, dann hätte man sicherlich mehr Lust darauf die Überlebenden zu retten, so wie es jetzt ist jedoch leider nicht.

Sieht man von der DLC Politik mal ab, welche sich im Endeffekt gar nicht so schlimm aufs Spiel auswirkt wie es dargestellt wird, ist Evolve ein Massetauglicher Shooter der für lustige Spielstunden sorgen kann.
Wir können Evolve definitiv weiterempfehlen, da es eine Neuerung im Shooter Bereich ist und fetzige Runden eigentlich immer garantiert sind, wer allerdings auf eine spannende Story hofft der sollte sich im klaren sein das diese zum Großteil im Multiplayer während den Gesprächen zwischen den Jägern erzählt wird. Hier empfiehlt es sich genauer hinzuhören und die Storyhappen zu verwerten.

Lohnenswert für alle Evolve Spieler ist die Companion App. Aktive Spieler können via dieser Ihre Jäger mit zusätzlichen Bonis für Ihre Fähigkeiten aufwerten, was vor allem zu beginn des Spiels einen guten Push gibt. Die App ist für alle gängigen Smartphones in den jeweiligen Stores gratis zu finden.

 

Evolve bewertung

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2 thoughts on “Evolve Review – Kann der mehrfache Preisträger überzeugen ?”

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