Dying Light Review – Größe ist nicht alles

Auf der gamescom 2014 in Köln, hatte ps4info das erste Mal die Gelegenheit Dying Light zu spielen und schnell wurde klar, dieses Spiel wird es nicht nach Deutschland schaffen und eine angepasste Version wird es schwer haben. Die angepasste Version wurde zudem auch abgelehnt.Dying Light Screenshot 6
Viel wurde über Dying Light berichtet, zu diesem Thema gab es auf ps4info viele News, ein mittlerer Hype hatte sich um das Spiel entwickelt, doch was ist dran?
Ist Dying Light das Zombie-Spiel schlechthin, funktioniert der Mix von Parkour Laufen und metzeln und natürlich einer großen Spielwelt? Dies klären wir in dieser Review.
Handlung
In einem schönen kurzen Render-Intro wird uns in den ersten Minuten von Dying Light näher gebracht, dass es in der fiktiven Stadt Harran in der Türkei einen Zombieausbruch gab. Unser Held Kyle Crane (Undercover-Agent ) ist mit einer Transportmaschine zu dieser Stadt unterwegs, um dort einen vermissten hochrangigen Offizier aufzuspüren, per Fallschirm angekommen läuft alles schief was schief laufen kann, man wird sofort von Zombies angegriffen (wer hätte das in einer Zombie verseuchten Stadt gedacht) und es ist kein großer Spoiler, von einem Zombie gebissen. Doch andere Überlebende retten unser alter Ego Kyle Crane vor der Zerfleischung.Dying Light Screenshot 4
Angekommen im Tower, die Zuflucht der anderen Überlebenden, nimmt die Geschichte ihren laufen. In den ersten Minuten der Story fühlen wir uns Reingeworfen in die Geschichte, es ist schon teilweise sehr seltsam was für ein Vertrauen uns andere Überlebende nach wenigen Minuten entgegenbringen, als wäre man jahrelang Freunde oder wie man heute sagt Bros.
Die Story ist an sich sehr dünn und nicht wirklich fesselnd oder spannend, da hilft auch die Doppel Moral oder auch die Tatsache nicht aus, dass unser Held zu Anfang nicht das ist was er vorgibt. Im Laufe der Geschichte trifft man auf einige Nebencharaktere, diese sind von langweilig bis amüsant einzuordnen, eine wirkliche Charakterbildung kommt allerdings bei uns nicht auf, das Gefühl des Austauschbaren, kommt für unser Befinden zu stark auf.
Bei einem Titel wie Dying Light erwartet man natürlich keine Hollywood-Story oder ?
Wer sich von Nebenaufgaben ablenken lässt, kann locker 20 bis 30 Stunden in Harran verbringen, dies ist eine Sache die uns gefallen hat, besonders die spontanen Ereignisse, die man von anderen Spielen, aktuell FarCry 4 kennt, sind eine willkommende Abwechslung, allerdings könnte dies auch nach einer längeren Zeit leicht langweilig werden.Dying Light Screenshot 1
Gelungen bei Dying Light ist die Möglichkeit euren Protagonisten immer weiter aufzurüsten und somit immer effektiver im Kampf und oder von der Bewegung, Ausdauer zu werden.

Gameplay
Nun kommen wir zum interessantesten Punkt, wie ist die Steuerung, wie ist die technische Umsetzung, hat es Techland geholfen mit Schauspieler, Stunt Coordinator David Belle zusammenzuarbeiten? Nun dies können wir nur bedingt beantworten, es war sicherlich sehr hilfreich.Dying Light Screenshot 2
Parkour-Systems in der Egoperspektive kennen wir ja schon, doch dies technisch für die Konsole gut umzusetzen bzw. es so hin zu bekommen das man sich wohl fühlt, ist sicherlich nicht einfach.
Dying Light bekommt dies gut hin, das Parkour-System funktioniert in der Handhabung gut. Unser Held Kyle Crane springt meistens dahin wohin wir in haben wollen, da kann sich Ubisoft mal eine Scheibe abscheiden ;).
Doch die Nahkämpfe sind sehr trostlos und durch die geringe Waffenauswahl die sich dazu schnell abnutzen, kommt bald eine gewisse Unmotivation auf.Dying Light Screenshot 5
Wir finden die Waffen nutzen sich zu schnell ab, warum soll ich als Spieler besondere Items mit einer Waffen verbinden die nach gefühlt 5 Schlägen kaputt ist und warum ist ein Elite-Agent so schnell außer Atem, so dass wir nicht mehr kämpfen können? Das sich Waffen abnutzen finden wir an sich sehr gut, so werden wir gezwungen Ersatz zu suchen, ein gewisses Überlebens- Feeling kommt auf, dennoch hätte man hier die Abnutzung etwas besser anpassen können.
Um mehr Spannung künstlich aufzubauen? Wir glauben, das hätte man anders Regeln können. Die geringe Waffenauswahl Nahkampfwaffen-Fernwaffen ist an sich gut und nicht so albern wie bei anderen Zombies Spielen, dies begrüßen wir sehr. Doch wir haben das Gefühl in den Kämpfen immer dasselbe zu machen und das drückt die Stimmung, Dying Light schafft es kaum Kämpfe mit Spannungen zu füllen.
Zum Thema möchten wir gleich sagen, Dying Light ist kein Survival-Spiel wie DayZ, wo absoluter Ressourcenmangel herrscht, dafür gibt es zu viele Materialen im Spiel, die es zu finden gibt und so kann ohne große Probleme gecraftet werden.
Das Crafting-System funktioniert hier simpel und leicht.
Aus Mullbinden und Alkohol wird im Handwerksmenü ein Medikit, per Doppelklick erstellt ihr Brandsätze und Böller usw. Das Inventar ist schmucklos, aber erfüllt seinen Zweck.

Grafik
Dying Light sieht Grafisch gut aus ist aber bei Weitem kein Grafik-Kracher.
Das Spiel setzt auf einen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel. Sobald die Sonne untergeht wird es auf den Straßen, der begehbaren Spielgebiete von Dying Light, ungemütlich. Sogenannte Schattenjäger treiben dann auch ihr Unwesen im wahrsten Sinne des Wortes, diese Gegnerklasse hat es in sich und erinnert sehr stark an die Wesen von Blade 2. Dying Light Screenshot 7Aber besonders Nachts haben wir das Gefühl hier haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben und es kommt zum ersten Mal Grusel-Feeling auf, wenn wir mit unserer Taschenlampe in der Hand die Welt erkunden bzw. eher um unser Leben laufen, da Nachts Dying Light einfach fast schon ein anderes Spiel ist. Gefühlt 100% mehr Zombies sowie Abarten von Zombies tummeln sich auf den dunklen Straßen, das hat uns sehr gefallen, doch Tagsüber wurden uns bestimmte Sachen bewusst.

Tagsüber fielen uns einige Grafik-Fehler auf, die Schatten- oder Lichtprobleme sowie Partikelfehler, aber dies lässt sich bekanntlich durch Patches beheben, allerdings müssen wir hier klar sagen, bitte Techland spart euch nächstes mal die Unterwasser Welt, doch nun kommen wir doch zum wir finden größten Stimmungskiller, den Zombies, denn diese sehen so aus als stammen diese aus einer Clone-Fabrik, besonders die Normalen Zombies scheinen nur aus 3-5 Modellen zu bestehen. Dies finden wir sehr bedauerlich, da hätte man mehr draus machen können. Auch die (nennen wir sie besondere Zombies) besonderen Zombies tauchen viel zu wenig auf, was an sich auch gut ist, wenn man der Klassische Zombie Fan ist. Die Weitsicht im Spiel ist ein klarer Pluspunkt und zu wissen, fast alles was man sieht kann man erreichen, trägt zu einem guten Gefühl bei.

Sound
Die Deutsche Sprachausgabe ist ok, nicht mehr, teilweise haben wir das Gefühl wir sind hier in einem B Movie gelandet, was allerdings nichts schlechtes heißen muss, dennoch müssen wir hier klar empfehlen, spielt Dying Light auf English denn dieses ist um einiges stimmungsvoller.dying light review
Die Soundkulisse ist mit der richtigen Hardware zu Hause gut, die Zombies lassen sich gut hören, hin und wieder hört man Schreie wo man sich denkt, ach der arme Teufel.

Multiplayer

Dying Light wirbt damit sei auch der Zombie.

Neben der Solokampagne bietet Dying Light auch eine Reihe von Multiplayer-Möglichkeiten. Bis zu vier Spieler können die Story Seite an Seite im Koop-Modus erleben. Die Koop-Partner spielen alle denselben Charakter, es gibt lediglich optische Unterschiede.
Mit Freunden oder Fremden durch die Stadt zu laufen und Quest abzuschließen oder einfach seinen Unwesen zu treiben ist die klare Stärke des Spiels, denn dieses macht einfach Spaß. Es gibt auch die Möglichkeit als Zombies (Schattenjäger) anderen Spielern auf zu lauern doch dies konnten wir noch nicht testen. Aber der Koop-Modus macht Spaß und das nicht zu knapp.

Unser Fazit
Ist Dying Light das was uns versprochen wurde? Die Antwort ist ja.
Ist Dying Light das Beste Zombie-Spiel? Diese Frage muss jeder für sich beantworten, wir von ps4info sagen nein.
Dying Light macht vieles richtig, aber auch vieles nicht. Der Mix von Überleben, Parkour Laufen und den restlichen Sachen funktionieren sehr gut, besonders der Open World Aspekt.dying light test
Der Koop Modus ist super gemacht und sorgt für eine Menge Spaß, aber warum hat man auf teilweise lieblose Protagonisten gesetzt oder warum sehen die Zombies alles gleich aus und wo bleibt die Abwechslung?
Keine Frage: Dying Light ist brutal und gehört nicht in Kinderhände. Aber es wäre jetzt unfair, Techlands Dying Light auf diesen einen Aspekt zu minimieren.
2015 ist noch ein Junges Jahr und Dying Light hat einen guten Startschuss geliefert und wir sind sehr gespannt wie Dead Island 2 werden wird.dying light test

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5 thoughts on “Dying Light Review – Größe ist nicht alles”

  1. Apropos DLCs, der vollen umfang werd ich nur mit nem AT Account nutzen können oder ? Über meinen werd ich ja nichts beziehen können

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