Crytek – Entwickler trennt sich von den meisten Studios

Vor wenigen Minuten hat Crytek ein offizielles Statement zur persönlichen Zukunft veröffentlicht. In diesem heißt es unter anderem, dass man sich von den meisten Studios trennen wird.

Der deutsche Entwickler führt eine umfangreiche Umstrukturierung durch. Unter anderem möchte man sich künftig auf den Kerninhalt fokussieren. Das heißt folglich, der Fokus der zukünftigen Arbeit liegt auf Premium-IPs. Dazu zählt zweifellos die CryEngine. Aus diesem Grund werden externe Unternehmen weiterhin mit entsprechenden Updates versorgt. Gleichzeitig bedeutet dieser Schritt, dass man sich von unzähligen Studios trennen wird.

Laut dem Statement werden lediglich die Studios in Frankfurt am Main und in Kiew übrigbleiben. Von den restlichen fünf, darunter in Seoul und Istanbul, wird man sich trennen. Crytek betont jedoch, einen weichen Übergang für die Mitarbeiter durchzuführen und somit für eine sichere Zukunft zu sorgen. Ob jedes Studio von anderen Unternehmen übernommen wird, nannte man jedoch nicht. Crytek Mitgründer Avni Yerli äußerte sich wie folgt.

“Derartige Veränderungen zu durchlaufen ist uns nicht leicht gefallen und wir möchten uns aufrichtig bei jedem einzelnen gegenwärtigen und ehemaligen Crytek-Mitarbeiter für ihre harte Arbeit und Treue zu Crytek bedanken. Diese Veränderungen sind ein Teil von mehreren essentiellen Schritten, die wir gehen um sicher zu stellen, dass Crytek ein gesundes und gut aufgestelltes Studio für die Zukunft ist, das hochtalentierte Entwickler beschäftigt und fördert. Die genauen Gründe hierfür wurden bereits lange und im Voraus allen Mitarbeitern kommuniziert. Unser Fokus liegt von nun an ausschließlich auf unseren Kernkompetenzen, die Crytek seit Beginn definieren: hochtalentierte Mitarbeiter, Technologien auf höchstem internationalen Niveau und innovative Spieleentwicklung. Wir glauben fest daran, dass wir aus diesem herausfordernden Prozess als agileres und wachstumsfähigeres Unternehmen hervorgehen: Aufgestellt für eine erfolgreiche Zukunft.”

Das fünftgrößte deutsche Studio für Videospiele hat erst kürzlich den Titel „Robinson The Journey“ für PlayStation VR veröffentlicht. Hinzu gesellt sich mit „The Climb“ ein weiteres Projekt für die Virtual Reality, das in diesem Jahr auf den Markt gekommen ist. Für äußerst hohe Einnahmen sollten die beiden Videospiele jedoch nicht gesorgt haben. Crytek verdient sein Geld ohnehin hauptsächlich mit der hauseigenen CryEngine. Von knapp 70 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2014 machte sie den größten Anteil aus. Über 49 Millionen Euro stammten aus der Vermarktung der CryEngine.

 



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