Battlefield 1 – DICE trifft den Nerv der Zeit

Nun ist es endlich offiziell. Das kommende „Battlefield“ wird nicht auf die Bezeichnung „Battlefield 5“ hören, sondern auf „Battlefield 1“ und spielt tatsächlich zur Zeit des Ersten Weltkrieges. Damit treffen die Entwickler den Nerv der Zeit und bieten den Spielern, was sie sich wünschen. Ein guter Shooter ohne Zukunftsszenario.

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Gestern um 22 Uhr enthüllte Publisher Electronic Arts zusammen mit Entwickler DICE offiziell die Zukunft der hauseigenen Videospiel-Reihe „Battlefield“. Nachdem die Verantwortlichen die Vergangenheit Revue passieren lassen haben, fand die langersehnte Enthüllung des diesjährigen Ablegers statt. Hierfür kam ein actionreicher Trailer zum Einsatz, der trotz einer überschaubaren Länge von 1 Minute und 19 Sekunden mit unzähligen Szenen aufwarten kann, von denen die Community scheinbar überzeugt ist. Immerhin sprechen die Bewertungen des Videos auf YouTube eine klare Meinung.

Während man beim Konkurrenten Activision mit „Call of Duty: Infinite Warfare“ weiter auf ein Zukunftsszenario setzt und sich somit gezielt gegen die Wünsche vieler Spieler stellt, wie eine extrem hohe Anzahl an Dislikes beim offiziellen Trailer entsprechend widerspiegelt, macht Electronic Arts dieses Mal alles richtig und siedelt seinen kommenden Shooter im Ersten Weltkrieg an. Auf diese Weise kommt man nicht nur dem Verlangen der Community nach, man wagt sich außerdem in ein bisher recht unberührtes Setting vor. Immerhin setzten viele Entwickler in der Vergangenheit eher auf den Zweiten Weltkrieg. Doch genau dieser Umstand erweist sich als entscheidender Vorteil für die Entwickler, denn es gibt keine vergleichbaren Titel, sodass man einen großen Handlungsspielraum besitzt und neue Maßstäbe erst schafft. Selbstverständlich gibt es auch Videospiele, die im Zeitraum von 1914 bis 1918 spielen. Ob diese aber wirklich mit einer Marke wie „Battlefield“ mithalten können, wagen wir zu bezweifeln. Natürlich sorgt Konkurrenz in vielen Fällen dafür, dass ein Endprodukt eine deutlich bessere Qualität aufweist, doch ein erneuter Blick in die Vergangenheit zeigt sehr gut, dass es Entwickler DICE versteht, wie man einen guten Shooter abliefert. Entsprechend brauchen wir nicht befürchten, dass man letztendlich einen 0815-Titel erhält.

Leichtes Spiel bei der Umsetzung wird man aber dennoch nicht haben. Immerhin bietet das Setting deutlich weniger Möglichkeiten als Schauplätze in der Gegenwart. Beispielsweise die Auswahl an möglichen Waffen ist deutlich überschaubarer, da man einfach historisch korrekt bleiben muss beziehungsweise bleiben sollte. Doch zum Glück könnte das dazu führen, dass besonders die Anpassungsmöglichkeiten bei weitem umfangreicher ausfallen als wir es bisher von der Reihe kennen. Offiziell angekündigt wurden Waffenmodifikationen schon mal. Dass das auch ein Wunsch der Spieler ist, zeigen mehrere Umfragen, die in den letzten Tagen durch verschiedene Internetseiten durchgeführt wurden. Ein entsprechendes Feature findet sich nämlich stets recht weit oben wieder, wenn es darum geht, was sich die Spieler wünschen würden. Und sind wir mal ehrlich, ein derartiges Feature würde im kommenden „Battlefield“ tatsächlich auch Sinn ergeben. Wir sind zwar auch der Meinung, dass ein guter Shooter kein Waffenarsenal bestehend aus Hunderten Schießeisen benötigt, dennoch ist ein System, in dem man die einzelnen Waffen erst durch fleißiges Spielen freischalten muss und danach durch Mods verbessern kann, äußerst interessant und vielversprechend. Darüber hinaus kann man aus Sicht der Entwickler die Spieler hiermit langfristig beschäftigen und somit auch binden.

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Selbstverständlich brauchen die Spieler nicht befürchten, dass sie am Ende des Tages lediglich zwischen zwei Waffen wählen können. Denn auch im Ersten Weltkrieg gab es bereits verschiedene Waffentypen. So darf man sich als selbsternannter Soldat weiterhin über Gewehre, Maschinengewehre, Pistolen und auch Scharfschützengewehre freuen. Um darüber hinaus für mehr Vielfalt zu sorgen, haben die Entwickler bereits ein neues Nahkampfsystem angekündigt, das nicht nur deutlich dynamischer als bisher ausfallen soll, sondern auch weitere Waffen wie beispielsweise Messer, Bajonette und sogar Streitkolben bereithält. Aufbauend auf diesen Umstand liegt die Vermutung nah, dass viele Mehrspieler-Karten recht verwinkelt sein werden, um einfach eine gelungene Balance zwischen Fern- und Nahkämpfer zu gewährleisten. Folglich wird das gesamte Gameplay-Feeling wahrscheinlich anders ausfallen als man es bis dato von „Battlefield“ kennt. Ist das nun schlimm? Wir meinen nein! Immerhin bringt man so neuen Schwung in die Videospiel-Reihe.

Ob der Erste Weltkrieg sich aber tatsächlich als einen klugen Schachzug erweist, ist eine Frage, die man ausgiebig diskutieren könnte. Immerhin zeigen die angesprochenen Umfragen nicht nur, dass ein Zukunftsszenario mehr als ausgelutscht ist, sondern machen auch deutlich, dass sich die Spieler eher den Zweiten Weltkrieg gewünscht hätten. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass sich ein Großteil der allgemeinen Gamer-Szenen gern an die alten Zeiten erinnert. Zeiten, in denen viele Videospiele eben in der Zeit von 1939 bis 1945 angesiedelt waren. Für die Zeitspanne davor fehlt einfach die Erfahrung, sodass man natürlich etwas skeptisch ist. Ob diese Zweifel begründet sind, kann man wohl erst herausfinden, wenn „Battlefield 1“ auf den Markt kommt. Doch der erste offizielle Trailer verdeutlicht unserer Meinung nach sehr gut, dass hier wieder etwas Großes auf uns zukommen wird. Etwas, das definitiv genügend Action für die Spieler bereithält. Behilflich hierbei wird auch die Verknüpfung von Infanterie- und Fahrzeugkämpfen sein, was in der Vergangenheit bereits ein effektives Element war und zweifellos auch einen Schlüssel zum Erfolg darstellt. So verwundert es eigentlich nicht, dass dieses Feature auch in „Battlefield 1“ zum Einsatz kommen wird. Interessant ist allerdings die Umsetzung. Denn fest steht, Hubschrauber als Fortbewegungsmittel fallen weg und anstatt Düsenjets werden die Spieler auf historische Doppeldecker zurückgreifen. Ähnliches trifft auf gepanzerte Fahrzeuge zu. Wie bereits am Anfang dieses Artikels angedeutet, bietet der Erste Weltkrieg einfach nicht genug Möglichkeiten, um einen vielfältigen Fuhrpark zu präsentieren. Als Entschädigung, wenn man es so ansehen möchte, sind die verfügbaren Panzer alle unterschiedlich, bringen Vor- und Nachteile je nach Modell mit, was das Gameplay maßgeblich beeinflussen soll. Das ist natürlich eine Neuerung, jedoch eine eher kleine.

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Wesentlich interessanter sind da schon die Pferde, die eine wichtige Rolle spielen sollen. Scheinbar dürfen wir als Reiter mit einem Schwert bewaffnet auf die Soldaten mit Gewehren losgehen. Für den einen oder anderen Spieler mag das sicherlich etwas komisch klingen, doch tatsächlich ist das historisch korrekt. Derartige Aufeinandertreffen gab es damals wirklich. Es stellt sich also vielmehr die Frage, ob eine entsprechende Balance vorhanden ist. Immerhin sollte man meinen, dass ein Gewehrschütze über einen erheblichen Vorteil im direkten Vergleich mit einem Schwertkämpfer verfügt. Da der Reiter aber eine bei Weitem höhere Geschwindigkeit aufweist, die man in den Überlegungen nicht vernachlässigen sollte, könnten die Gefechte recht ausgeglichen sein. Auch das im Rahmen der Enthüllung angesprochene Giftgas könnte für neuen Schwung im Gameplay sorgen. Dieses scheint nämlich aufzutauchen – ob zufällig oder durch Spieler verursacht, ist aktuell ungewiss – und beeinflusst die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld.

Auch wenn wir versuchen, bis zum endgültigen Release neutral zu bleiben, müssen wir einfach sagen: Wir freuen uns riesig auf „Battlefield 1“! Und auch wenn zweifellos nicht jeder mit dem Ersten Weltkrieg als Setting zufrieden sein wird, loben wir die Entwickler dafür. Sie haben einfach den Mut, etwas Neues auszuprobieren! Aus diesem Grund sind wir auch sehr gespannt, welche Details man in den kommenden Monaten enthüllen wird und natürlich sind wir auch gespannt, wie gut das Spiel im Endeffekt sein wird.

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8 thoughts on “Battlefield 1 – DICE trifft den Nerv der Zeit”

  1. wessen Nerv und welche Zeit? Wer sind die Spieler die so alten kram zocken wollen? Ich bin sehr enttäuscht, da mir persönlich Gegenwart, oder zukunft besser gefallen. ( Geschichte war schon in der schule langweilig)
    ich werde warten und wenn das echt nur so alter kram wird, ohne modernes Gerät wird dies ebend der zweite Teil nach bf4 den ich mir nicht holen n werde.
    bleib die Hoffnung bei bc3

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