Was wurde eigentlich aus… Tom Clancy’s The Division?

In den vergangenen Jahren und Monaten gab es einige Spiele, die schon im Vorfeld als potenzielle “Game of the Year”- Anwärter gehandelt wurden und dann aus verschiedenen Gründen schnell in der Versenkung verschwanden. Dazu gehört unter anderem Tom Clancy’s The Division von Ubisoft Massive.

Was wurde eigentlich aus… Tom Clancy's The Division?

Als das erste Gameplaymaterial des MMO-Shooters Tom Clancy’s The Division gezeigt wurde, war der Hype in der Gaming-Szene kaum zu bändigen. Ein postapokalyptisches, wundervoll designtes New York, vier Spieler Koop-Trupps, Raid-Instanzen und eine sehr abwechslungsreich gestaltete Story ließen schon vor Release die Spielerherzen höher schlagen. Doch schon kurz nach Veröffentlichung stellte sich die große Ernüchterung ein. Warum der ambitionierte Titel so schnell in die Bedeutungslosigkeit rutschte und wie es um den Titel heute steht, erfahrt ihr jetzt.

New York hätte so schön sein können

Der Wind weht eisig durch die verschneiten Straßen, während die Sonne gerade aufgeht. Wir schnüren unsere Stiefel, packen den Rucksack voll mit Equipment und starten zu unserer Mission: unseren Widersachern den Garaus machen. In The Division spielen wir einen Agenten der „Division“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, nach einem verheerenden und modifizierten Pockenvirus die verbliebene Bevölkerung vor Mord und Plünderei zu beschützen. Durch ein Level- und Gearsystem steigen wir stetig auf und verbessern unsre Ausrüstung, um den immer stärker werdenden Gegnern alleine oder mit drei weiteren Agenten die Stirn zu bieten. Dazu wurde mit eineWas wurde eigentlich aus… Tom Clancy's The Division?m optisch grandios nachgebildeten New York eine perfekte Kulisse für epische Schlachten geboten.

Was sich nach einer optimalen Grundlage für ein fast perfektes Spiel anhört, wurde schon früh nach Release in Frage gestellt: Unzählige Bugs, ein schlechtes Lootsystem und fehlender (End-)Content ließen The Division schon früh in die Kritik geraten. Dies zeigte sich vor allem in rapide sinkenden Spielerzahlen sowie extrem vielen Negativbewertungen auf Steam und und anderen Onlineportalen. Waren zu Release noch ca. 2,1 Millionen Spieler pro Tag in den virtuellen Straßen New Yorks unterwegs, konnten wenige Wochen später nur noch etwa 140.000 verzeichnet werden. Als dann auch noch die ersten zusätzlichen Inhalte, wie die raidähnliche Instanz „Falcon Lost“ komplett floppten, entwickelte sich The Division zu einer festen Größe in den Negativschlagzeilen.

Auch wir von PlayStationinfo konnten den damaligen Zustand nicht nachvollziehen und widmeten uns dem Abstieg in die Mittelmäßigkeit genauer. So dümpelte der MMO-Shooter immer weiter vor sich hin. Selbst neue Content-Updates wurden von der Community eher hämisch kommentiert und ließ letztendlich das erste Jahr der Erscheinung zu einem regelrechten Fiasko für die Entwickler rund um Ubisoft Massive werden.

Was wurde eigentlich aus… Tom Clancy's The Division?

Stetiger Aufwind im zweiten Jahr

Während das erste Jahr einen deutlichen Imageschaden zur Folge hatte, konnte sich The Division im Verlauf des zweiten Jahres wieder verbessern. Stetige Anpassungen der Spielbalance, konstanter Nachschub an spielbaren Inhalten, die auch von der Qualität her deutlich ausgefeilter wirkten, und regelmäßige Community-Events sorgten für eine deutliche Belebung der Spielerfahrung. Besonders mit der ersten großen Erweiterung “der Untergrund” wurde die Wende eingeleitet. Hier begeben wir uns in die U-Bahn Schächte der Metropole, um in zufällig generierten Arealen unseren Kampf gegen Die Rikers, Cleaners und Co. fortzuführen. Zusätzlich fanden spezielle Ausrüstungssets ihren Weg ins Spiel, welche dem “Lootgrinden” wieder Sinnhaftigkeit verliehen.

Ebenso wurde auf das Feedback der Spielerbasis gehört, in dem die Entwickler einige Core-Gamer zu sich einluden, um gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten. Weiter wurde  die Spielwelt im PvE-Modus komplett überarbeitet, dass beispielsweise mehr NPCs  eingefügt und damit die Welt mit mehr Leben gefüllt wurde. Außerdem können wir mittlerweile den sogenannten „Weltrang“ verändern. Je höher der Weltrang eingestellt wird, desto stärker sind unsere Widersacher und umso besser wird der gefundene Loot. Damit ist die normale Spielwelt auch nach Erreichen des Maximallevels immer wieder eine spaßige Herausforderung.

Die Veränderungen wurden von der Community zunehmend mehr honoriert und sorgten zwischenzeitlich für eine auffällige Zunahme der Spielerzahlen. Spätestens als der “Survival.Modus” eingeführt wurde, der den Überlebenskampf nochmals um auf eine neue Stufe hob, war die positive Entwicklung auch bei dem letzten Kritiker nicht mehr zu übersehen. Hier müssen wir in einem separaten Areal dem Schneesturm und der damit zusammenhängenden Kälte trotzen, indem wir Ausrüstungsteile suchen müssen, die uns wärmen, um damit immer besser auf Ausrüstungssuche zu gehen und mit dem besten Loot zu verschwinden. Dazu wurde die Dark-Zone (die PvP-Area des Titels) von Grund auf überarbeitet und an das Ausrüstungslevel des eigenen Charakters angepasst, um die Chancengleichheit in den Feuergefechten zu gewährleisten. Diese doch sehr zahlreichen Änderungen sorgten dafür, dass The Division auch auf Plattformen wie Twitch und Youtube phasenweise wieder an die (positive) Popularität zu Release anknüpfen konnte, wenn auch in viel geringerem Ausmaße.

Wie steht es um The Division heute?

Pünktlich zum zweijährigen Jubiläum am 8. März kann The Division einen positiven Trend verzeichnen. Schon seit einigen Wochen ist die Spielerzahl um fast 400% gestiegen (wir berichteten). Diese Entwicklung ließ den Shooter auch in den Steamcharts wieder einige Plätze nach oben klettern. Auch auf der Streamingplattform Twitch lässt sich ein positiver Trend entdecken. Hier ist The Division regelmäßiger in den Top 50 der beliebtesten Spiele zu finden. Auch wir haben uns wieder in die Straßen New Yorks gewagt, um einen eigenen Eindruck zum Zustand des einst so ambitionierten Titels zu bekommen. Dabei konnten wir feststellen, dass man endlich das Gefühl hat, ein stimmiges und vor allem fertiges Spiel zu spielen und durch den endlich vorhandenen Content regelmäßig beschäftigt zu sein.

Was wurde eigentlich aus… Tom Clancy's The Division?

Diese Entwicklung ging natürlich nicht an Ubisoft vorbei, die mit zahlreichen Special-Events diese positive Entwicklung weiter fördern möchten. Jüngst wurde passend zum bevorstehenden Jubiläum je ein  wöchentliches Global-Event vom 1. Bis zum 29. März angekündigt. Damit möchten sich die Entwickler für das „wertvolle Feedback und [die] Unterstützung [der Community] bedanken.“

Wer bereits den Controller beiseitegelegt hatte oder gar auf den Kauf von The Division ganz verzichtet hat, denen können wir den (erneuten) Blick auf New York nur empfehlen, zumal der Titel mittlerweile für unter 30 Euro zu erwerben ist. Wir hatten in unseren jüngsten Streifzügen wieder eine Menge Spaß und werden auch weiterhin den einen oder anderen Abstecher an den Big Apple unternehmen.

The Division ist bereits seit dem 8. März 2016 für die gängigen Plattformen erhältlich – also für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One. Nachdem das Update 1.4 die Spieler mit zufriedenstellenden Verbesserungen versorgt hat, ist die Community recht positiv gegenüber dem Titel eingestellt. Auch die folgenden Updates konnten diesen Trend größtenteils fortsetzen. Wie sich zeigt, wird der Titel auch in Zukunft weiter unterstützt. Unseren Test zum Spiel findet ihr übrigens hier.

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Produktbeschreibung des Herstellers

Wir leben in einer komplexen Welt. Je weiter der Fortschritt uns trägt, desto anfälliger wird das System. Wir haben ein Kartenhaus errichtet. Zieht man nur eine Karte heraus, fällt alles in sich zusammen.

Black Friday – Eine verheerende Pandemie fegt über New York City hinweg. Die Basisversorgung der Stadt fällt nach und nach aus. Bereits nach wenigen Tagen ohne Nahrung und Wasser verfällt die Gesellschaft in Chaos. Die eigenständige Spezialeinheit The Division ist alarmiert. Die Agenten führen nach außen hin ein ganz gewöhnliches Leben, wurden aber dazu ausgebildet, unabhängig zu operieren und die Menschheit zu retten.

Wenn die Gesellschaft kollabiert, beginnt die Mission der Spieler.

Tom Clancy’s The Division spielt in New York City, drei Wochen nachdem die Stadt am Black Friday von einer tödlichen Pandemie befallen wurde. Nach nur wenigen Tagen ohne Nahrung löst sich die Gesellschaft in Chaos auf. The Division, eine geheime Einheit unabhängiger taktischer Agenten, wird mit der Direktive 51 aktiviert. Die Agenten von The Division leben unauffällig mitten unter uns, aber sind ausgebildet, unabhängig von offiziellen Befehlen zur Tat zu schreiten. Wenn alles zusammenbricht, beginnt ihre Mission.

The Division – Nur noch kurz New York retten (Review)

Im realistisch angelegten Tom Clancy’s-Universum können Spieler die charakteristischen Straßen und Wahrzeichen des Big Apples erkunden, die nun von plündernden Clans heimgesucht werden, bereit alles zu tun um zu überleben. Vom Central Park, dem U-Bahn-System bis hin zur Freiheitsstatue – nirgendwo ist man mehr sicher. Spieler erkunden New York online in einer sich ständig verändernden und offenen Spielwelt. Um in dieser bestehen zu können, ist es essentiell, die Welt zu erforschen, zu kämpfen und seinen Charakter durch Rollenspielelemente weiterzuentwickeln.

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13 thoughts on “Was wurde eigentlich aus… Tom Clancy’s The Division?”

    1. Stephan Elstner Haben wir ja im Grunde, es gibt ja noch einen Vorgänger. Aber allgemein , dieser Artikel ist der Start einer Reihe, an die wir gearbeitet haben und arbeiten, wo wir mehre Spiele durch gehen, es wird dazu auch was Video technisches geben, für die lese faulen :p

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