Neues EU-Urheberrecht – Nutzer kämpfen weiter für Netzfreiheit

Am 20. Juni stimmte das EU Parlament für eine Reform des Urheberrechts, die Upload-Filter, Leistungsschutzrecht und ein mögliches Ende für Memes mit sich bringt. Da die Folgen uns alle betreffen, sollte man die Halbzeit des WM-Spieles Deutschland Schweden nutzen, um sich zu informieren.

Neues EU-Urheberrecht - Nutzer kämpfen weiter für Netzfreiheit - Deutschland Schweden

Eine Anpassung des Urheberrechts ist zwingend notwendig. Schließlich liegt die letzte bereits 17 Jahre zurück. Und wenn man nun überlegt, wie sich das Internet seit 2001 verändert hat, versteht man hoffentlich die Notwendigkeit. Dennoch ist der aktuelle Weg alles andere als ideal. Die wichtigste netzpolitische Organisation der Welt, Electronic Frontier Foundation, warnt vor einer Krise des Internets. Bekannte Personen wie der Erfinder des World Wide Webs Tim Berners-Lee sprechen von Zensur. Und in sozialen Netzwerken wie pr0gramm kämpfen die Nutzer seit Tagen für ihre geliebten Memes und ebenfalls gegen eine Zensurmaschine. So wurde unter anderem eine deutschlandweite Flyer-Verteilung organisiert.

Um zu verstehen, welche Folgen das neue Urheberrecht nach sich ziehen wird, reicht die Halbzeit im Spiel Deutschland Schweden keinesfalls aus. Dennoch empfiehlt es sich, etwas genauer hinzuschauen. Das Problem hierbei: Gesetze sind oftmals sehr komplex und nicht auf Anhieb verständlich.

Upload-Filter

Völlig neu sind Upload-Filter nicht. Insbesondere die großen Netzwerke nutzen sie. Facebook entfernt auf diese Weise Bilder mit nackten Menschen und YouTube unternimmt etwas gegen duplizierte Fernsehinhalte. Der geplante Filter soll jedoch für das gesamte europäische Internet gelten und sorgt dafür, dass jede Plattform fortan prüfen muss, welche Inhalte ihre Nutzer hochladen. Facebook, YouTube und Co. müssten die bestehenden Filter sogar verschärfen. Mehrere EU Abgeordnete sind der Ansicht, dass es sich hierbei um eine Einschränkung der Meinungsfreiheit handelt.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Leistungsschutzrecht

Neues EU-Urheberrecht - Nutzer kämpfen weiter für Netzfreiheit - Deutschland Schweden
Einer von zahlreichen Flyer, die pr0gramm Nutzer in den letzten Tagen verteilt haben.

Dieser Bereich der Reform hat insbesondere mit großen Verlagen einflussreiche Unterstützer. Das liegt vor allem daran, dass das Leistungsschutzrecht vorsieht, dass Suchmaschinen künftig dafür bezahlen, die Artikel der Medienhäuser zu listen. Die Gegner des Urheberrechts haben den Verdacht, dass es hierbei nicht um den Schutz der Presse geht, sondern vielmehr darum, den deutschen Verlagen aus finanzieller Sicht einen Vorteil zu bieten. Ausführliche Informationen findet man auf der Seite von EU-Abgeordnete Julia Reda. Fragt man dagegen Axel Voss, ebenfalls Abgeordneter der EU und Befürworter des Urheberechts, habe er das Gefühl, dass ein Axel Springer Verlag nicht mehr auf Augenhöhe mit Google und Co. sei. Und genau daran müsse man etwas ändern.

Der Kampf geht weiter

Wer also die angesprochene Halbzeit im Spiel Deutschland Schweden nutzt und der Meinung ist, man müsse etwas dagegen unternehmen, kann beispielsweise Petitionen unterzeichnen. Die von SaveTheInternet ins Leben gerufene Petition erreicht in Kürze 500.000 Unterschriften. Auf ihrer Internetseite findet man obendrein viele Informationen zum Thema. Der Kampf gegen die geplante Reform spielt sich allerdings nicht nur im Internet ab. Morgen, also am Sonntag, den 24. Juni, findet in Berlin eine große Demonstration statt. Diese wurde unter anderem von der anfangs erwähnten Electronic Frontier Foundation ins Leben gerufen. Aber auch die Betreiber von pr0gramm leisten hierbei tatkräftige Unterstützung.

Auch YouTuber sind dagegen

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

 

Teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere