H1Z1 – Der alte (neue) Battle Royal König?

Bei der Marktüberflutung an Battle Royal Titeln ist der langersehnte Beta-Start von H1Z1- King of the Kill fast untergegangen. Dabei gehört H1Z1 zu den Urvätern des Battle Royal Prinzips. Wir haben uns den Titel einmal genau angeschaut und dabei auch die Unterschiede zu anderen Titeln wie Fortnite betrachtet.

Seit einigen Wochen ist nach langer Ankündigung die erste Beta-Phase zu H1Z1- King oft he Kill auf der PlayStation 4 gestartet. Der  zuvor nur auf dem PC-spielbare Battle Royal Ableger zählt dabei zu den Urvätern diese Spielprinzips und gilt derzeit als interessante (Konsolen)Alternative zu Fortnite. Worin sich die beiden Ableger unterscheiden und wieso H1Z1 trotz seiner eher mauen Optik ein ernstzunehmender Konkurrent im Battle Royal Genre der PlayStation 4 ist, erfahrt ihr jetzt.

Was ist Battle Royal?

Battle Royal Spiele haben in den letzten beiden Jahren einen regelechten Hype entfacht. So ist es nicht verwunderlich, dass derzeit viele Spieleentwickler auf das beliebte Prinzip setzen. Wir starten  mit 99 anderen Spielern in ein Gebiet, in das wir ohne Waffen und Ausrüstung aus einem Flugzeug oder Helikopter springen, um entsprechende Hilfsmittel an zufälligen Orten auf der Karte zu finden und unsere Gegner auszuschalten. Dabei wird die spielbare Zone mit fortlaufender Spieldauer immer kleiner und damit Feuergefechte immer wahrscheinlicher und intensiver.  Als Gewinner gilt der letzte Überlebende  der Runde.

Das durchaus interessante Spielprinzip wird derzeit mit großer Begeisterung von der Spielergemeinde aufgenommen. Auch der Spieleindustrie ist diese Begeisterung nicht entgangen, was eine regelrechte Flut an Battle Royal Spielen zur Folge hatte. Ob Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG), Fortnite, Realm Royal oder die jüngst angekündigten Battle Royal Modi in Battlefield V und Call of Duty Black Ops 4 zeigen, dass der Spielmodus eine tragende Rolle in der Spieleentwicklung eingenommen hat. Doch wo lag der Ursprung des Hypes? Hierzu kann H1Z1- King of  the kill als erste richtig erfolgreiche Umsetzung betrachtet werdern. Dabei war H1Z1 zu Beginn noch alles andere als ein Battle Royal Spiel.

H1Z1 – Die Anfänge des Battle Royal

H1Z1 hat seinen Ursprung in seiner Early Access Veröffentlichung im Jahr 2015 durch das Entwicklerstudio Daybreak. Nach einer Zombieapokalypse werden wir in eine an die USA angelehnte Spielwelt entlassen und können entweder im PvE- oder PvP- Modus mit Freunden oder alleine durch die Wälder streifen, um uns den zahlreichen Zombies, Tieren oder anderen menschlichen Spielern zu stellen. Dazu suchen wir in der Welt nach Ausrüstung und können uns sogar einen Unterschlupf bauen. Demnach ist das Ur-Prinzip von H1Z1 ein Survival-MMO. Dabei war H1Z1 lange Zeit nur für den PC Verfügbar. Allerdings wurden schon früh Umsetzungen für die PlayStation und Xbox immer wieder thematisiert, jedoch stetig auf unbestimmte Zeit verschoben. Seit Februar 2018 hat H1Z1 nun den Early Access Status verlassen und weiter sogar eine Open-Beta des King oft he Kill-Modus (Battle Royal) seit dem 22. Mai 2018 auf der PlayStation 4 veröffentlicht. Dieser Entwickelte sich separat zum Survival Modus von H1Z1 und ist mittlerweile als eigenständiger Spielmodus getrennt zu erwerben.

Mit der Einführung von King oft he Kill erfuhr das Battle Royal Genre seine erste Erfolgswelle. Monatelang hielt sich H1Z1 hartnäckig in den Steamcharts sowie auf Twitch und Youtube  ganz oben in den Trends. Das zu dieser Zeit noch frische Spielprinzip begeisterte mit seiner Spannung und Abwechslung in jeder Runde. Außerdem haben durch den Start ohne Ausrüstung auch schwächere Spieler gute Chancen auf den Sieg, in dem sie die gleiche Möglichkeit auf guten Loot haben, wie bessere Spieler. Hierbei zeigt insbesondere H1Z1, dass ein Spielprinzip deutlich mehr wert sein kann als eine schöne Grafik, denn  H1Z1 sind gelinde gesagt nicht wirklich schön aus. Dennoch gehört es auch weiterhin zu den erfolgreichsten Battle Royal Titeln und kann als Vorlage für die beiden beliebtesten Battle Royal Titel PUBG und Fortnite  gesehen werden.

Fortnite und PUBG – Das H1Z1 2.0?

Während die Anfangseuphorie um H1Z1 mit der Zeit immer mehr verebbte, sind es heutzutage längst andere Battle Royal Titel, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen. So lässt sich das von Bluehole entwickelte „Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG)“ nennen. Dabei sind die Ähnlichkeiten zwischen H1Z1 King oft the Kill und Pubg verblüffend. Beide Titel setzen auf eine eher realistische Darstellung der Spielwelt und auch das allgemeine Spieldesign ist nahezu gleich. Außerdem ist die Zielgruppe an Erwachsene, also Personen ab 18 Jahre gerichtet. Nicht nur aufgrund der zeitlichen Erscheinung beider Ableger lässt sich sagen, dass sich PUBG aus H1Z1 entwickelt hat, sondern auch in den einzelnen Mechaniken. H1Z1 hat beispielsweise kein richtiges Inventar, sondern organisiert den Waffenwechsel über eine Art „Waffenrad“ mit drei Slots. PUBG hingegen setzt auf ein richtiges Inventar mit Rucksackmanagement . Außerdem kann PUBG mit einer Waffenphysik (Ballistik) aufwarten, die den Flugverlauf unserer Geschosse beeinflusst. Diese Mechanik ist in H1Z1 ebenfalls nicht zu finden.

Der momentane Überflieger im Bereich der battle Royal Spiele stellt aber das von Epic Games entwickelte „Fortnite“ dar. Kaum ein Spiel wird derzeit so häufig gespielt und gestreamt wie der bunte und verrückte Battle Royal Modus. Der Erfolg lässt sich dabei sowohl auf H1Z1 wie auch neu hinzugefügte Spielelemente zurückführen. Fortnite bedient sich ebenfalls dem Grundprinzip des Battle Royal, welches mit H1Z1 so richtig eingeführt wurde. Darüber hinaus implementiert Epic Games das aus dem Kampagnenmodus bekannte Baufeature, in dem wir durch das Sammeln von Ressourcen überall auf der Karte eigene Gebäude hochziehen können, um uns in Feuergefechten zu schützen. Verpackt wird das Ganze in eine knallbunten Comicgrafik und mit einer Altersfreigabe von 12 Jahren. Zahlreiche Special-Events sowie die Einführung von Charakterskins und Emojis sorgen regelmäßig für neuen Content. Im Vergleich zu H1Z1 und PUBG zeigt die gewählte  Altersfreigabe, dass Fortnite eine viel größere Zielgruppe anspricht  und folglich auch von mehr Spielern gespielt wird.

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Somit lässt sich bei genauer Betrachtung festhalten, dass H1Z1 als Grundgerüst für zahlreiche Battle Royal dient und damit als „Urvater“ der Battle Royal Szene gesehen werden kann.

Der zweite Frühling auf der PS4?

H1Z1 hat in seinem geschichtlichen Verlauf also eine interessante Entwicklung vorgenommen. Vom einstigen reinen Survival MMO, das lediglich nur auf dem PC als Early Access verfügbar war, hin zu einem Survival Modus („just survive“) und dem allseits beliebten Battle Royal Modus („King oft he Kill“). Durch die ausgereifteren Konkurrenten wie Fortnite und PUBG ist H1Z1 allerdings zunehmend in der Versenkung verschwunden. Doch die jüngst gestartete Betaphase von H1Z1 King oft he Kill könnte für einen zweiten Frühling des Urvaters sorgen.

Da derzeit lediglich Fortnite als ernst zunehmender Battle Royal Titel auf der PlayStation 4 verfügbar ist, könnte H1Z1 eine Lücke für die Spieler schließen, die von Fortnites bunter Grafik und dem Baufeature genervt oder überfordert sind. Auch wenn H1Z1 im Vergleich etwas altbacken und hakelig wirkt, kann durch den Fokus auf ältere Spieler und dem eher erwachsenen Design  genau die Zielgruppe bedient werden, welche schon ewig ein Battle Royal auf der PlayStation 4 spielen wollte aber mangels Alternativen die spaßigen Gefechte verpasste. So könnte H1Z1- King oft he Kill zumindest auf der PlayStation 4 wieder den Battle Royal Thron zurückerobern und damit der alte (neue) Battle Royal König werden.

H1Z1 Update kommt heute und 7 Millionen Spieler auf PS4 erreicht

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3 thoughts on “H1Z1 – Der alte (neue) Battle Royal König?”

  1. Finde es genauso langweilig wie alle anderen BR Spiele, habe mir einige Std auf Twitch angeguckt um zusehen ob sich meine Meinung zu diesen System ändert, aber da gibt es ein ganz klares Nein !
    Was ich so langweilig finde an diesen ganzen System ist, man wird ohne alles auf eine Karte geworfen, sammelt Waffen, dann gibt es je nach können oder Glück, ein bis sechs (Habe bisher nie mehr gesehen) feuergefechte und das war es auch schon, mir fehlt da einfach Spannung und auch sonst so einiges was einen echten Shooter aus macht, was den Survival Modus ausgeht konnte ich mir keine Meinung machen da ich keinen gefunden habe der diesen spielt !

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