Frag Nart überlegt – Was ist aus Far Cry geworden?

Wer erinnert sich nicht gerne an die ersten Teile von Far Cry, in denen wir ballernd Bösewichte auf Inseln gejagt haben? Einfach atemberaubende Settings mit dem Feeling von Urlaub, Sommer, Strand und Palmen. Doch ist die Serie noch das, was sie einst war?

Frag Nart überlegt - Was ist aus Far Cry geworden?

Erinnerungen sind tückisch. Zum einen lassen sie uns im Optimalfall positiv an die Vergangenheit denken, zum anderen legen sie die Grundlage für unsere persönliche Bewertung fest. Es kommt häufig vor, dass ein neuer Ableger nicht an das Feeling seiner Vorgänger herankommt, obwohl er technisch verfeinert ist und mit spannenden Features überzeugt. Letztendlich ist es ohnehin rein subjektiv, ob uns ein Videospiel gefällt oder nicht. Dennoch möchte ich zusammen mit euch überlegen, was aus der bekannten Marke Far Cry aus dem Hause Ubisoft geworden ist.

Im 5. Teil der Serie werden wir in das beinahe idyllische Hope County geschickt. Dieser Landstrich entspricht dem amerikanischen Stereotyp von bewaldeter Einöde. USA Flaggen an jeder Ecke und eine Auswahl von fiktiven Produkten, die vermutlich genau in dieser Form in jedem x-beliebigen New Yorker Supermarkt stehen könnten.

Einerseits war die Inselatmosphäre für mich persönlich maßgeblich für das gesamte Feeling von Far Cry, andererseits war es aber nicht nur das. Vielmehr hat mich beispielsweise der Bösewicht Vaas fasziniert, der Far Cry im dritten Teil ein Gesicht und seinen speziellen Charakter gegeben hat. Far Cry 3 war für mich bislang das Highlight der Serie und auch viele anderen Spieler scheinen diese Einstellung mit mir zu teilen. Kann der fünfte Teil da überhaupt mithalten?

Frag Nart überlegt - Was ist aus Far Cry geworden?

Schaut man auf die Spielmechanik und den Storyverlauf, bekommt man grundsätzlich altbekanntes serviert. Nicht besonders innovativ, aber es funktioniert. Was bei anderen Spielen einen Nachteil darstellen könnte, ist hier doch eher positiv. Man weiß bereits im Vorfeld, worauf man sich einlässt. Mein Hauptaugenmerk liegt deshalb auf dem amerikanischen Setting und Joseph Seed, dem Anführer von Edens Gate und unserem Gegenspieler in Far Cry 5.

Ich bin der Meinung, dass Ubisoft mit dem aktuellen Ableger in Hope County alles richtig gemacht hat. Sind wir doch mal ehrlich! Inseln sind mittlerweile zu abgenutzt, um sie uns nochmal als neu verkaufen zu können. Auch wenn die damaligen Erlebnisse in tropischen Gewässern zauberhaft waren, musste dringend etwas Neues her. Das kleine Experiment Far Cry Primal lassen wir an dieser Stelle einfach mal außen vor. Ein extrem amerikanisches Setting hingegen ist mal wirklich etwas Neues und natürlich auch sehr polarisierend. Und genau das hat Far Cry auf jeden Fall gebraucht – einen neuen Anstrich. Die Sektenthematik ist heute zeitlich relevant. Ubisoft spricht damit eine selten offen angesprochene Sache an und übt insgeheim noch Gesellschaftskritik aus. Denn wir werden erleben, dass sich Anhänger von Edens Gate ziemlich gerne und leicht führen lassen. Vielleicht lernen wir daraus ja mal wieder etwas.

Joseph Seed ist ein sehr charismatischer Psychopath. Einfach perfekt um eine Sekte zu führen und sich selbst als Auserwählten zu bezeichnen. Eine ernsthafte Konkurrenz für Vaas stellt er nicht dar, doch gelungen ist er auf jeden Fall. Gerade gegen Ende zeigt sich sein Wahnsinn in vollen Zügen. Zusammenfassend ist er ein gelungener Widersacher.

Far Cry 5 ist definitiv das Spiel, was wir damals schon kennen und lieben gelernt haben. Ubisoft präsentiert uns ein bekanntes Grundkonzept, jedoch mit dem nötigen Neuanstrich, den ein weiteres Inselabenteuer uns nicht gegeben hätte. Der Kampf für Gerechtigkeit in Hope County ist sehr stimmungsvoll umgesetzt und auch Far Cry 5 ist im Kern noch „unser“ Far Cry. Große Innovationen bleiben zwar weitgehend aus, doch es fühlt sich einfach immer noch richtig an. Ein wenig als würde man nach langer Zeit wieder nach Hause kommen. Ubisoft hat damit viel richtig gemacht und den richtigen Weg gewählt. Die bekannte Serie bleibt spannend und wirkt keineswegs ausgelutscht. Und genau aus diesem Grund bin ich bereits gespannt, was als nächstes auf uns zukommt. Lust auf ein neues Abenteuer habe ich allemal – im Moment werde ich mit dem aktuellen Ableger aber noch ausreichend Beschäftigung finden.

Euer Frag Nart!

 

Anmerkung der Redaktion:

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag vom YouTuber Frag Nart, auf dessen Kanal ihr Tipps, Tricks, Guides, Infos und klassische Gameplay-Videos zu Far Cry 5 finden könnt. Solltet ihr noch unsicher sein, ob sich der Kauf des Open World Abenteuers aus dem Hause Ubisoft lohnt, können wir euch unsere Review empfehlen. In dieser gehen wir von PlayStationInfo genauer auf die Features ein und präsentieren euch zudem ein aussagekräftiges Fazit inklusive Wertung.

Der Titel ist übrigens seit dem 27. März 2018 für die gängigen Plattformen im Handel erhältlich. Ihr könnt zwischen einer Version für den PC, für die PlayStation 4 oder Xbox One wählen. Besitzer einer Nintendo Switch gehen leer aus. Des Weiteren steht Far Cry 5 in verschiedenen Editionen zur Auswahl bereit, die mit verschiedenen Inhalten überzeugen sollen.

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2 thoughts on “Frag Nart überlegt – Was ist aus Far Cry geworden?”

  1. Ubisoft ist ein feiger Haufen. Es ist leicht christenartige Extremisten zu zaubern, wo man weiß das diese einem keine Bombe vor das Entwicklerstudio legen. Ich glaube kaum das man sich mit dem IS getraut hätte. Charlie Hepdo lässt grüßen…

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