Fallout 76 – Nach anfänglicher Skepsis habt ihr mich überzeugt

Die großen Pressekonferenzen der diesjährigen E3 sind vorbei und wir haben die Flut an Neuigkeiten überlebt. Nun können wir alles in Ruhe auf uns wirken lassen und erstmals richtig verarbeiten. Für mich steht eine Tatsache bereits fest: Bethesda hat mich nach anfänglichen Zweifeln doch von Fallout 76 überzeugt.

Fallout 76 - Ihr habt mich doch überzeugt

Rekapitulieren wir die letzten Tage. Am 30. Mai kündigten die Verantwortlichen von Bethesda einen brandneuen Ableger der bekannten Fallout Reihe an. Nach Fallout 4 folgt allerdings nicht Fallout 5. Stattdessen schmückt eine 76 den Namen des kommenden Rollenspiels. Für einen kurzen Augenblick sorgte dies zwar für Verwirrung, die aber blitzschnell durch Vorfreude verdrängt wurde, nur um kurz danach in Enttäuschung überzugehen. Nach der offiziellen Ankündigungen tauchten nämlich Gerüchte auf, laut denen das Rollenspiel etwas Neues einführen wird. Einen Multiplayer.

Die Möglichkeit, plötzlich mit mehreren Spielern in einer Welt unterwegs zu sein, die man bislang nur allein erkunden konnte, klingt zunächst vielversprechend. Vor allem weil dieser Schritt für neuen Schwung sorgt. Und eben solchen Schwung wünsche ich mir häufig von etablierten Videospielreihen, die regelmäßig neue Titel auf den Markt werfen. Ich würde an dieser Stelle zwar nicht von einer Innovation sprechen, Gefallen müsste ich aber dennoch daran finden. Jedoch war dies nicht der Fall. Ich bin nämlich nicht nur ein Fan von neuen Mechaniken, Features etc., ich liebe auch Singleplayer. Gerade diese werden gefühlt immer seltener und Bethesda war bisher ein gelungener Anlaufpunkt, um diese Liebe ausleben zu können. Und wenn Fallout plötzlich droht, sich in einen Multiplayer-Titel zu verwandeln, kommen bei mir Bedenken auf. Ich befürchtet zudem, dass der Einzelspieler-Part deutlich den Kürzeren ziehen wird.

Fallout 76 - Ihr habt mich doch überzeugt

E3 lässt aufatmen

Ich ging also mit gemischten Gefühlen in die E3 und die Pressekonferenz von Bethesda sorgte im Vorfeld tatsächlich eher für ein weinendes anstatt für ein lachendes Auge. Dass wir Fallout 76 zu Gesicht bekommen, wurde bereits Tage vor der Messe angekündigt. Dann ging es endlich los und was war mein Fazit im Nachhinein? Man konnte mich überzeugen. Selbstverständlich muss sich erst noch zeigen, wie gut das neue Abenteuer im postapokalyptischen Ödland werden wird. Aktuell sieht aber alles sehr gut aus. Der Titel scheint nämlich genauso Story-fokussiert zu sein, wie andere Videospiele von Bethesda. Aus diesem Grund wird der Multiplayer wahrscheinlich eher eine alternative Möglichkeit darstellen, sich dem Kampf ums Überleben zu stellen. Fest steht jedoch, das Zusammenspielen steht im Fokus.

Wie Todd Howard im Rahmen der Konferenz verraten hat, wird das Survival-Spiel komplett online stattfinden. In einer riesigen Welt, die viermal größer als die aus Fallout 4 sein soll, ist jeder Vault-Bewohner ein anderer Spieler. Die Verantwortlichen haben sich aber bewusst dazu entschieden, die Zahl an echten Mitstreitern auf einige Dutzend zu beschränken. Wie viele das im Detail sind, können wir euch aktuell nicht sagen. Aber wie bereits gesagt, kann man Fallout 76 auch allein genießen. Nicht nur dieser Fakt sorgte bei mir augenblicklich für Begeisterung, auch die Größe der Spielwelt zauberte mir ein dickes Grinsen ins Gesicht. Hinzu kommen weiter Details, die uns Bethesda verraten hat.

Bauen wo man will

Joop. Man kann jederzeit und überall damit beginnen, sich einen Unterschlupf zu errichten. Was in Fallout 4 noch an bestimmte Bereiche geknüpft war, eröffnet in Fallout 76 völlig neue Möglichkeiten. Von zentraler Bedeutung ist die tragbare Bauplattform C.A.M.P., die den beschriebenen Sachverhalt ermöglicht. Nicht nur im Rahmen der Präsentation, sondern auch auf Twitter betont man die neue Bau-Freiheit.

Auch wenn ich bereits weiß, dass ich Fallout 76 ganz entspannt allein erleben werden, schaue ich sicherlich das ein oder andere Mal im Multiplayer vorbei. In solchen Momenten werde ich dann unter anderem die Atomraketensilos unter die Lupe nehmen. Laut den Verantwortlichen von Bethesda lassen sich diese nutzen, um die Basis anderer Spieler zu vernichten. Der Zugang muss natürlich erkämpft werden. Als Belohnung wartet ein großes Feuerwerk auf uns. Klingt durchaus interessant und vielversprechend.

Für den Moment sieht es also gut für Fallout 76 aus. Die Skepsis ist aber nicht  vollständig verschwunden. Ich lehne den Titel nicht mehr vollständig ab und bin bereit mich darauf einzulassen. Im nächsten Schritt brauche ich mehr Details. Somit heißt es nun warten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die Thematik entwickeln wird und ob ich mir den Titel zulegen werde. Das neueste Abenteuer erscheint am 14. November für PC, PlayStation 4 und Xbox One.

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