Die Zukunft der Lootboxen

Heutzutage ist das Thema Lootboxen in aller Munde. Spätestens nach dem Debakel um Battlefront 2 stehen Lootboxen stark in der Kritik. Der Sinn dieses Geschäftsmodel ist natürlich klar. Ein Vollpreisspiel kann so im Nachhinein um einiges lukrativer für die Publisher werden, da sie zusätzliche Einnahmen generieren können.

Lootboxen oder auch Mikro -Transaktionen sind optionale Goodies die man oft mit Echtgeld kaufen und freischalten kann. Die Möglichkeit diese mit ingame Währung zu kaufen besteht aber auch. Anzutreffen sind Lootboxen zum großen Teil in Online- oder Handy-Games und auch bei einigen Singleplayer-Spielen ohne wirkliche Online-Komponente z.B. Assassins Creed Origins oder Mordors Schatten – Schatten des Krieges. Bei Free-to-Play Titeln oder Handy-Games wird dieses Geschäftsmodell oft genutzt um die Entwicklung selbst zu finanzieren, da diese Titel oft kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Der Inhalt der Lootboxen ist sehr variabel. Es gibt z.B. kosmetische Items, Zeitersparnisse um den Spiel Fortschritt zu beschleunigen oder auch Spielvorteile. Vor allem die Pay-to-Win Thematik steht stark in der Kritik, da Spieler, die kein Geld ausgeben wollen bei diesen Spielen oft keine Chance haben. Auch die Ungewissheit über den Inhalt und der evtl. Handel mit Lootboxen, die wertvollen Inhalt bieten, ist kritisch zu sehen.

Neu ist diese Thematik natürlich nicht, Sammelkartenspiele haben Boosterpacks eingeführt und im Grunde ist das auch eine Lootbox. Jedoch nimmt das Thema immer größere Formen an.

Die Glückspiel-Thematik

Nun haben sich auch zwei europäische Länder eingeschaltet um die Lootbox-Mechanik zu Prüfen und diese womöglich als Glücksspiel zu kennzeichnen. Bei den Ländern handelt es sich um die Niederlande und Belgien. Beide Länder haben eine Gaming-Kommission eingeschaltet, die Video-Spiele überprüft. Bei den Spielen handelte es sich um Battlefront 2, Counter Strike Globel Offensive, Overwatch und Fifa 18.

Drei der vier Games wurde demnach als Glücksspiel eingestuft, da diese das Glücksspielgesetz verletzen. Battlefront 2 fällt jedoch nicht ins Glücksspiel, da EA in der Zeit der Überprüfung die Lootboxen aus dem Spiel genommen hat. In abgeschwächter Form sind diese aber wieder im Spiel zurück.

Das Gesetz soll vor süchtig machenden Systemen und illegalem Glücksspiel schützen. Vor allem weil ein Großteil der Spieler Kinder und Jugendliche sind, fanden diese Überprüfungen statt. Die Länder fordern die Entwickler auf, die Mikro-Transaktionen aus dem Spiel zu nehmen oder ihnen drohen heftige Strafen. Im Bericht der belgischen Kommission ist die Rede von 800.000 Euro Bußgeld und Haftstrafen von bis zu 5 Jahren. Bei Beteiligung von Minderjährigen können die Strafen auch noch höher ausfallen. Belgien will nun erstmal in den Dialog mit den Publishern und Entwicklern treten um eine Lösung zu finden.

Das Thema nimmt also immer ernstere Züge an und es ist nur eine Frage der Zeit bis die deutschen Behörden auch einschreiten. Noch werden Lootboxen in Deutschland nicht als illegal angesehen und es wären auch erstmal nur Einzelfallentscheidungen und keine Verallgemeinerung.

Was haltet Ihr von der Thematik?

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2 thoughts on “Die Zukunft der Lootboxen”

  1. Bei Fifa z.B. artet es langsam aus. Die ursprünglichen Modi liegen brach – nur noch FUT wird optimiert. Ja, der Modus macht Spaß. Aber mir ist unbegreiflich, warum immer noch keine Online-Karriere zu zweit möglich ist. Das ging schon bei ~NHL 96 mit Disketten. Bringt halt nix ein. Lieber vorher komplett bezahlen und wissen, was man hat. Von mir aus noch Add-On’s für Erweiterungen. Aber weg mit dem In-Game für Vollpreis-Titel.

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