Der Weg zum professioneller E-Sport Gamer

Der Weg zum professioneller E-Sport Gamer

Tetris, Pong oder Pac-Man – früher waren Computerspiele zum Spaß und Zeitvertreib gedacht. Längst aber lässt sich das Spielen nicht mehr nur in diese Schubladen stecken. Mittlerweile verdienen viele Gamer mit dem täglichen Spielen vor der Konsole ihren Lebensunterhalt.

Auf sogenannten E-Sport Veranstaltungen spielen sie in weltweit organisierten Video-Spielwettkämpfen wie Major League Gaming (MLG), The International Data 2 Championship oder Intel Extreme Masters um Preisgelder, angefeuert von ihren Fans. Von den Millionen Onlinespielern, die bei Starcraft, Halo oder League of Legendes World Championship um Trophäen kämpfen, gibt es aber nur ein paar erstklassige Gamer weltweit, die dank Sponsoren, Turniersiegen und Teamgehältern jedes Jahr einen sechsstelligen Umsatz erwirtschaften und damit auf Augenhöhe mit den besten Fußballtalenten stehen. Die folgenden Schritte können helfen, selbst einmal zur Gaming Elite der Online-Turniere zu gehören.

Das Skillset eines Pro-Gamers

Wie man das Spielgenre wählt, das einem am besten liegt

Nachdem man eine Weile verschiedene Spiele ausprobiert hat, kann man gut abwägen, in welchem Genre man am besten ist. Wer ein gutes Verständnis für Sportstrategien hat, der sollte sich an Sportspielen wie FIFA ausprobieren. Wer gut darin ist, ein ruhiges Händchen beim Spielen zu behalten, für den können Spiele wie Ultra Street Fighter IV und Ultimate Marvel Vs. Capcom 3 in Frage kommen. Wer gut in Sachen Micro-Management von mehreren Einheiten auf dem Bildschirm ist und eine strategische Denkweise hat, der sollte ein RTS (real-time strategies) wie Starcraft 2 spielen oder mit mehreren Spielern ein MOBA (multiplayer online battle arenas) wie League of Legends, DOTA 2 und Heroes of the Storm spielen. Für Menschen mit einem Willen zum Sieg eignet sich ein FPS (first-person shooters) wie Counter-Strike, Call of Duty und Overwatch. Bis man „sein” Spiel gefunden hat heißt es: ausprobieren. Hat man das Spiel gefunden, in dem man wirklich gut ist, heißt es üben und seine Reputation als gekonnter Einzelgamer sowie als Teamplayer aufbauen. Services wie Xbox Live eignen sich sehr gut zum Üben und – bei Bedarf rund um die Uhr – gegen andere erfahrene Spieler anzutreten. Man sollte allerdings wählerisch sein, gegen wen man spielen will. Denn mit der Herausforderung wächst der Ansporn.

Eigene Taktiken und Techniken entwickeln

Die besten Taktiken anderer Spieler studieren, jede Menge Spielzüge lernen und verlieren können – darauf basiert letztendlich die eigene Spieltaktik und Technik. Man kann online eine Vielzahl verschiedener Informationen wie YouTube Tutorials oder Artikel über diverse Taktiken, Strategien oder Techniken finden, die zukünftigen Pro-Gamern bei der Entwicklung ihrer Technik helfen. Je mehr Wissen man über die diversen Aspekte eines Spieles hat, desto besser wird man darin. Eine weitere wichtige Quelle, um sich Wissen in Sachen Spieltaktiken anzueignen, sind professionelle Turniere und Spiele, die man online anschauen kann. Am besten man sucht nach erst kürzlich aufgenommenen Material und legt seinen Fokus auf die Top-Gamer weltweit und ihre Strategien. Denn, gerade wenn man erst am Beginn seiner Gamer Karriere ist, ist es wichtig, sich Taktiken auf höchstem Niveau von den besten Spielern zunächst durchzuschauen, und anschließend anzueignen.

 

So viel wie möglich üben

Es liegt auf der Hand – von nichts kommt nichts. Denn selbst wenn man in einem Spiel, das man liebt, gut ist, reicht es nicht aus, nur eine Stunde am Tag zu spielen. Die Pro-Gamer des E-Sports spielen rund sechs bis acht Stunden minimum am Tag und auch in der Nacht, da Spieler in verschiedenen Zeitzonen leben.  Die besten Spieler haben einen straff organisierten Zeitplan, denn nur so können sie besser werden. Dabei ist es wichtig, mit Leuten zu spielen, die besser sind als man selbst, denn nur so kann man als Gamer wachsen. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass nicht jeder, der täglich trainiert, zum Pro-Gamer wird – eben einer großen Menge an Disziplin gehört Talent einfach dazu.

Einem guten Team beitreten

Sobald man sein Können unter Beweis gestellt und sich ein gewisses Ansehen als ernstzunehmende Konkurrenz im E-Sport erspielt hat, sollte man sich ein passendes Team suchen – gerade dann, wenn man plant in einem Team Spiele zu bestreiten. Ist man besonders gut, findet das Team einen sehr wahrscheinlich ganz ohne irgendein Zutun. Selbst wenn man als Singleplayer Spiele bestreitet ist es wichtig, mit anderen Spielern in Kontakt zu treten, die bereit sind, einem beim Auf- und Ausbau der eigenen Fähigkeiten zur Seite stehen. Zudem hilft ein Team dabei, fachspezifische Kommunikationsfähigkeiten und seine Teamfähigkeit weiterzuentwickeln. Zudem ist es immer eine wertvolle Erfahrung, Teil eines Teams zu sein. Chatprogramme wie Discord, Teamspeak oder auch Skype eignen sich bestens, um über Strategien und Taktiken mit anderen Spielern zu diskutieren.

 

An Online Turnieren teilnehmen

Wenn man gut genug ist, als Singleplayer oder im Team zu spielen, kann man seine ersten Turniere bestreiten. Dabei gilt: Seine Fähigkeiten in so vielen online und örtlichen Turnieren wie möglich zu testen. Auch LAN-Turniere sind eine gute Möglichkeit, sich auf dem Weg zum Pro-Gamer zu erproben. Man muss sich aber im Klaren sein, dass man nur in den Olymp der besten Spieler aufsteigt, wenn man auf Pro Circuit Level ein Spiel gewinnt. Denn während eines Live Events wie League of Legends World Championship, Intel Extreme Masters oder Heroes of the Dorm zu gewinnen bringt nicht nur Respekt und Anerkennung, sondern auch Geld. Letztendlich gilt: Jeder hat einmal klein angefangen. Von kleineren örtlichen Turnieren kann man viel lernen und seine Fähigkeiten nach und nach ausbauen, um in einer höheren Liga zu spielen. Mit viel Disziplin und Talent ist es durchaus möglich, zum Pro-Gamer aufzusteigen und damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

 

 

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1 thought on “Der Weg zum professioneller E-Sport Gamer”

  1. Sehr netter Beitrag!
    Es gehört wirklich verdammt viel Übung dazu, um von den Großen “erkannt” zu werden!

    Training, Training, Training! UND dran bleiben! :-)

    Ich bin jedoch auch der Meinung, dass besagtes “Talent” mit der Zeit mitkommen kann… Gibt natürlich Einzelfälle, Die dann gleich Alles beherrschen! Aber gibt auch Jene, die sich ihr Talent antrainieren! Grad weil Sie dran geblieben sind!

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