Batman Arkham City: Game of the Year Edition – Review

Es ist dunkel in Gotham City, nur ein Lichtstrahl erhellt die Nacht, ein Lichtstrahl mit einem Fledermaussymbol im inneren. Die Fähigkeiten von Batman werden wieder in Gotham City benötigt. Am 7. September 2012 veröffentlicht Warner Interactiv  die Game of the Year Edition zum Action-Hit “Batman Arkham City”. Das Spiel beinhaltet neben dem Hauptspiel auch die DLC’s und Charakter-Pakete Harley Quinns Revenge, Catwomen Paket, Robin Bundle-Paket und das Nightwing Bundle-Paket, ob sich der Kauf  der Game of the Year Edition lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Arkham City ist ein abgegrenzter Stadtteil, in dem alle möglichen Schwerverbrecher aus Gotham  City verfrachtet wurden, damit sie keinen Schaden mehr anrichten können. Unter anderem sind Joker, Bane und Harley Quinn in Arkham City. Wie wir wissen, wo der Joker ist, da gibt es immer Ärger. Auch die anderen Insassen verbunden sich und führen regelmäßig Straßenkämpfe. In Arkham City ist deswegen ständig krawall, zur selben Zeit finden mehrere Verbrechen statt. Natürlich kommt es aber noch schlimmer, denn in der Rolle von Bruce Wayne werden wir von Anstaltsleiter Hugo Strange in den abgesperrten Stadtteil voller Verbrecher, geworfen. Als Batman gekleidet, sorgt Bruce Wayne für Recht und Ordnung auf den Straßen.

Ein hartes Stück Arbeit

Harvey Two Face stellt sich uns als erster in den Weg.

Nachdem wir auf dem Dach des Ace Chemical Gebäudes unser Bat-Suit angelegt haben, wird sofort klar, dass das kein Spaziergang durch den Park wird. Wir bekommen eine Meldung, dass sich Two Face im Gerichtsgebäude befindet und Catwoman gefangen hält. Nach der erfolgreichen Rettungsaktion, klärt uns die nette Katzendame über die Situation in Arkham City auf. Wir müssen erfahren, dass Hugo Strange und der Joker sich miteinander verbündeten um sich an Jokers größten Widersacher, der ihn nach Arkham City gebracht hat, zu rächen. Wie ihr euch denken könnt, war Batman dieser Widersacher und bekommt dadurch nun ein doppeltes Problem.  Aber die Zwei bleiben nicht Batmans einzige Probleme, denn der Penguin, Harley Quinn und Raas Al Ghul stellen sich ihn ebenfalls in den Weg.

Kleine Stadt, sehr viel zu tun.

Eine gute Aussicht auf den belebten Stadtteil.

Zwar ist Arkham City nicht besonders groß, jedoch gibt es neben einer Vielzahl von Riddler-Rätseln auch noch einige Nebenmissionen zu erledigen. Der Riddler  hat in ganz Arkam City sogenannte Riddler-Rätsel hinterlegt, solltet ihr eines der Rätsel lösen, erhaltet ihr ein Riddler-Symbol, welches euch als eine Trophäe dient. Das Spiel beinhaltet, neben den bekannten Schurken wie der Joker,  jeden noch so unbekannten Schurke aus dem Batman Universum. Die Nebenmissionen sind interessant gestaltet und bieten eine gute Abwechslung zum Hauptspiel, zum Beispiel müssen wir mithilfe des Detektivmodus, den Einschlagsort einer Scharfschützenkugel aufsuchen um anschließend die Flugbahn virtuell rekonstruieren. Durch diese Fähigkeit können wir den Standort des Scharfschützen bestimmen, um so weitere Hinweise zum Fall zu bekommen. Aber auch abseits der vielen Nebenmissionen und Rätsel wirkt die eigentlich trostlose Stadt belebt. Überall hört man Gespräche von Insassen oder Hilferufe von Unschuldigen. Man bekommt oft Gespräche mit und erhält somit Randinformationen zum Szenario. Das Spiel ist sehr realistisch strukturiert, so wurde auch beachtet, dass wenn ein Ereignis in der Stadt geschieht, darüber gesprochen wird und auch Gerüchte verbreitet werden. Die Entwickler haben aufgrund der Atmosphärischen Details, der Stadt Leben eingehaucht, sodass der Spieler nicht direkt bemerkt, dass sich die Story nur in einer Nacht abspielt.

Keine netten Zeitgenossen

Mit Gadgets kommen wir heil aus einem Kreuzfeuer raus.

Da sich in Arkham City größtenteils Schwerverbrecher rumtreiben, kommt es nicht allzu häufig vor, dass wir mit Kaffee und Kuchen empfangen werden. Wie im Vorgänger werden wir schon ziemlich schnell in Kämpfe verwickelt. Dank dem soliden und flüssigen Kampfsystem, ist der offene Kampf gegen Schlägertypen kein allzu großes Problem für uns, da Batman anscheinend nahezu jede Kampfsportart beherrscht. Allerdings ist Batman auch nur ein Mensch und deshalb sollten wir uns vor Insassen mit Schusswaffen in Acht nehmen, denn es reichen schon 4-5 gute Treffer und wir liegen am Boden. Also  ist es empfehlenswert, sich zunächst einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Wie viele sind es? Welche davon sind bewaffnet? Welche stehen alleine? Diese Fragen sollte man gut durchdenken, bevor

Auch im Nahkampf haben die Insassen nichts zu Lachen.

man sich den Insassen stellt. Aber wenn man seinen Plan erst mal geschmiedet hat, sind die Gegner leicht zu besiegen. Man muss die Gadgets, die Batman zur Verfügung stehen, überlegt und vorausschauend einsetzen, denn die KI ist sehr schön im Spiel integriert worden, die Gegner merken sich die Angriffe und entwickeln passende Gegenmaßnahmen. Sollte es in jedweder Situation doch mal zu gefährlich werden, können wir mithilfe einiger Gadgets der Situation kurzzeitig entkommen.

Liebevolle Details

Auch wenn man das Spiel zu 100% abgeschlossen hat, kann man immer noch viele Details am Rande entdecken. Fans der Batman Comics werden sich wie im 7. Himmel fühlen, denn auch einige Orte aus eben diesen wurden in das Spiel einbezogen. Man freut sich immer wieder, wenn man einen Ort wiedererkennt, zum Beispiel gibt es eine Gasse in der noch eine Rose liegt, als Gedenken, für den Mord an den Eltern von Bruce Wayne.

Herausforderungen

Auch abseits der Story gibt es Ärger

Im Menü könnt ihr nicht nur die Story fortführen, sondern auch in den sogenannten Herausforderungsmodus wechseln, indem ihr euch sowohl offensiv als auch defensiv beweisen müsst. In jeder Herausforderung gibt es drei Riddler-Symbole zu gewinnen, dafür müssen bestimmte Aufgaben in den jeweiligen Leveln erfüllt werden. Auch Charakter-Biografien und 3D-Modelle der Figuren aus dem Spiel lassen sich im Menü nachlesen.

Grafik

Grafikfehler bremsen die Euphorie

Die Grafik in Batman Arkham City ist auf den ersten Blick wirklich ziemlich gut. Allerdings fallen einem beim genaueren hinsehen einige Mängel auf. Wenn wir uns zum Beispiel auf ein Dach fallen lassen, dauert es einige Sekunden bis die Texturen der Dachziegel scharf werden. Auch ein paar Schatten von Gebäuden sind etwas pixelig, aber alle negativen Punkte, macht die Atmosphäre wieder wett.

Sound

Die deutschen Synchronsprecher sind gut gewählt. Bruce Wayne, Alfred, Catwoman und sogar der Joker haben alle eine angemessen Stimme erhalten. Wenn wir gerade mal nicht in Gespräche verwickelt sind, lauschen wir dem Soundtrack. Dieser ist auch gut gewählt und verleiht der Stadt die verdiente dunkle Stimmung, allerdings wird der Soundtrack zugegebenermaßen nach ca. 6 Stunden Spielzeit etwas eintönig und man möchte mal was anderes hören.

Steuerung

Wenn man sich die ganzen Combos und Gadgets ansieht, bekommt der ein oder andere sicherlich Panik, es könnte zu Fingerverknotungen kommen, aber wir können euch versichern, dass die Steuerung gut ausgelegt ist und lediglich etwas Übung für die Combos erfordert. Die Combos sind von der Tastenbelegung her gut ausgelegt und es kommt daher nicht zu Verwirrung. Auch die Gadgets lassen sich per Knopfdruck auswählen und benutzen. Zwar muss man zunächst üben, um eine Combo präzise auszuführen, jedoch bedarf dies nicht viel Zeit.

Die zusätzlichen Add-Ons in Batman: Arkham City bieten weitere Spielstunden voller Spaß, Verzweiflung und Enttäuschung.

Catwoman-Pack – die Katze aus dem Sack

Selina Kyle, so der bürgerliche Name von Catwoman, ist bekannt für ihre diebischen Fähigkeiten. Kein Schloss, kein Diamant und vor allem keine Gegner sind vor ihr sicher. Die Beziehung zwischen Batman und Catwoman war früher nichts anderes als Held gegen Schurken. Mit der Zeit haben die beiden eine innige Beziehung hinter sich gehabt und helfen sich ab und an auch mal aus der Patsche. Wie der Name es schon sagt hat Catwoman ein großes Herz für Katzen. Mittlerweile lässt sie 19 Katzen bei sich leben.

Was erwartet uns mit dem Catwoman-Pack?

Diebstahl ist für die schwarze Katze ein Kinderspiel.

Parallel zu den Hauptmissionen von Batman erlebt Catwoman in Arkham City ihr persönliches Abenteuer. In vier Episoden muss Catwoman zwölf Missionen absolvieren, indem in jeder Episode neue Herausforderungen auf sie warten. Neben Batman könnt ihr euch auch mit der Katzendame frei durch Arkham City bewegen. Zudem gibt es zwei alternative Skins für Batman.

Fazit

Die Catwoman Episoden wurden gut und spannend aufgebaut. Die Verbindung zu Batmans Geschichte ist klasse inszeniert. Die kleine Konfrontation mit einer schwierigen Entscheidung ist ein netter Zusatzpunkt. Für den kleinen Aufpreis bietet das Catwoman-Pack neben einer Stunde mehr Spielzeit auch mehrere von Riddlers Trophäen, die auch noch mal paar Spielstunden mit sich bringen, die es aufzusuchen gilt.

Nightwing Bundle-Pack – der alte Freund

Dick Grayson, so der Name von Nightwing, war einst als „Boy Wonder“ Robin, neben Batman unterwegs. Mit der Zeit wurde er der Anführer der Teen Titans und letztendlich war er mehr als nur der Helfer von Batman. Als Nightwing übernahm er selbst die Verantwortung und machte die Straßen von Verbrecher sauber.

Was erwartet uns mit dem Nightwing Bundle-Pack?

Der spielbare Charakter wird euch in den akrobatischen Kampfstil entführen. Mit seiner Nahkampf-Kunst wird er auf allen Challenge Maps antreten können. Zusätzlich bietet das DLC zwei zusätzliche Challenge-Maps, die da wären: „Wayne Manor sowie „Main Hall“ und ein Nightwing Skin.

Fazit

Viele Neuerungen bringt das Bundle-Pack nicht. Die Designs der zusätzlichen Maps sind Standardkost, doch wer sich nach neuen Herausforderungen sehnt, der wird mit dem DLC nichts falsch machen. Kämpft euch mit dem einzigartigen Kampfstil von Nightwing bis an die Spitze der Bestenliste.

Robin Bundle-Pack – Freund und Helfer

Schon viele Personen haben die Rolle des Robins verkörpert. Der aktuelle ist Damian Wayne – Der Sohn von Bruce Wayne. Stets an der Seite von Batman gelten die beiden als das „dynamische Duo“. Doch auch alleine war Robin unterwegs und musste sich vielen Gegnern stellen.

Was erwartet uns mit dem Robin Bundle-Pack?

Wer sich das Spiel vorbestellt hatte, bekam den Robin-DLC für umsonst. Mit seiner eigenen Ausrüstung und Moves, dürft ihr ihn auf allen Challenge-Karten auswählen. Er selbst bringt zwei neue Challenge Maps mit: „Mask Hideout“ und „Freight Train Escape“. Zudem werden zwei alternative Robin Kostüme beigesteuert.

Fazit

Abgesehen von den neuen Challenges und den spielbaren Charakter unterscheiden sich die DLCs von Nighwing und Robin nicht wirklich. Für Fans sicherlich ein Muss, da Robin einfach zu Batman gehört. Die Maps sind recht ordentlich aufgebaut und verlangen das ein oder andere Können vom Spieler.

Mit dem Arkham City Skins-Pack wurden alle Pre-Order Kostüme auf einmal veröffentlicht. Nur zwei Wochen später kam es zum weiteren DLC. Die Vorbestellermaps „Iceberg Lounge“ und „Joker’s Carnival“ wurden veröffentlicht, zudem durfte man sich in der neuen Map „Batcave“ austoben.

Das aktuell neuste DLC bietet uns eine neue Geschichte. Harley Quinn, die langjährige Freundin von Joker, will sich an uns rächen.

Harley Quinn’s Revenge

Wer ist Harley?

Harley Quinn war eine ehrgeizige und schlaue Psychologin, die mit Auszeichnungen überschüttet wurde, als sie ihren Collegeabschluss erhielt. Leider war sie von einem besonderen Gegner von Batman fasziniert – Der Joker! Sie kam von ihm nicht mehr los und verliebte sich in seinen Charme. Mehrmals half ihr Harleen Quinzel, so ihr bürgerlicher Name, zur  Flucht aus Arkham Asylum, wo sie arbeitete. Irgendwann kam man ihr auf die Spur und entzog ihre Lizenz. Seitdem hat sie sich zu Harley Quinn unbenannt und gilt als die Geliebte vom Joker.

Was erwartet uns mit Harley Quinn’s Revenge?

Im zusätzlichen Szenario versucht sich die durchgedrehte Harley Quinn an Batman zu rächen. Dieser hat zuvor den Joker besiegt. Mit zwei bis drei Stunden Spielzeit wurde das DLC damals angekündigt und mehr gibt es wirklich nicht. Als kleine Neuerung dürft ihr, in zwei kurzen Abschnitten, mit Robin für Recht und Ordnung sorgen.

Fazit

Die Rache von Harley Quinn bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Die zusätzlichen Missionen bringen keinerlei Abwechslung und auch keine neuen Gebiete. Die Synchronsprecher sind, wie schon im Hauptspiel, erneut gut gewählt. Doch die Fortführung der Geschichte lässt einen faden Beigeschmack. Die Handlanger überraschen mit einem abgefahrenen Design, aber insgesamt bleibt Harley Quinn’s Rache nichts weiter als eine enttäuschende Sache.

Unser Held der Nacht!

Mit Batman Arkham City bekommen wir ein solides und dauerhaft spannendes Action-Spiel geliefert. Die Umsetzung von Hauptstory und Nebenmission ist schön gewählt und bietet einem somit,  gute 8 Stunden Spielspaß. Auch die Atmosphäre die sich dauerhaft über die trostlose Stadt legt, passt zum Szenario und lässt uns tiefer in das Spiel eintauchen. Was ebenfalls auffällt, selbst Nebencharaktere sind tiefgründig und erzählen ihre eigene Geschichte. Das Spiel ist sehr Detail genau und macht es dadurch zu einem guten Superhelden Spiel. Die DLCs sind für Fans des Batman Universums sicherlich eine tolle Sache, allerdings sind sie für alle anderen nur eine nette Dreingabe.

 

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