USK – Politikerin will Suchtpotential der Spiele in Bewertung einfließen lassen

Jedem deutschen Spieler wird sie bekannt sein. Ob man mit ihr gute oder schlechte Assoziationen verbindet, das soll an dieser Stelle jedem selber überlassen bleiben. Die Rede ist natürlich von der USK, die die Spiele für den deutschen Markt mit einer Altersfreigabe versieht. International ist die USK mit dem europäischen Gegenstück PEGI zu vergleichen, das in den meisten anderen europäischen Ländern die Freigaben regelt. Heute äußerte sich die Drogenbeauftragte des Bundestags, Mechthild Dyckmans, zur Arbeitsweise der USK und ihre Vorstellungen, wie das in Zukunft aussehen kann.

Dyckmans sieht dieses Thema als einen zentralen Punkt ihrere Arbeit im kommenden Jahr und will unter Einbezug von Expertenmeinungen klären, ob die Suchtgefahr als Faktor für die Bewertung der Spiele gelten soll. Spiele, die stark suchtgefährdet sind, sollen mit einer höhreren Altersfreigabe versehen werden, als es bisher der Fall war. Anstoß der Gedanken Dyckmans war eine Studie, die die Internetsucht der 14-64 jährigen Deutschen untersuchte. 1% dieser Zielgruppe gilt als süchtig. Neben den sozialen Netzwerken, wie Facebook sieht die Studie auch Online-Games als entscheidenden Faktor, der zu Onlineabhängikeit beiträgt. Dyckmann will Prävention betreiben, sowie Beratungsangebote zur Verfügung stellen. Möglicherweise wird also bereits zeitnah der Suchtfaktor ein oder möglicherweise auch der entscheidende Faktor bei Altersfreigaben in Deutschland werden. Damit würde das ohnehin schon strenge Bewertungssystem in Deutschland noch weiteres Kriterium erhalten, das die Altersfreigaben (sinnlos) in die Höhe treiben und im schlimmsten Fall mehr Indizierungen zur Folge habe würde.

Die genauen Folgen kann man sicherlich nicht absehen, dennoch würde die Möglichkeit bestehen, dass sich das komplette System verändern wird. Beispiel FIFA. Momentan ist FIFA in allen Varianten als “Ab 0 Jahren” freigegeben. Doch es ist so, dass viele Spieler den Onlinepart von FIFA jeden Tag mehrere Stunden spielen, um sich Online in ihrer Lieblingssportart zu messen. Sollte das als Suchtfaktor gelten, dürfen wir bei demnächst wohl höhere Freigaben erwarten. Wir sprechen wohl nicht nur für ps3info.de, wenn man das als mehr oder weniger lächerlich bezeichnet. Außerdem stellt sich die Frage, wie man die Suchtgefahr eines Spiels vor Release überhaupt bewerten will. Inwiefern sich diese Pläne in die Realität umsetzen lässt, wird die Zeit zeigen und man kann nur hoffen, dass Frau Dyckmans die richtigen Eyperten zu diesem Thema befragt.

Möglicherweise wird dieser Weg nicht unbedingt zur Beliebtheit der FDP-Politiker beitragen. Sonst ist es bald soweit und in Deutschland sind prozentual mehr Menschen von 14-64 Jahren Onlinesüchtig, als die FDP Prozentpunkte in Wahlen hat.

Wir halten euch weiterhin auf dem laufenden, was die Arbeit der USK und Zukunftspläne angeht.

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9 thoughts on “USK – Politikerin will Suchtpotential der Spiele in Bewertung einfließen lassen”

  1. ich find usk ziemlich sinnlos. wenn jemand ein spiel haben will, das nicht für sein alter bestimmt ist, bekommt er es auf anderem wege. gibt genug möglichkeiten sich games zu besorgen. online, durch erwachsene familienmitglieder / freunde etc. ergo: selbst wenn die fsk dann steigen wird trotzdem jeder irgendwie an das game kommen, das er/sie haben will.
    und mal ehrlich: woran macht man sucht aus? ist man schon süchtig, wenn man eine stunde am tag nach der arbeit zockt? wenn man am wochenende die hälfte der tage zockt? ist man süchtig, weil man sich wochenlang das gleiche game reinzieht?

  2. ich sag dazu nur wenn 11 jährige zocken bis nachts um 3 ist das nicht mehr normal !aber andere damit zu bestrafen und spiele nicht auf dem markt zu bringen ist scheiße. dadurch kaufen sich ja so viele die ausländischen spiele .also liebe eltern guckt mal wie lange eure kinder zocken ;D

  3. Okay, doch über mail ;P vwronnaxx@xxx.xxx wird euch dann bestimmt was sagen =D IK FREU MIR =DDDDDD Hab ich schon mal gesagt, dass ich euch super gern hab ;P

    Zurück zum Thema: @Lars Gamer seh ich auch so. Eltern sollten viel mehr drauf achten, was ihre Kiddies machen. Genau so muss aber auch in Geschäften drauf geachtet werden wie alt die Käufer sind. Was nicht immer gemacht wird.

  4. Das kommt doch auf den mensch an, ober er süchtig wird… z.B. Minecraft find ich soooooo zum kotzen und andere sitzen einen ganzen tag und länger an solchen games… Ich bleib da auch lieber bei den nicht deutschen versionen…

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