The Hunter – Call of the Wild Review – Auf auf ihr Hasen hört ihr nicht den Jäger blasen

Wie die Überschrift schon sagt, geht es im neuen Astragon Spiel „The Hunter – Call of the Wild“ diesmal nicht um das Leben als Farmer. Stattdessen sind wir als Jäger in einer VERDAMMT GROßEN Welt unterwegs und versuchen am Ende des Tages, die größte Beute mit nach Hause zu bringen. Was das Spiel kann, verraten wir in dieser Review.

The Hunter - Call of the Wild

Zunächst stellen sich ein paar Fragen. Kann ein derartiges Spielprinzip überhaupt auf der Konsole funktionieren? Wird es nicht schnell langweilig und öde? Und vor allem, bekommt man überhaupt etwas für sein Geld? Schließlich ist „The Hunter – Call of the Wild“ mit gerade einmal 39,99 Euro ein eher günstiges Spiel. Diese Fragen werden wir in den folgenden Zeilen für euch klären.

Okay, zugegeben waren wir doch schon sehr skeptisch, doch erneut hat uns Astragon bewiesen (wieder einmal), dass dies unbegründet war. Gleich in den ersten 10 Minuten des Spiels sagten wir uns: Okay, das sieht ja viel besser aus, das spielt sich viel besser als erwartet und verdammt, wie groß ist das Game eigentlich bzw. diese Welt? Wie wir nun nach über 16 Stunden an Spielzeit wissen… Sie ist richtig groß.

Story

Die Story von „The Hunter – Call of the Wild“ ist hier eher Beiwerk, aber dient dazu, das Prinzip dieses Spiels kennenzulernen und wichtige Punkte sowie Geld zu bekommen. Die Missionen erhalten wir per Nachricht auf unser Smartphone zugeschickt. Dazu sagt uns noch eine Stimme, was auf der Welt passiert und gibt ein wenig Hintergrundwissen. Dieses ist bedauerlicherweise in Englisch. Wir müssen uns also mit einem deutschen Untertitel zufrieden geben. Die Missionen sind von „Finde Spuren von Tier XYZ“ bis hin zu „Erlege Tier XYZ“ recht simpel gestrickt, erfüllen letztendlich aber ihren Zweck. Als Spieler kann man zudem aus mehreren Jägern wählen, von denen es einige gibt und jeder besitzt seine eigene Story. Aber wie bereits erwähnt, sind diese Geschichte eher Beiwerk.

The Hunter - Call of the Wild

Was uns außerdem sehr gefallen hat, ist die Tatsache, dass es in dieser Welt sogar etwas zu erkunden gibt. Man schleicht also durch die Gegend und trifft nicht nur auf Tiere, sondern auch auf die sogenannten Sehenswürdigkeiten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um eine Burg oder einen Bunker. Zusammenfassend warten eine Vielzahl an Orten darauf, von uns entdeckt zu werden. Des Weiteren gibt es noch einige kleinere Nebenaufträge. Etwas Großartiges braucht man aber auch in dieser Hinsicht nicht zu erwarten. Deutlich spannender ist dagegen die eigentliche Jagd auf eine Vielzahl an Tieren. Ein ganz bestimmtes zu suchen und zu jagen (besser Tiere virtuell jagen als in der Real) hat mehr Reiz und ist schwerer als wir gedacht hätten. Ein Beispiel. Wir nehmen eine Nebenmission an. Es geht darum Wildschweine zu finden und eins zu erlegen. Wir müssen erst nach alten Spuren suchen und danach frische Spuren finden.

Irgendwann findet man diese auch, sofern man nicht völlig lautstark durch den Wald rennt. Man muss sich halt in Ruhe und mit Geduld bewegen, sodass man irgendwann oder auch nicht endlich das Ziel sieht. „The Hunter – Call of the Wild“ sorgt allein mit einigen Geräuschen dafür, dass die Aufmerksamkeit blitzschnell ansteigt und die Konzentration geradezu maximal ist. Die komplette Angelegenheit kann sich verdammt in die Länge ziehen, ohne aber wirklich lang zu wirken. Stellenweise schaut man auf die Uhr und merkt, dass eine Stunde vergangen ist. Umso größer ist dann aber die Freude beim Erreichen des Ziels. Wie gesagt, wir waren selbst überrascht, was für ein Zeitfresser dieses Spiel ist und wie sehr es einen doch in seinen Bann ziehen kann.

Grafik, Gameplay und Sound

Wir hatten am Anfang schon erwähnt, wie groß die Welt ist. Eigentlich ist das untertrieben: Sie ist verdammt groß. Was die Entwickler hier geschaffen haben – auf gleich zwei Karten, Nordamerika-Style und Europa-Style – ist fast schon beeindruckend, aber die Entwickler sind jedem Gamer von euch auch bekannt. Es sind die Macher von Just Cause und gerade mit diesem Spiel haben sie bewiesen, sie können Welten erschaffen. Die Welt ist schön anzusehen sowie hin und wieder auch mit richtigen tollen Momenten versehen. Wenn sich zum Beispiel das Licht an einer Stelle bricht oder Nebel aufkommt oder auch der Tag zur Nacht wird, denkt man oft: O weiha! Blair Witch Projekt Feeling kommt auf. Allerdings sollte man jetzt nicht den Eindruck gewinnen, die Welt ist großartig gefüllt mit irgendwelchen Gebäuden, Leute, sonst was.

Grafisch waren und sind wir überrascht, wie gut das doch aussieht und es muss sich nicht verstecken. Im Gegenteil, es gibt so einige große Spiele, die nicht so gut aussehen.

Das Gameplay ist denkbar einfach. Man verfügt über ein umfangreiches Menü und eine Karte. Letzteres ist Standard. Daher brauchen wir in diesbezüglich nichts weiter zu sagen. Im Menü, finden wir unser Inventar wieder. Ich bin auch ganz stolz auf mein rosa (pinkes) Zelt.

Ein richtiger Jäger braucht gutes Zeugs!

Natürlich haben wir auch Waffen, Tools zum Anlocken und mehr. Zudem ist das Skillen unseres Charakters möglich, sodass wir beispielsweise lernen können, Spuren besser zu lesen. Im sogenannten Basislagern können wir dann unser Inventar, sprich Rucksack, mit neuen Waffen oder Items auffüllen. Für teures Geld versteht sich. Also gut überlegen, was man kauft! Zum Glück müssen wir die Welt nicht nur zu Fuß beschreiten, die Entwickler waren nämlich so nett und haben uns ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt. So können wir auf Quads die Welt unsicher machen und etwas schneller von A nach B kommen. An der Stelle möchten wir erwähnen, dass wir mehr als 30 Minuten auf einem Quad gebraucht haben, um von unten rechts auf der Karte nach oben links zu kommen – gefühlt noch länger.

Auch wichtig und nicht außer Acht zu lassen, ist das Menü rechts unten, was unsere Lebensanzeige zeigt. Ja man kann sterben, was aber gar nicht mal so einfach ist. Und man sieht auch, von wo der Wind kommt. Denn Tiere können euren Geruch wahrnehmen. Also schön duschen. Ein Herzschlag zeigt uns an, ob wir außer Puste sind, was wiederum bedeutet, wir zielen schlechter. Die KI der Tiere, von denen es unserer Meinung nach ruhig mehr hätte geben können, ist soweit okay. Man sieht das Tier und schon ist es wieder weg. Es ist also nicht unbedingt leicht. Vom Reh bis hin zum Bär gibt es einige Tiere. Dennoch ist die Welt nicht überseht mit wertvoller Beute. Ganz im Gegenteil, es kann schon mal eine Weile dauern, bevor man ein Tier zu Gesicht bekommt. Manchmal zu lange für unseren Geschmack.

The Hunter - Call of the Wild

Das Zielen mit den Waffen, von denen „The Hunter – Call of the Wild“ eine Vielzahl bietet  – wie Bogen, Gewehr, Pistolen – ist anfangs gewöhnungsbedürftig, aber okay. Der Sound ist gar nicht mal so unwichtig. Sind wir im Spiel zu laut unterwegs, vertreiben wir das Wild. Eine realitätsnahe Umsetzung halt. Im Großen und Ganzen macht der Sound eine sehr gute Figur. Steinboden, Wasser, Äste auf dem Boden alles klingt perfekt und trägt zur Atmosphäre bei. Wir empfehlen schon, das Spiel mit einem Headset zuspielen, denn es wird Situationen geben, da hört ihr bei der Jagd eure Ziele eher als sie zu sehen.

Ich brauche Verstärkung!

„Zusätzlich zu einem packenden Singleplayer-Spiel bietet Ihnen The Hunter: Call of the Wild einzigartige Multiplayer-Optionen! Schließen Sie sich mit bis zu 8 Freunden (oder Fremden) in kompetitiven oder kooperativen Spielmodi zusammen.“

Das stimmt auch soweit fast. Das Gefühl und auch der Spaß mit Kumpels zusammen auf die Jagd zu gehen oder einfach quatsch zu machen, funktioniert einwandfrei und ist somit ein weiterer Pluspunkt. Aber nach einer gewissen Zeit ist halt die Luft schon etwas raus. Kurz gesagt, man wird schon seinen Spaß haben für eine gewissen Zeit.

Fazit:

Die Apex Engine von Avalanche Studios ist einfach schön anzusehen. Man merkt hier die Liebe zum Detail und wie sehr (Vermutung) der Entwickler Herzblut in diese steckte. Für 39,99 Euro bekommt man mit „The Hunter: Call of the Wild“ ein wirklich gutes Spiel, was sich aber eher an Leute mit viel Geduld richtet. Wir hatten und haben auf jeden Fall unseren Spaß und können die erste Frage beantworten: Ja man bekommt einiges für sein Geld und es macht Spaß.

 

 

 

 

Produktbeschreibung

Erlebe den Nervenkitzel der Jagd in einer großen, offenen und optisch atemberaubenden Welt, die sich durch ihre technisch zukunftsweisende Umsetzung auszeichnet. theHunter: Call of the Wild bietet dir einzigartige Multiplayer-Optionen für bis zu 8 Spieler. Trainiere deine Zielgenauigkeit auf dem Schießstand, fahre ATVs, schließe dich mit anderen Jägern zusammen und rühme dich deiner Trophäen!

theHunter: Call of the Wild lässt dich ganz in die spannende Welt der Jagd eintauchen. Betritt eine wunderschöne, offene Welt voller Wildtiere wie majestätische Hirsche und ehrfurchtgebietende Bisons bis hin zu zahllosen Vögeln, Kriechtieren und Insekten.
Jeder Quadratmeter der fast 130 Quadratkilometer großen Welt wurde mit Apex, der preisgekrönten Engine von Avalanche Studios kreiert, die das Studio während der letzten zehn Jahre in der Entwicklung von explosiven Actionspielen immer weiter verfeinern konnte. Zusätzlich zu einem packenden Singleplayer-Spiel bietet dir theHunter: Call of the Wild einzigartige Multiplayer-Optionen – kooperativ wie kompetitiv – für bis zu 8 Spieler.

Teile deine ultimative Jagderfahrung und rühme dich deiner Trophäen!

Produktfeatures:

• Eine Jagderfahrung der nächsten Generation Erlebe komplexes Tierverhalten, dynamisches Wetter, volle Tag- und Nacht-Zyklen, simulierte Ballistik, hochrealistische Akustik, Düfte, die von einem ausgeklügelten Windsystem weitergetragen werden und vieles mehr.
• Entdecke eine riesige, offene Welt Zu Fuß oder mit dem ATV – Erforsche rund 130 Quadratkilometer wechselndes Terrain von Feuchtgebieten und dichten Wäldern bis hin zu üppigen Tälern und offenen Feldern.
• Werde zum Jäger. Gestalte deine Jagd Nutze eine Vielzahl an Gewehren, Handfeuerwaffen und Bögen. Lerne wie man Lockrufer und -düfte verwendet.
• Teile deine Jagderfahrungen. Feiere deine Trophäen Zusätzlich zu einem packenden Singleplayer-Spiel bietet dir the Hunter: Call of the Wild einzigartige Multiplayer-Optionen! Schließe dich mit bis zu 8 Freunden (oder Fremden) in kompetitiven oder kooperativen Spielmodi zusammen.
• Du bist ein Jagdanfänger? Kein Problem! Intelligente Systeme werden dir helfen und dich unterstützen!

Spielsprache: Englisch, Bildschirmtext: Deutsch (+Englisch, Französisch, Russisch, Brasilianisches Portugiesisch, Polnisch, Spanisch)

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11 thoughts on “The Hunter – Call of the Wild Review – Auf auf ihr Hasen hört ihr nicht den Jäger blasen”

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