The Last of Us Review – Ein Meisterwerk !

Zuvor hatte uns das bekannte Entwicklerstudio Naughty Dog mit der cineastischen Uncharted-Reihe beglückt, nun wagten sie den Schritt in ein neues Szenario. In „The Last of Us“ werden die Spieler mit einer gefährlichen Pilzinfektion konfrontiert, welche viele Teile der Menschheit niedergerafft hat. In der Rolle von Joel müssen wir uns quer durch die USA kämpfen. Warum The Last of Us womöglich eines der besten Spiele des Jahres wird, erfahrt ihr in unserem Test.

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Joel und Ellie

Im PS3-exklusiven Action-Adventure The Last of Us, übernehmen wir die Rolle des Schmugglers Joel, der den Auftrag hat, ein junges Mädchen namens Ellie quer durch die Vereinigten Staaten, von Boston über 600 Meilen nach Pittsburgh zu eskortieren. Während ihrer Reise durch das von Infizierten besetzte Amerika, bauen die beiden Protagonisten eine immer stärker werdende Bindung zueinander auf.

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Joel

Joel – Wie bereits erwähnt, ist Joel ein Schmuggler, der die Seuche als einer der Wenigen überlebt hat. Von einer Organisation angeheuert, macht sich Joel auf den Weg, um die junge Ellie quer durch die USA zu eskortieren. Bevor vor ungefähr 20 Jahren die Seuche in den Vereinigten Staaten ausbrach, war Joel noch ein einfacher Staatsbürger. Nun verdient er sich mit dem Schwarzhandel seine Brötchen. Gemeinsam mit einer Frau namens Tess, besitzt er einen Schwarzmarkthandel in Boston, in dem er unter anderem Waffen und Drogen an die Überlebenden verkauft.

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Ellie

Ellie – Zum Zeitpunkt des Spiels ist Ellie gerade einmal 14 Jahre alt. Sie wurde sechs Jahre nach dem Ausbruch der Pilzseuche in einem Millitärlager in Boston geboren, weshalb sie auch keine Ahnung hat, wie die Welt vor der Katastrophe ausgesehen hat. Trotz ihres noch recht jungen Alters, wird Ellie als intelligent und reif bezeichnet. Auch wenn Ellie in eine Welt voller Elend und Trauer hinein geboren wurde, hat sie grundsätzlich die Eigenschaften eines normalen Teenagers, abgesehen davon, dass sie sich schon früh mit dem Töten anfreunden muss.

Der alte Glanz der einst so schönen Stadt Boston ist längst verflogen, stattdessen wurde eine große Quarantänezone in der Stadtmitte errichtet, die an allen Ecken und Enden von Soldaten bewacht wird. Wer hier rein will, muss sich zuerst durch die Sicherheitsscanner bewegen, welche Neuankömmlinge auf Seuchen untersuchen. Sollte das Ergebnis des Scans positiv sein, wird die betroffene Person auf der Stelle hingerichtet, so wird verhindert, dass jegliche Art der Pilzseuche in die Sicherheitszone gelangt und eben genau diese sichere Region lassen Joel und Ellie hinter sich und vor ihnen: Das weite Amerika…

Die Seuche

Eine schwerwiegende Seuche, die einen Großteil der amerikanischen Bevölkerung ausgelöscht hat, nun gut, aber was hat es denn nun mit der Seuche auf sich und was passiert mit den Infizierten?

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Infizierte sind nicht aufzuhalten

Zum Zeitpunkt des Spielgeschehens, ist es schon 20 Jahre her, dass eine Art von Schlauchpilzen die amerikanische Bevölkerungszahl stark dezimierte.  Die Infektion erfolgt hierbei nicht augenblicklich, stattdessen werden die Betroffenen unter extremen Schmerzen nach und nach on Innen verzehrt. Der Pilz gewinnt schließlich die Überhand des Körpers. Damit ist es aber nicht getan, denn vom Hunger angetrieben, holt sich der Pilz alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Pssst … Leise!

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In Deckung bleiben!

Was das Gameplay von The Last of Us angeht, wird man Schießereien, wie sie in den Uncharted-Spielen Gang und Gebe waren, vergeblich suchen. Die Entwickler haben stattdessen auf ein dynamisches, spannendes und taktisches Stealth-Gameplay gesetzt. Extrem wichtig für diese Art von Gameplay, sind die vielseitigen Deckungsmöglichkeiten, die uns das Spiel anbietet. Das Deckungssystem ist sehr flüssig und bereitet keine Probleme, als Deckung kann von einer kleinen Mauer, über einen durchlöcherten Sessel, bis hin zum Tisch eigentlich so gut wie alles dienen. Mit einer Mischung aus Schleichen, Taktieren und dem langsamen vorantasten, umgehen wir entweder die Gegner, oder schalten sie bestenfalls leise und ungesehen aus. Passt uns der Standort eines Gegners mal nicht so ganz, können wir ähnlich wie in „Hitman Absolution“, mit Ziegelsteinen und anderen brauchbaren Gegenständen für Aufmerksamkeit sorgen. Zur Not können wir „Lauschen“ einsetzen, mithilfe dieser Funktion wird es uns ermöglicht, die Gegner auch durch Wände hindurch zu sehen. Sollten wir dann doch mal aufgrund eines unüberlegten Schritts, oder gar aus reinem Pech auffliegen, sollten wir uns so schnell wie möglich eine anständige Deckung suchen, denn selbst auf dem niedrigsten der Schwierigkeitsgrade, muss Joel schon nach wenigen Einschüssen um sein Leben kämpfen. Also lieber taktisch überlegen, oder sich direkt zurückziehen um von einer anderen Position erneut zuzuschlagen. Aber selbst wenn wir die Lage einigermaßen unter Kontrolle haben, sollten wir nicht wild um uns ballern, denn Patronen und Waffen sind Mangelware im halb ausgerotteten Amerika. Aber seien wir mal ehrlich, der Nervenkitzel kommt ohnehin nur im Stealth-Gameplay richtig zur Geltung, deshalb empfiehlt es sich, die Waffe einfach von vornherein im Schafft zu lassen.

Wenn Zombies auf Menschen treffen

Es macht zunächst den Anschein, dass man es in The Last of Us hauptsächlich mit den Infizierten zutun bekommt, allerdings wird man in den meisten Fällen auf andere Überlebende, Räuber und Banden treffen. Während die Passagen, in denen

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Auf Infizierte trifft man nicht so oft

wir uns an Infizierten vorbei schleichen eher für die nötige Spannung im Spiel sorgt, gilt es in einer Konfrontation mit anderen Menschen, eher zu taktieren und seine Schritte zu planen. Da wir im oberen Teil schon genauer auf die menschlichen Gegner eingegangen sind, wollen wir uns hier nun mal den Infizierten widmen. Zwar sind die Animationen, Geräusche und die Eigenschaften der Pilzbesetzten extrem furchteinflößend, aber wahrscheinlich ist es eben genau deshalb umso ärgerlicher, dass man nicht besonders oft auf die Biester trifft. Wenn es überall dunkel ist und wir nur im Kreis unserer Taschenlampe ein kleines Schemen sehen, welches immer näher auf uns zu schlendert, dann läuft es einem schon mal eiskalt über den Rücken. Für die Atmosphäre, die von den Infizierten ausgeht, ist neben dem unheimlichen Aussehen der Pilzbesetzten, hauptsächlich die Geräuschkulisse verantwortlich. Es hätte ein gewisses Horror-Flair gehabt, wenn man etwas mehr Zeit im Dunkeln mit den unheimlichen Infizierten verbracht hätte. Allerdings wollen wir dafür keine Abzüge in der B-Note machen, denn schließlich war das abzusehen und so ist das Spiel eben aufgebaut.

Multiplayer

Der Multiplayer-Part von The Last of Us nennt sich „Fraktionen“. Hierbei tretet ihr in eurem eigenen Clan gegen einen anderen in verschiedenen Spielmodi an. Ziel des Ganzen ist es, 12 Wochen lang zu überleben, ein Tag gleicht sich einer Partie im Mehrspieler-Modus. Die Idee hinter dem Fraktionen-Modus ist ziemlich gut und mit einer dementsprechenden Vorfreude haben wir uns schließlich auch dem Multiplayer-Modus gewidmet. Der Überlebenskampf startet mit einem von insgesamt zwei Spielmodi, welche sich „Supply Raid“ und „Survivor“ nennen. Im sogenannten  „Supply Raid“-Modus liegt es an uns, genügend Vorräte für unseren Clan zu sammeln. Hierbei hat jeder Spieler 20 Leben.

Im „Survivor“-Modus hingegen, gibt es für jeden Spieler nur ein einziges Leben. Der Modus zieht sich dann also dementsprechend so lange, bis es nur noch einen einzigen Spieler auf dem Schlachtfeld gibt. In beiden der eben erklärten Modi lassen sich Vorräte finden, welche den jeweiligen Clan wachsen lassen. Ähnlich wie im Hauptspiel, sind Munition und andere Ausrüstung Mangelware, weshalb der Kampfgeist im Spieler geweckt wird und das gesamte Spielgeschehen einfach spannender ist.

Allein die Idee von Naughty Dog, ein Mehrspieler-Erlebnis zu gestalten, welches sich nicht mit jedem x-beliebigen anderen Spiel vergleichen lässt, ist schon ziemlich gut. Zwar sind wir der Meinung, dass der Multiplayer nicht gut genug ist, um über einen enormen Zeitraum bei Laune zu halten, aber einen Blick zu riskieren, lohnt sich allemal.

Atemberaubend

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Das Spiel sieht atemberaubend aus!

Wenn man an Naughty Dog denkt und sich an die Uncharted-Reihe zurück erinnert, dann denkt man sofort an gut inszenierte Zwischensequenzen und eine atemberaubende Grafik. Nun was soll man sagen, The Last of Us sprengt zwar nicht den Rahmen, dennoch überzeugt das Action-Adventure durch ein klares Bild und tolle Lichteffekte. Zwar kann The Last of Us grafisch nicht ganz mit Uncharted 3 mithalten, aber das liegt ganz einfach an dem etwas geringeren Budget der Entwickler. Wenn man im Dunkeln tappt fällt auf, dass es auch mal die ein oder anderen unscharfen Texturen gibt. Allerdings kann man darüber getrost hinweg schauen, denn trotz einiger wirklich kleinen Mangel, ist The Last of Us schon jetzt eines der schönsten Spiele in diesem Jahr.

Auch der Sound ist wie erwartet bombastisch und kann dem von Uncharted 3 locker das Wasser reichen. Die deutschen Synchronsprecher, stehen den englischen Originalen in Nichts nach. Das Spiel wird atmosphärisch von eine passenden Soundtrack untermalt, welcher zu jeder Situation die passenden Töne spielen lässt. Wie wir etwas weiter oben bereits erwähnt haben, sind auch die ratternden Geräusche, welche die Infizierten von sich geben, extrem atmosphärisch und tragen einen enormen Teil zur ohnehin schon tollen Atmosphäre bei. Gute Arbeit!

Fazit – Ein „Must-Have“!

The Last of Us ist genau das Spiel geworden, was sich die Fans erhofft haben: Ein atemberaubendes Endzeit-Abenteuer mit Charme und Emotionen. Die Geschichte, welche die beiden Protagonisten mit sich tragen ist einfach rührend und es ist toll mit anzusehen, wie sich langsam aber sicher eine Bindung zwischen den beiden aufbaut. Mit einer Spielzeit von 17-19 Stunden, je nach Spielweise, ist The Last of Us auch in diesem Punkt in einem guten Rahmen. Alles in Einem ist The Last of Us ein atemberaubendes Action-Adventure, was definitiv in keiner gepflegten Spielesammlung fehlen darf!

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Fazit – Ein „Must-Have“!

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