Soul Sacrifice Review – Auf der PS Vita durch die Unterwelt

Bereits seit einigen Wochen steht Soul Sacrifice in den deutschen Händlerregalen und kann für Sonys Handheld-Konsole, die PS Vita, erworben werden. Ob sich der Kauf lohnt, oder ob man doch lieber die Finger von dem Spiel lassen sollte, erfahrt ihr in unserer Review.

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Magier und verzauberte Bücher

Soul Sacrifice Screenshot 1
Zu den Entscheidungen unten mehr.

In Soul Sacrifice habt ihr die Aufgabe euch gegen zahlreiche Monster zu beweisen, um aus der Unterwelt zu entkommen. Warum genau ihr zu dieser Aufgabe auserkoren worden seid, wird euch in einem schön animierten Intro erklärt. Dort erfährt der Spieler auch die ersten Details zu den bevorstehenden Aufgaben und dem Handlungsverlauf. Zu Beginn der Story erwachen wir in der Rolle eines Zauberers in einem Knochenkäfig, in dem neben uns noch ein weiterer eingesperrt wurde. Unser Zellengenosse soll nun geopfert werden, um einem bösen Zauberer namens Magusar mehr Kraft zu verleihen. Zunächst erscheint es uns unmöglich aus dieser misslichen Lage zu fliehen, doch wie aus dem nichts erscheint der Librom, ein verzaubertes Buch, welches uns die sichere Rettung verspricht. Lange dauert es nicht, bis sich die Aussagen von Librom bewahrheiten und wir in einer völlig anderen Welt landen. In der Unterwelt. Hier sind wir jedoch nicht alleine, stattdessen müssen wir uns mit zahlreichen Monstern um die Ohren schlagen …

Opfern und geopfert werden

Wie man es schon erahnen konnte, schleicht man sich natürlich nicht einfach an den Biestern vorbei, oder geht einem Konflikt mit den Monstern aus dem Weg. Stattdessen metzelt man sich nach klassischer Devil May Cry und God of War-Manier durch die Monsterhorden und lässt dabei keinen Stein auf dem anderen. Am Ende jedes Kampfes dürfen wir über das Schicksal unserer Widersacher bestimmen, indem wir ihre Seele entweder opfern, oder retten. Je nach dem für welche Option wir uns entscheiden, steigen unsere Attribute in den verschiedenen Kategorien. Opfern wir eine Seele, erhalten wir einen Bonus in „Magie“ und „Zerstörungskraft“, retten wir die Seele eines Feindes, stocken wir unsere Skills in „Verteidigung“ und „Energie“ auf. Und so geht es dann immer weiter und wir können uns durch die zahlreichen Entscheidungen auf unser Idealbild spezialisieren, oder aber alle Skills im Gleichgewicht halten. Wurden in einem Abschnitt alle Monster beseitigt, dürfen wir nach und nach weiter im Librom lesen, um mehr über das große Ganze zu erfahren. Außerdem haben wir die Möglichkeit uns neue Zauberkräfte anzuschaffen. Natürlich erhalten wir diese nicht für Mau sondern müssen bei den Kämpfen gut abschneiden, um dementsprechende Belohnungen zu ergattern. Zusätzlich sind noch einige Zauberteile in den Levels verteilt, die ebenfalls gegen neue Zauberkräfte eingetauscht werden dürfen.

Die meisten der besagten Zauber sind Fernzauber, die aus sicherer Distanz zum Ziel abgefeuert werden. Nahkampfzauber sind zwar in den meisten Fällen wirkungsvoller als andere, allerdings ist man hierbei deutlich verwundbarer für Konter von den Gegnern. Am wirkungsvollsten sind die Zauber ohnehin, wenn man sie taktisch gut miteinander kombiniert, um dem Gegner ordentlich den Garaus zu machen.

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Auch Bossgegner sind mit dabei.

Später im Spielverlauf erlernt man die Fähigkeit „Opfern“, mit der man mächtige Zauber erlernen kann, um selbst in den aussichtslosen Kämpfen noch einmal den Spieß umzudrehen. Allerdings heißt die Fähigkeit nicht grundlos „Opfern“, denn um einen solchen Zauber zu erlernen, müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes unser eigenes Fleisch und Blut opfern. Für den ersten Zauber, der uns bei der Fähigkeit „Opfern“ zur Verfügung steht, wird beispielsweise unsere Haut im Gegenzug verlangt. Dies dürfte die meisten Spieler zunächst nicht stören, allerdings sollte gesagt sein, dass man hierbei auch die Hälfte der Verteidigung verliert. Diese verloren gegangene Verteidigung bleibt euch nun für den Rest des Spiels verwehrt. Allerdings habt ihr die Möglichkeit, sofern das nötige Kleingeld vorhanden, euch eure Opfergaben zurück zu hohlen. Dies könnt ihr bei dem verzauberten Buch „Librom“ erledigen. Da ihr in den meisten Fällen knapp bei Kasse seid und euch deshalb nicht mal eben eine neue Haut kaufen könnt, empfiehlt es sich auf diese Art des Opferns vorerst zu verzichten.

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Kleinere Nebenaufgaben gibt es auch.

Von Level zu Level steigen eure Attribute und ihr werdet immer stärker. Dennoch seid ihr euren Gegnern nicht weit überlegen, denn auch diese werden von Mal zu Mal stärker. Sind die nötigen Zutaten und Elemente beisammen, können auch Zauber und Heiltränke gebraut werden. Zwischen den Kämpfen gibt es sogar einige kleinere Nebenaufgaben zu erledigen. Für besondere Taten und Errungenschaften, erhält unser Charakter verschiedene Siegel, die am Arm befestigt werden.

Die Schattenseiten

Im Grunde kann man dem Spiel nichts anreden und das wollen wir auch nicht, weil es ein rundum gelungenes Handheld-Spiel geworden ist, aber die einen oder anderen Macken gibt es natürlich auch hier. Beispielsweise ist die Kameraführung gerade zu Beginn des Spiels ziemlich nervig und gewöhnungsbedürftig. Nach einer gewissen Zeit sollte man sich aber daran gewöhnt haben und dann macht das Spielen auch gleich viel mehr Spaß. Auch desoptimal ist, dass es keine Anzeige für den Verbrauch von Zaubern gibt. So kann man schwer einschätzen, wie lange man einen Zauber noch benutzen kann und wie viel Energie man bereits verbraucht hat. Was die Steuerung von Soul Sacrifice angeht sei gesagt, dass sie zwar hier und da einen kleineren Feinschliff bekommen könnte, aber alles in allem lässt sich das Spiel gut handhaben.

Grafik & Sound

Soul Sacrifice Screenshot 3
Die Grafik kann sich sehen lassen.

Grafisch kann sich Soul Sacrifice definitiv sehen lassen, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei lediglich um einen Handheld-Titel handelt. Die Umgebung, sowie Monster und andere Charaktere werden in einem düsteren Artstyle präsentiert. Die Animationen des eigenen Charakters konnten im Test ebenfalls überzeugen. Lediglich die verschiedenen Monster hätten etwas mehr Details vertragen können, aber das ist eine Sache, über die man hinweg schauen kann und darf.

Was den Sound und die Vertonung angeht, so sind sämtliche Zwischensequenzen und Dialoge vertont, was nicht selbstverständlich für PS Vita-Spiele ist. Untermalt wird das Spielgeschehen von einem authentischen und passenden Soundtrack, der einem nicht bereits nach wenigen Spielstunden auf den Geist geht.

Fazit – Dafür lohnt es sich zu kämpfen!

Soul Sacrifice ist ein rundum gelungenes Hack&Slay-Spiel geworden, welches vor allem durch die spannenden und dynamischen Kämpfe im Test überzeugen konnte. Auch, dass man sich im Spiel unzählige Male entscheiden muss, regt zum Spielen an und hält bei Laune. Dafür lohnt es sich zu kämpfen! Und zu spielen! Wer also etwas für Spiele dieser Art übrig hat, oder mal wieder ein gutes PS Vita-Spiel sucht, der macht mit Soul Sacrifice nichts falsch.

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