Socom: Special Forces (Beta) Preview

Mit Socom: Special Forces veröffentlichen die Zipper Interactive Studios den tatsächlich vierten Teil des exklusiv für Playstation erscheinenden Taktik-Shooter Socom.
Nachdem es mehrere Zwischentitel gibt erscheint nun in Deutschland am 20. April 2011 Socom: Special Forces.
Im Einzelspiel geht es diesmal um einen Elite-Nato-Trupp der in Südostasien abgesetzt wird, um dort nach einer blutigen Revolution für Ordnung zu sorgen, damit nicht die gesamte Welt in Gefahr gerät.

Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Soldaten Cullen Gray, der sich durch Erfahrung, die er in vielen verschiedenen Einsätzen gesammelt hat auszeichnet. Gray ist der Anführer des insgesamt 5-köpfigen Kampftrupps. An seiner Seite ist außerdem die Koreanerin Park Yoon-Hee, die ist den Stealthmissionen gesteuert wird. Weitere Kameraden sind die deutschen Bernd Kessler und Stefan Beck, sowie der zweite Koreaner im Team, Chung Kwan.

In der Beta, die vor kurzen für alle Spieler im Store bereitgestellt wurde,  konnte man den Multiplayer anspielen. Insgesamt waren zwei Maps mit unterschiedlichen Spielmodi verfügbar. Unter anderem das klassische Team-Deathmatch, sowie einige Socom typische Varianten. Bombe setzen und entschärfen, solange, bis entweder alle Gegner erledigt sind, oder die Bomben platziert wurden.  Dadurch ergab sich ein dauerhafter flüssiger Spielverlauf, der immer wieder Neues mit sich bringt.

Im Multiplayer hebt sich Socom 4 besonders dadurch, dass es ein Third-Person-Shooter, von anderen Größen der Branche ab. Dabei ist es zunächst durchaus schwer sich umzugewöhnen, wenn man bisher nur Shooter-Größen, wie Killzone, Call of Duty oder Battlefield, gespielt hat. Das Zielen ist zunächst etwas umständlich durch die verschiedenen Zoomstufen. Während bei einigen Waffen nur eine Zoomstufe möglich ist, sind einige Waffen, wie Sturm- und Schärfschützengewehre, in zwei Zoomstufen vorhanden. Einmal derselbe, den es auch bei allen anderen Waffen gibt und dann die spezielle Form. Während das bei den Sturmgewehren meist ein Rotpunktvisier ist durch das man den Gegner anvisieren kann, schaut man als Sniper durch das Fernrohr des Gewehres.
Dieser Wechsel zwischen Third-Person- und Egoperspektive ist gewöhnungsbedürftig. Nachdem man sich daran gewöhnt hat geht es dennoch leicht von der Hand, die Eingewöhnungszeit wird allerdings gebraucht.
Außerdem ist es schwer zu erkennen, ob man in der zweiten Zoomstufe überhaupt etwas sehen kann. Denn während man zunächst alles sieht, kommt es oft, besonders als Scharfschütze, dass man einfach vor eine Wand zielt und sich so oft umpositionieren muss, bis man eine gute Sicht hat.

Trotzdem sind die Elemente gut umgesetzt und das Gameplay geht ansonsten locker von der Hand. Stehen, Hinhocken und Liegen ist möglich, sodass es viele Möglichkeiten gibt in Deckung zu gehen. Das Deckungssystem ist meiner Meinung nach noch nicht ausgereift. Immer wieder kommt es zu kleineren Problemen in der Position und der Stellung. Aus der Deckung heraus kann sowohl geschossen, als auch Granaten geworfen werden. Dadurch ist es im Multiplayer durchaus ratsam Deckung zu suchen und nicht einfach ins Geschehen reinzulaufen.

Die Movesteuerung kann sich durchaus sehen lassen, ist aber, bedingt durch die 3rd-Person Perspektive schwerer, da der Zielbereich insgesamt kleiner ist. Hier ist die Bewegungssteuerung für den Einzelspielermodus eine Option, kann sich aber im Multiplayer nicht durchsetzen.

Insgesamt ist Socom im Multiplayer ein sehr gutes Spiel mit viel Potential. Durch den Perspektivunterschied zu sonstigen Konkurrenten kann sich Socom: Special Forces positiv hervorheben von den restlichen Shootern. Inwiefern der Multiplayer in der Vollversion überzeugen kann ist unklar. Zu Hoffen ist allerdings, dass die Jungs von Zipper einige kleinere Mängel im Gameplay entfernen können und so das ultimative Erlebnis schaffen können.
Der interessante gute und durchaus spaßige Multiplayer, mit guter Perspektive, kombiniert mit einer guten Story um das Einsatzkommando unter Führung von Cullen Gray kann Socom: Special Forces zu einem der Geheimtipps 2011 werden.

Als Empfehlung würde ich jedoch aussprechen, dass man zunächst den Einzelspielerteil absolvieren sollte, um sich an das doch gewöhnugsbedürftige, aber auch sehr gute Gameplay zu gewöhnen. Nur weil etwas anders ist, heißt es nicht, dass es schlecht ist, sondern kann, wie im Fall von Socom auch ein besseres Spielerlebnis bringen, weil nicht jeder einfach Spielen kann.

 

 

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