Prif Playsonic 4 Amplified Stereo – Beeindruckende Leistung aus England (Hardware-Review)

Mit Prif dringt derzeit eine neue Marke in die Gaming-Branche vor. Das aus England stammende Unternehmen bietet neben Ladestationen und Power Packs für den Controller unter anderem sogar Headsets an. Headsets, die auch für die PlayStation 4 und interessanterweise ebenfalls für die PlayStation 3 geeignet sind. Wie haben uns das Playsonic 4 etwas genauer angeschaut und waren positiv überrascht. Doch reicht das für eine klare Kaufempfehlung unserseits?

PlaySonic_4_Amplified_Headset

Spezifikationen

GerätetypGaming-Headset
Unterstützte PlattformenPlayStation 4/3 , Xbox One/360 , PC und Mac
SignalübertragungKabelgebunden
Anschlüsse3.5 mm Klinkenstecker, USB, optisches Kabel, Line Input
Breite265 mm
Höhe200 mm
Tiefe100 mm
FarbeSchwarz, Rot
Preiscirca 80 Euro – 89,99 Euro (UVP)

 

Die Engländer sind erst seit März 2015 ein etabliertes Unternehmen und scheinen auf den besten Weg nach Oben zu sein. Ihr Hauptziel es ist, vorrangig auf die Meinungen der Spieler zu hören und auf deren Wünsche einzugehen. Einen großen Vorteil, den Prif gegenüber einigen anderen Herstellern aufweisen kann, ist die Lizenzierung. Das Unternehmen besitzt eine Lizenz von Sony auf ihre Produkte und kann demnach auch ein entsprechendes Siegel auf die Verpackungen drucken. Um dieses zu erhalten, schauen sich die Japaner zunächst die Artikel an. Sicherlich sagt das nicht zwangsläufig viel für die Qualität aus, es ist vielmehr ein Vorteil im Bereich des Marketings, dennoch sollten wir diesen Punkt nicht ungenannt lassen. Doch es geht hier nicht vorrangig um Prif, sondern um das Playsonic 4. Also kommen wir nun zum Gaming-Headset.

Trotz einer für Headsets typischen Größe der Verpackung versteckt sich in der blauen Box allerlei Inhalt. Neben dem eigentlichen Playsonic 4 Amplified Stereo kann man etliche Tütchen mit unterschiedlichen Kabeln sowie einen Sound Mixer im Inneren finden. Hier wird bereits deutlich, dass die Hardware vielseitig einsetzbar sein wird und nicht nur lediglich mit der PlayStation 4 kompatibel ist. Abgesehen von der überraschend umfangreichen Menge an Kabeln, was uns einige Sorgen in Hinsicht auf das kommende Anschließen bereitet, ist der erste Eindruck mehr als gut. In den folgenden Zeilen könnt ihr ein kleines Video finden, in dem wir das Playsonic 4 Amplified Stereo für euch ausgepackt haben. Eine Auflistung des kompletten Inhaltes befindet sich außerdem unterhalb der Review.

Widmen wir uns nun zu den handfesten Fakten. Optisch ist das Headset zwar mit zwei Farben recht schlicht gehalten, macht aber im Gesamtbild mit der Kombination aus Rot und Schwarz einen modernen Eindruck. Auf dem Bügel, der oben von einer Schicht aus Gummi überzogen ist, findet man mit „Prif“ einen Verweis auf den englischen Hersteller und die Ohrmuscheln weisen mit einem Aufdruck auf das Modell hin. Auch wenn sich die Polsterung hier nicht gerade hochwertig anfühlt, kann das Headset dennoch mit einem angenehmen Tragekomfort punkten. Selbst über mehrere Spielstunden entsteht kein unangenehmes Gefühl, was wohl besonders an der Polsterung für den Kopf liegt, die sich im direkten Vergleich deutlich edler anfühlt. Äußerst interessant: Man kann die Ohrmuscheln nach innen klappen, sodass das Headsets sehr platzsparend transportieren werden kann. Durch eine sehr robuste Konstruktion muss man übrigens nicht befürchten, dass hierdurch ein Schaden entsteht. Solltet ihr allerdings ein Talent dafür besitzen, Dinge unbeabsichtig zu zerstören, können wir nicht garantieren, das ein möglicher Transport ohne Probleme über die Bühne gehen wird. Die allgemeine Qualität ist bis auf die Polsterung der Ohrmuscheln aber gut bis sehr gut gelungen. Man hat keineswegs den Eindruck, dass dieses Headset bereits nach wenigen Stunden die ersten Gebrauchsspuren und nach weiteren Stunden erkennbare Bruchstellen aufweist. Hiermit wird man durchaus länger seinen Spaß haben können. Und wenn wir schon beim Aufbau sind, können wir gleich erwähnen, dass sich das Mikrofon abnehmen und auf der anderen Seite, also an der anderen Ohrmuschel, wieder befestigen lässt. Für uns zwar nicht unbedingt notwendig, aber für den ein oder anderen Spieler sicherlich ein ebenfalls erfreuliches Feature. Leider ist genau dieses etwas unscheinbar, denn es wird durch bloßes Hinschauen keineswegs ersichtlich. Darüber hinaus bedarf das Umstecken ein wenig Feingefühl, funktioniert im Großen und Ganzen aber problemlos.

Wie bereits erwähnt, ermöglicht die Polsterung einen lange Tragekomfort, was obendrein auch am akzeptablen Gewicht liegt. Lange, nervenaufreibende Gefechte auf dem virtuellen Schlachtfeld können also kommen. Wer nun befürchtet, das Playsonic 4 würde bei einer unerwartet schnellen Bewegungen, die aufgrund von äußeren Fremdfaktoren hin und wieder mal auftreten können, vom Kopf rutschen, kann sich wieder entspannt zurücklehnen. Denn dank umfangreicher Anpassungsmöglichkeiten lässt sich selbst für die unförmigste Birne die optimale Einstellung finden. Einschränkungen gibt es aufgrund eines Kabels allerdings bei der Bewegungsfreiheit. Zwar ist die Kabellänge durchaus akzeptabel, es entsteht aber riesiges Wirrwarr. Das liegt vor allem an den zahlreich mitgelieferten Kabeln, von denen für die Nutzung an der PlayStation 4 zum Glück nicht alle benötigt werden. Dennoch gehört das Playsonic 4 zu den wenigen Headsets, wo es tatsächlich notwendig wäre, die im Lieferumfang enthaltene Bedienungsanleitung zu lesen. Hier findet man nämlich wörtliche und bildliche Beschreibungen für das korrekte Anschließen der Hardware an den entsprechenden Geräten.

Glücklicherweise ergibt sich beim Sound eine weitaus besseres Bild. Die Hersteller werben mit einem sensationalles Stereosound-Erlebnis mit knackigen Höhen, klaren Mitten und robusten Bässen. Klar, so ein Hersteller kann schon viel erzählen, doch beim Playsonic 4 trifft das in der Realität auch zu. Die Soundkulisse aus dem Spiel wird klar und deutlich übertragen und ermöglicht besonders in Mehrspieler-Partien von Ego-Shootern einen manierlichen Vorteil gegenüber einigen anderen Spielern. Ebenfalls klar und deutlich wird die eigene Stimme übertragen, was wiederum eine optimale Kommunikation mit den Teamkameraden ermöglicht. Erstaunlich ist darüber hinaus, wie gut das Headset störende Umgebungsgeräusche abschirmen kann. Eine Person, die sich außerhalb des Sichtfeldes befindet und in normaler Lautstärke spricht, wird oftmals gar nicht wahrgenommen. Eine derartige Leistung hätten wir dem Playsonic 4 keineswegs zugetraut. Vor allem wenn man es mit einigen Modellen der Konkurrenz vergleicht. In dieser Hinsicht bietet das Headset ein hervorragende Qualität, die man in dieser Preisklasse normalerweise nicht erhält. Neben einer bemerkenswert guten Soundqualität, eignet sich das Mikrofon darüber hinaus auch zum Streamen. Wir haben das Headset in mehreren Live-Partien genutzt und weder wir noch die Zuschauer hatten etwas zu beanstanden.

MixSonic_1_AmplifiedDank dem mitgelieferten Sound Mixer lassen sich Spiel- sowie Chatsound separat voneinander einstellen. Es beseht zwar auch die Möglichkeit, das Headset ohne diesen besagten Mixer an die PlayStation 4 anzuschließen, was die Chance auf einen Kabelsalat verringern würde, entsprechende Sound-Einstellungen sind dann aber lediglich über die Konsole selbst möglich. Da diese Angelegenheit alles andere als benutzerfreundlich ist, muss beziehungsweise sollte man letztendlich doch auf die vorgesehene Variante zurückgreifen. Die Bedienung an sich weist keine größeren Schwierigkeiten auf und ist daher recht anwenderfreundlich. Ein schönes Feature: Die Unterseite der kleinen Box ist mit einem rutschfesten Stoff überzogen, was allerdings eher dann nützlich sein wird, wenn man das Headset am PC nutzt. Immerhin sitzen die meisten Konsolen-Spieler auf der bequemen Couch oder im gemütlichen Sessel, deren Oberflächen meist ohnehin rutschfest sind. Nichtsdestotrotz lobenswert, dass die Hersteller daran gedacht haben. Der MixSonic 1, so wie der Sound Mixer offiziell heißt, kann außerdem auch einzeln erworben werden und in Kombination mit weiteren Exemplaren ein eigenes Chat-Netzwerk erschaffen, was sich ideal für LAN-Parties eignen könnte. Ob das in der Praxis wirklich nützlich ist, können wir allerdings nur spekulieren. Aus technischer Sicht sollte aber alles funktionieren. Interessenten müssen aber eins mit einberechnen. Der MixSonic 1 kostet zusätzlich 49,99 Euro, wenn es nach der unverbindlichen Preisempfehlung geht.

Fazit:

Mit dem Playsonic 4 Amplified Stereo hat der Newcomer Prif einen eleganten Einstieg abgeliefert. Das Headset bietet allerlei interessante Features und ist im Großen und Ganzen recht gut verarbeitet. Vor allem beim Sound kann die Hardware mehr als punkten und einigen Konkurrenten problemlos die Show stehlen. Den einzigen Kompromiss, den man eingehen muss, ist die Tatsache, dass das Playsonic 4 über keine Bluetooth-Funktion verfügt und dass man vor allem bei diesem Modell stellenweise mit einem Kabelsalat rechnen muss. Doch bei einem Preis von um die 80 Euro ist das unter Berücksichtigung der gebotenen Leistung mehr als tolerierbar. Wem die große Anzahl an Kabeln nicht stört, für den können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wir sind gespannt, was uns noch alles aus dem Hause Prif erwarten wird!

playsonic award

Der Inhalt im Überblick:

  • Playsonic 4 Headset
  • MixSonic 1 Mixer
  • Adapter (3.5 mm-Klinke auf Cinch-Buchse)
  • 3.5 mm-AUX-LAN-Kabel (3.5 mm auf 3.5 mm-Klinke)
  • Xbox 360 Chat-Kabel (3.5 mm auf 2.5 mm-Klinke)
  • Xbox One Chat-Adapter-Kabel
  • 3.5 mm-Klinke auf Stereo-Cinch
  • Kombi-Kabel (USB/Cinch/Optisch)

 

Offizielle Beschreibung

Das Playsonic 4 ist ein wirklich aufregendes Produkt. Ein Stereo Gaming Headset, das zusammen mit dem Prif MixSonic 1 Gaminger Mixer und Amplifier zu einem tollen Preis geliefert wird.

Das Playsonic 4 verfügt über ein Uni-Direktionales Mikrofon, das wahlweise an der linken oder rechten Seite des Headsets befestigt werden kann. Es bietet, unserer Meinung nach, ein sensationalles Stereosound-Erlebnis mit knackigen Höhen, klaren Mitten und robusten Bässen.

Der MixSonic 1, der auch einzeln erhältlich ist, ist ein vollständiger Gaming-Mixer. Es ist per optischem Kabel, USB und Line Input anschließbar. Game- und Chatlautstärke sind separat regelbar. Zusätzlich bietet es einen Voice Monitor, wenn man online spielt.

Abschließend bietet der MixSonic 1 volle eSports Unterstützung mittels einer Daisy Chain Funktion für private Chat-Netzwerk. Man kann nicht nur seinen eigenen LAN-Chat erstellen, jeder Teilnehmer hat such seine eigene Kontrolle der Lautstärke.

Mit zum Packungsinhalt gehören die entsprechenden Anschlusskabel für PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360 (alle Versionen) und PC.

In Deutschland sind diese Produkte zu einer UVP von 89,99 Euro für das Playsonic 4 und 49,99 Euro für den MixSonic 1 einzeln erhältlich.

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3 thoughts on “Prif Playsonic 4 Amplified Stereo – Beeindruckende Leistung aus England (Hardware-Review)”

  1. Hallo,
    ich suche für meinen Sohn ein Headset, da er mir regelmäßig meinen Feierabend zur Hölle macht. 80-90 Euro möchte ich aber nicht ausgeben. Ich bin bei meiner Suche auf ein Headset von http://www.tramani.de gestoßen. Habt ihr damit zufällig Erfahrungen? Taugen generell Headsets für um die 20 Euro etwas?

    Grüße
    Gerd

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