Playstation Move Sharp Shooter

 

 

Review von Filmfan1980

Ich benutze die Sony Sharp Shooter Gun mit Killzone 3 (wie wohl die Meisten) und bin absolut begeistert. Anfangs ist es zwar etwas gewöhnungsbedürftig aber mit ein bisschen Übung geht es sehr gut von der Hand und ist extrem spaßig. Aber in erster Linie soll hier natürlich der Move Sharp Shooter bewertet werden mit seinen Funktionen und Möglichkeiten und nicht das Spiel Killzone 3 😉

Das Wichtigste vorweg: Das, was diese Knarre von den meisten anderen am Markt unterscheided ist, dass der Move Motion Controller in der Sharp Shooter Gun an einem USB-Anschluss hängt und somit alle Tasten an der Waffe DIGITAL angebunden sind statt mechanisch. Das ist ein riesiger Vorteil, da somit sämtliche PS3 Buttons an der Waffe verfügbar sind und weil theoretisch jeder Move Shooter per Software-Update kompatibel zum Sharp Shooter gemacht werden kann.
Andere Knarren funktionieren meist mechanisch, das heißt dass innen eine Mechanik vom Abzug zum T-Trigger des Motion Controllers führt. Das funktioniert erstens weniger präzise und zweitens funktioniert das Ganze dann ausschließlich bei Spielen, bei denen man mit dem T-Trigger schießt und bei denen man keine anderen Buttons braucht. Spiele wie Resident Evil 5 sind damit unspielbar, weil man mit der Move-Taste schießt.

Die Move Sharp Shooter Gun hat folgende Funktionen:
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– Digitaler Abzug
– Zweiter Abzug als Knopf direkt unter dem primären Abzug (entspricht der Move Taste). Somit können auch Spiele gespielt werden, bei denen man mit der Move Taste schießt und die kein Anpassen der Tastenbelegung erlauben.
– Über dem Abzug seitlich angebrachte Dreieck- und Quadrat-Tasten (an beiden Seiten, somit für Links- und Rechtshänder geeignet).
– In drei Stufen einstellbare Feuergeschwindigkeit mit einem Hebel an der Seite (ebenfalls für Links- und Rechtshänder)
– Lock-Hebel, der den sekundären Abzug (Move Taste) sperrt – ziemlich nutzlos
– Reload-Taste unterhalb des „Magazins“
– Der Schulterbügel der Waffe ist längenverstellbar
– Pump-Action Lauf am vorderen Teil der Knarre. Dieser betätigt mechanisch den T-Trigger des Motion Controllers. Somit nur sinnvoll einsetzbar für Spiele, die Nachladen auf dem T-Trigger haben.
– Start und Select Tasten links und rechts vom Motion Controller
– Der Move Navigation Controller wird im vorderen Teil der Waffe eingesetzt, somit stehen natürlich auch alle Tasten des Navigation Controllers zur Verfügung

Hier die Vor- und Nachteile:
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++ Digitale Anbindung von Abzug/Tasten an den Motion Controller – die einzige sinnvolle Lösung!
++ Durch die digitalen Knöpfe theoretisch für jeden Move-kompatiblen Shooter verwendbar
++ Es ist zu erwarten, dass viele kommenden Ballerspiele den Sony Sharp Shooter unterstützen werden
+ Liegt gut in der Hand, keine unangenehmen Ermüdungserscheinungen in den Handgelenken
+ Gute Verarbeitung und Optik
+ Man braucht keine Batterien
– Der Navigation Controller sitzt etwas locker in seiner Aufnahme und wackelt daher minimal hin und her.
— Ich hätte mir einen zweiten analogen Stick an der Knarre gewünscht am Griff für die rechte Hand. Damit wäre man noch flexibler gewesen. Aber dann hätte Sony eine extra Version für Linkshänder machen müssen, das wollten sie wahrscheinlich vermeiden.

Der Einsatz (Killzone 3 Singleplayer):
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Ich persönlich finde, dass der Sharp Shooter ziemlich gut in der Hand liegt und bekomme dabei keine Handgelenksschmerzen, Krämpfe oder andere Probleme. Wohingegen ich beim Spielen mit Motion Controller in der Hand die totale Handgelenksstarre nach 20 Minuten bekomme, weil man den Motion Controller ja wie eine Fernbedienung nach vorne hält und dabei ständig die Hand nach vorne „biegt“. Das geht überhaupt nicht, für mich unspielbar. Dagegen ist der Sharp Shooter extrem angenehm. Aber das empfindet natürlich jeder anders, somit muss jeder selbst testen, wie angenehm der Sharp Shooter für ihn ist.
Ich persönlich empfinde eine sitzende, leicht nach vorne gebeugte Position als optimal. Den linken Ellenbogen dabei auf’s Knie aufgesetzt, damit die Knarre nicht nach einer Weile zu schwer wird. Der Sharp Shooter befindet sich dann etwa auf Bauchhöhe und man muss nicht mit dem ganzen Oberkörper zielen sondern macht alles mit Arm-/ Handgelenksbewegungen.

Das Spielen und Zielen mit der Waffe in Killzone 3 braucht schon eine gewisse Eingewöhnung bis es richtig locker von der Hand geht. Man braucht erstmal Übung und ist erstmal damit beschäftigt, die für sich passenden Einstellungen zu finden. Wobei sich für mich persönlich nach vielem Testen tatsächlich die Standardeinstellungen als am besten herausgestellt haben. Gewöhnungsbedürftig ist halt das Bedienkonzept von Killzone 3, dass man die Blickrichtung durch das Bewegen des Cursors an den Bildschirmrand verändert. In einem gewissen, einstellbaren Bereich in der Mitte des Bildes kann man den Cursor frei bewegen ohne dass sich die Blickrichtung verändert. Anfangs fand ich das sehr gewöhnungsbedürftig und war eher mit der Steuerung beschäftigt als mit dem Spiel. Nach etwa 2 Stunden Spielzeit hat man sich aber völlig an die Steuerung gewöhnt und es geht wirklich absolut super von der Hand. Schnelle Drehbewegungen, Blickrichtungsänderungen und gezielte Schüsse, das klappt alles total super und macht eine Menge Spaß. Je besser man sich an die Steuerung gewöhnt hat, desto mehr Spaß macht es. Mich hat es nach anfänglicher Skepsis inzwischen absolut gepackt.

TIPP: Man muss sich angewöhnen, viel mit dem Zoom zu arbeiten. Denn während man ranzoomt, ist die „DeadZone“ extrem hoch, das heißt, dass die Blickrichtung sich nicht verändert, auch wenn man mit dem Cursor relativ nahe am Bildschirmrand ist, und man richtig schön alle Gegner anpeilen und erledigen kann ohne dass das Bild verreißt. Auch sollte man unbedingt mit dem Pump-Action Lauf nachladen statt mit einer Kippbewegung der Knarre, weil bei letzterer Methode auch gerne mal das Bild verreißt.

Fazit:
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Insgesamt eine sehr gute und spaßige Sache und meiner Meinung nach die einzig sinnvolle Plastikknarre für die PS3 wegen der digitalen Anbindung ohne Batterien und weil zu erwarten ist, dass viele kommende Shooter die Sony Sharp Shooter Gun explizit unterstützen werden.
Anfangs ist die neue Steuerung zwar etwas gewöhnungsbedürftig aber nach ca. 2 Stunden Übung hat man den Dreh raus und es macht unglaublich viel Laune. Insbesondere bei Killzone 3 erhöht es im Vergleich zur Move-Steuerung ohne Gewehr-Aufsatz nochmal deutlich den Spielspaß und Realitätsfaktor. Ich freue mich schon riesig auf die kommenden Move Shooter wie etwa SOCOM 4, die ebenfalls den Sharp Shooter unterstützen werden 🙂

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