Plants vs. Zombies: Garden Warfare – Review

Neue Shooter sind weder abwechslungsreich noch innovativ? Plants vs. Zombies: Garden Warfare möchte das Gegenteil beweisen. Ob der kleine Casual-Spaß dieses Ziel auch einhalten kann und ob sich die Spieler-Motivation nicht schon nach einer Stunde im Sande verläuft, klären wir in dieser Review.

Let's Play Plants vs. Zombies Garden Warfare

Plants vs. Zombies war das nicht dieses Puzzle-Tower-Defence-Spiel, indem sich kleine animierte Pflanzen und comic-artige Zombies gegenseitig an die Wuzeln bzw. an die verwesten Gliedmaßen sprangen? Ja, genau dieses Spiel  aus dem Hause PopCap Games möchte nun auch den Shooter-Markt erobern und setzt sich alleine schon stilistisch von der üblichen 0815-Shooter-Masse ab.
Das Entwickler-Studio traf mit der Idee von Plants vs. Zombies genau den Geschmack der Mobile-Spieler und sorgte für einen großen Hype um die Zombie-Prügelei. Nach dem Fehlschlag des zweiten Ablegers möchte das Studio und Publisher Electronic Arts jedoch einen neuen Versuch starten. Dieser ist auch durchaus gelungen, denn Spaß macht der Shooter in jedem Fall. Eines hat er jedoch mit anderen Spielen des Genres gemein. Ohne Multiplayer-Modus kommt auch P vs. Z nicht aus.

Multiplayer-Modi  haben meist wenig mit der Haupthandlung zu tun und sind häufig mehr schlecht als recht umgesetzt. Bei P vs. Z wird gerade dieser Modus groß geschrieben und so wurde die Möglichkeit eines Offline-Spiels schlichtweg gestrichen. Stattdessen dürfen sich die Spieler zum Beispiel im Versus-Modus ordentlich eines auf die Mütze geben.Plants vs Zombies 1
Abgesehen von dem wirklich abgefahrenen Grafikstil und dem Setting eines idyllischen Vororts, stellt das Spiel die bekannten Klassen eines Shooters vor. Nur eben auf seine ganz eigene, niedliche Art und Weise.
Im bereits angesprochenen Versus-Modus, stehen sich( je nach Online-Aktivität der Spieler) zwölf Zombies und zwölf Pflanzen gegenüber. Dabei können die Spieler zwischen folgenden Klassen wählen: Den Kaktus, den Schnapper, die Erbsenkanone oder die Sonnenblume. Diese Gegenertypen mögen zwar nicht sonderlich bedrohlich klingen doch die Pflanzen haben einiges zu bieten. Die Sonnenblume beispielsweise verkörpert den klassischen Medic und hat heilende Fähigkeiten, während der Kaktus die Position des Snipers ausfüllt. Im Lager der Zombies haben die Spieler ebnenfalls reichlich Auswahl. Da wäre der Fußsoldat, der Wissenschaftler, Quarterback und der Ingenieur. Letzerer kann eine Drohne steuern und diese zum Ausspionieren des Gegners einsetzten. Um nicht auf der Stelle zu stehen können die einzelnen Klassen aufgelevelt werden. So werden Fähigkeiten verbessert und ausgebaut. Hilfreich sind dabei jegliche Arten der Beschleunigung, denn P.v.Z spielt sich alles andere als flott. Sind ja auch Pflanzen und Zombies. Im Gartenkommando-Modus gilt es mit bis zu vier Pflanzen gegen kommende Zombie-Wellen anzutreten. Hierbei macht sich das typische taktische Tower-Defense der früheren Ableger bemerkbar. Im Shop besteht die Möglichkeit außer rein optischen Gimmiks auch wertvolle Ki-Einheiten zu kaufen und diese im Gartenkommando-Modus strategisch einzusetzen. Natürlich lassen sich die freigespielten Einheiten auch clever in den Boss-Fights der alle paar Runden wartet einsetzten.
Wem diese Spielmodi zu eintönig sind, kann sich direkt mit einem Freund duellieren. Ein Splitscreenmodus macht so manche Schlacht um einiges witziger und spannender.Plants-Vs-Zombies-Garden-Warfare
Die Steuerung von P vs. Z ist keine Neuerfindung des Rades und sehr einfach und überschaubar gehalten. In den Schlachten geht sie schnell von der Hand und wirkt nicht zu überladen. Somit ist das Spiel ideal für Gelegenheitsspieler, Einsteiger oder um einfach mal einen gemütlichen Spielabend zu verbringen.
Grafisch sieht Plants vs. Zombies: Garden Warfare tadellos aus. Das Spiel basiert auf der Frostbite 3 Engine und liefert ein passables Ergebnis. Der einzigartige Stil in Kombination mit dem Shooter-Genre ist nett anzusehen, wirkt dabei jedoch nicht zu bunt oder übertrieben.
Plants vs. Zombies bietet einen unterhaltsamen Spielspaß und überrascht uns doch sehr. Gerade in der Gruppe bietet die Pflanzen-Zombie-Prügelei ordentlich Potenzial. Auch das Risiko sich voll auf den Online-Multiplayer-Modus ohne die typischen Pay-to-Win-Transaktionen zu setzten war der Richtige Weg seitens EA.
Einziger großer Kritikpunkt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit knapp 30 €, je nach Plattform, erhält man doch einen recht mageren Umfang. Abwechslung und Innovation machen eben noch lange kein lupenreines Spiel aus. Die Entwickler arbeiten zumindest an der Erweiterung der Spielmodi um den Spielern den gewünschten Content liefern zu können.

Fazit: Plants vs. Zombies Garden Warfare ist zweifellos ein humorvoller und spaßiger Shooter, der uns grafisch und gameplay-technisch sehr überraschen konnte. Die Soundausgabe ist hervorragend umgesetzt und die knackigen Effekte runden das Spiel wunderbar ab. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dennoch ein Minuspunkt, was den Spielspaß jedoch nicht mindert. Plants vs. Zombies: Garden Warfare ist für die PS4, die PS3, Xbox One, Xbox 360 und für den PC erhältlich.

In unserem Let’s Play zu P vs. Z könnt ihr euch gerne ein Bild des Shooters machen. Uns konnte es zu mancher Zuschauer-Session motivieren und wer weiß, vielleicht bist Du ja unser nächster Gegner. Was sind eure Meinungen zu dem Spiel und welchen Modus bevorzugt ihr?

pflanzen gegen zombies

 


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