Knights of Valour – Was kann die Neuauflage des Klassikers? (Review)

Free-2-Play-Spiele sind eigentlich eine feine Sache. Der Preis von exakt Null Euro klingt immer sehr verlockend. Jedoch kann der Spaß schnell nach hinten losgehen, wenn die Qualität nicht stimmt. Aus diesem Grund waren wir bei „Knights of Valour“ auch vorsichtig.

Knights of Valour

Bei „Knights of Valour“ handelt es sich um ein actionreiches und tempogeladenes Beat ‘em up. Als Spieler kämpft man daher gegen eine Vielzahl an NPCs und nutzt zahlreiche Kombos. Ebenfalls typisch für das Genre ist das side-scrolling-Element, bei dem man sich von links nach rechts bewegt. Falls ihr damit nichts anfangen könnt: Auch die „LittleBigPlanet“-Reihe basiert auf diesem Prinzip. Doch kommen wir zurück zu „Knights of Valour“. Wie gut schneidet das Free-2-Play in unserem Test ab? Kann die Mechanik überzeugen? Macht der Titel überhaupt Spaß? Diese und weitere Fragen klären wir in den folgenden Zeilen.

Es gibt auch eine Story

Die verantwortlichen Entwickler von GAMESinFLAMES untermalen das freudige Prügeln mit einer Geschichte, die im alten China spielt. Nachdem sich der Gelbe-Kaiser in der Schlacht von Banquan gegen den Yan-Kaiser behaupten konnte, ändern sich die Machtverhältnisse im Land. Nur wenige Nachkommen des Yan-Kaisers konnten der erbarmungslosen Verfolgung entkommen. Nach mehreren Generationen haben sie ihre alte Stärke zurückerlangt und können endlich Rache nehmen. Obendrein brechen sie das Siegel, das den Schlangendämon Xiangliu tausende von Jahren gefangen hielt und sorgen mit seiner Hilfe für Chaos und Verwüstung im gesamten Land. Und selbstverständlich fordern sie die Herrschaft über die Welt im Namen des Yan-Kaisers zurück.

Klingt jetzt nicht unbedingt schlecht und ist wohlgemerkt auch ein vertrauliches Grundgerüst für derartige Spiele, wirklich wichtig ist das alles aber nicht. Es gibt zwar einen Grund, warum wir all das machen, im Endeffekt wollen wir aber eh nur einfach reinprügeln und so erfolgreich wie möglich sein. Daher ist die Story schnell belanglos. Aber sie stellt sowieso nur ein kleines nebensächliches Feature dar.

Einfach draufhauen!

Halten wir uns aber nicht zu lange mit Nebenfeatures auf und kommen stattdessen direkt zu den wichtigen Dingen. Wie sind die Kämpfe? Zunächst kann man klar sagen, dass sie eine gewisse Vielfalt vorweisen können. Im Spielverlauf trifft man nämlich immer wieder auf neue Gegnertypen, die sich auch voneinander unterscheiden. Sie besitzen also nicht nur ein anderes Design, sondern auch individuelle Fähigkeiten, die einem das Leben zu Hölle machen sollen. Auch wenn die Gegner stets in der Überzahl sind, richten wir als Spieler dennoch eine Menge Schade an. Und das nur, weil wir fleißig irgendwelche Tasten drücken. Am Anfang artete dies schnell in ein blindes Tasten-Bashing aus. Mit anderen Worten formuliert: Wir haben stets Viereck gedrückt und gelegentlich Dreieck. Das war anfänglich auch vollkommen ausreichend, doch schnell merkt man, dass dieser Weg nicht zielführend ist. Aus diesem Grund fängt man an, sich mit den zahlreichen Kombos näher zu beschäftigen. Letztendlich sieht das zwar weiterhin nach einem wilden Tasten-Bashing aus, es steckt aber ein System dahinter.

Eine spannende Sache, die den Erfolg im Spiel zusätzlich belohnt, ist die Tatsache, dass wir uns bestimmte Kombos erst freischalten müssen. Wenn man ein Level abschließt, erhält man Punkte, die man dann eben in die neuen Angriffskombinationen investieren kann. Obendrein können wir sie gegen verschiedene passive Fähigkeiten eintauschen, die unseren Helden stärker werden lassen. Gleichzeitig sind die einzelnen Vorteile an ein persönliches Charakter-Level gebunden. Selbst wenn man also genügend Skillpunkte hätte, kann man nicht automatisch etwas Neues freischalten. Das spornt nicht nur an weiterzuspielen, es fühlt sich auch gerecht an.

Wähle deinen Charakter!

Wir sollten vielleicht noch erwähnen, dass „Knights of Valour“ nicht nur einen Helden besitzt, sondern gleich sieben an der Zahl. Jeder von ihnen beherrscht einzigartige Fähigkeiten, Talente und Kombos. So zeichnet sich der Nahkämpfer Guan Yu, mit dem man auch den Trainingsmodus absolviert, vor allem durch einen erhöhten Schaden aus. Daher eignet er sich gut als Anfangscharakter. Andere wiederum sind sehr schnell und können Kombos besser ausführen. Alles in allem unterteilen die Entwickler die einzelnen Helden in drei verschiedene Gruppe, was die Auswahl deutlich erleichtert. Es gibt den Power-Typ, den Speed-Typ und letztendlich den Skill-Typ, wo man mit Huang Yun auch eine Fernkämpferin findet, die dennoch oft die Feinde direkt angreift.

Die Charaktere stellen aber nur ein Grundgerüst dar. Neben den bereits angesprochenen Skillpunkten, kann die einzelnen Werte wie Angriffsschaden, Angriffsgeschwindigkeit und Verteidigung durch Ausrüstungsgegenstände verbessern. Hierfür stehen insgesamt sieben vorgeschriebene Slots zur Verfügung. Vorgeschrieben daher, weil in einem bestimmten Slot nur Helme platziert werden können. Die entsprechenden Gegenstände findet ihr hauptsächlich in den einzelnen Level. Lobenswert ist zudem das Menü, das einen übersichtlichen Vergleich der einzelnen Ausrüstungsgegenstände ermöglicht. Somit weiß man sofort, was besser ist und was man eher links liegen lassen sollte.

Vor allem die Kombination aus Skillpunkten und Gegenständen sorgt dafür, dass man sich intensiver mit seinem Charakter beschäftigt. Man überlegt, was effektiv wäre und im Endeffekt einen deutlichen Vorteil mit sich bringen könnte. Obendrein sorgt das Sammeln für eine höhere Spielzeit. Wer jedoch nicht so lange warten will, bis er etwas Gutes erhält, kann auch auf den Shop zurückgreifen. Hier verkauft man nicht nur überflüssige Gegenstände, es besteht ebenfalls die Möglichkeit, neue zu kaufen. Und wem auch das zu lange dauert, der kann sich im PlayStation Store für Echtgeld nützliche Dinge besorgen. Ob das wirklich notwendig ist, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Vierfaches Prügeln

Ihr merkt vielleicht schon, dass die Entwickler von „Knights of Valour“ viele Elemente eingebaut haben, um für Langzeitmotivation zu sorgen. Dabei behilflich sollen auch spezielle Events sein, die in einem bestimmten Zeitraum stattfinden und besondere Boni bringen. Wer in den nächsten zwei Wochen den Titel spielt, erhält beispielsweise die doppelte Anzahl an Erfahrungspunkten oder Ähnliches. Interessant sind zudem die täglichen Aufgaben, deren Prinzip uns schon in der Vergangenheit sehr gut gefallen hat. So haben wir dank derartiger Features in der Testphase von „Ride 2“ völlig neue Dinge ausprobiert und in „Paragon“ sorgen sie für eine höhere Motivation. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir auch hier nur Positives zu diesem kleinen, aber feinen Feature nennen können.

Letztendlich könnte es für viele Spieler aber der Multiplayer sein, der langfristig interessant ist. Denn hier können bis zu vier Personen gleichzeitig fleißig auf die Tasten hauen und eine Vielzahl an Gegner töten. Vor allem wenn man sich mit Freunden verabredet und gemeinsam loszieht, kann das eine große Portion an Spaß mit sich bringen. Während unseren Tests haben wir zwar auch zufällige Spieler gefunden, ob dieser Trend aber anhalten wird, ist fraglich. Schließlich fehlt dann doch die notwendige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, um genügend Leute anzulocken, die die Server füllen.

Knights of Valour

Leider keine deutsche Übersetzung

Bleibt zum Abschluss nur noch eine Frage zu klären: Spielt die Technik mit? Im Großen und Ganzen funktioniert alles. Jedoch kam es gelegentlich vor, dass die Bildwiederholrate spürbar absank, sodass das Gameplay ins Stocken geriet. Das war zwar nur für einen kurzen Augenblick, dennoch etwas nervig. Ebenfalls lästig sind die Ladezeiten. Allein beim Wechsel in einem neuen Bereich innerhalb eines Levels müssen wir uns manchmal kurz gedulden. Blickt man auf die Grafik, muss man eindeutig sagen, dass „Knights of Valour“ nicht gerade die Crème de la Crème darstellt, was bei diesem Titel aber keineswegs schlimm ist. Hier stehen klipp und klar andere Aspekte im Vordergrund und eine exzellente Grafik würde daran nichts ändern. Große Fehler, Bugs und so weiter haben wir zudem nicht feststellen können.

Eine wichtigen Punkt müssen wir noch nennen. Das gesamte Spiel ist ausschließlich in der englischen Sprache verfügbar und lässt sich nicht in beispielsweise Deutsch umstellen. Für den ein oder anderen Spieler kann das Probleme hervorrufen und/oder recht störend sein. Verfügt man aber über gewisse Kenntnisse sollte man keine großen Verständnisschwierigkeiten haben.

Fazit:

„Knights of Valour“ ist eigentlich eine runde Sache. Es gibt zwar einige Kritikpunkte, wie das manchmal ins Stocken geratene Gameplay, wirklich etwas beanstanden, können wir jedoch nicht. Das grundlegende System muss man zwar mögen, es funktioniert aber in jeglicher Hinsicht einwandfrei. Dank verschiedener Ausrüstungsgegenstände, einer vielfältigen Auswahl an Charakteren und einiger interessanten Aufgaben wird das prinzipiell monotone Gameplay etwas umfangreicher und spannender gestaltet. Wenn man nun noch bedenkt, dass es sich hierbei um einen Free-2-Play-Titel handelt, können wir mit dem Ergebnis vollkommen zufrieden sein. Wer Beat ‘em up mag, kann sich „Knights of Valour“ ruhig einmal anschauen.

Knights of Valour

Gewinnspiel

Falls ihr nun Lust auf „Knights of Valour“ bekommen habt, solltet ihr an unserem Gewinnspiel teilnehmen. Denn in Kooperation mit den Entwicklern können wir einige Codes verlosen (20+), mit deren Hilfe man das „First Top Up Exclusive Packs“ im Wert von 4,99 Euro freischaltet. Um teilzunehmen, muss man lediglich ein Kommentar verfassen. Viel Glück! Ende des Gewinnspiels ist der 25.05.17

Offizielle Produktbeschreibung

Arcade never dies! Erlebe ein side-scrolling, beat ‚em up arcade Meisterwerk! Basierend auf dem legendären Arcade-Franchise ist Knights of Valour ein actionreiches und tempogeladenes Beat ‘em up, das in wunderschönen side-scrolling Stages stattfindet.

Wähle einen von sieben verschiedenen Charakteren, die einzigartige Fähigkeiten besitzen, um sich deinem individuellen Spielstil anzupassen. Sammle Equipment und erlerne viele neue Skills, um die Fähigkeiten deines Charakters auszubauen und erschaffe spezielle Skill-Combos, um einzigartige Serial Attacks zu erzeugen. Dadurch entsteht eine Vielzahl von Charakter- und Ausstattungskombinationen für den Einzelspieler- und den Online co-op Mode für bis zu vier Spieler.

Spiel als Single Player oder mit bis zu drei Freunden im Online co-op Mode und besiege die Handlanger des Yan Emperor um die Welt vor der Zerstörung durch ein uraltes Übel zu retten!

 

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8 thoughts on “Knights of Valour – Was kann die Neuauflage des Klassikers? (Review)”

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