Killing Floor 2 – Lasst das Gemetzel beginnen! (Review)

Zombies, Bestien und Kreaturen. In Videospielen gibt es allerhand komische Figuren, die in vielen Fällen vor die eigene Waffe laufen. Auch in „Killing Floor 2“ haben wir das Vergnügen, uns gefährlichen Monstern zu stellen. Ob sich dieses Abenteuer lohnt, verrät unsere Review.

Killing Floor 2

„Killing Floor 2“ führt den Spieler nach Kontinentaleuropa, wo ein missglücktes Experiment einer Firma namens Horzine Biotech einen sich rasch verbreitenden, unaufhaltsamen Epidemie ausgelöst hat. Überall sind Zombieklone, die Zivilisation stürzt ins Chaos, Kommunikationswege wurden unterbrochen, Regierungen aufgelöst und Streitkräfte vernichtet. Selbstverständlich liegt es nun an uns, für Ordnung in der komplett lahmgelegten EU zu sorgen und so wagen wir uns direkt in die verseuchten Zonen vor. Das kooperative und kompetitive Sci-Fi-Horror-Spiel soll im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger vorrangig mit mehr Monstern, mehr Waffen und auch deutlich mehr Eingeweiden punkten. Alles in allem also mit einer reichhaltigen Portion an Action und scheinbar auch an Blut.

Die Entwickler von Tripwire Interactive haben außerdem dafür gesorgt, dass eine passende Version für die PlayStation 4 Pro zur Verfügung steht. Der kooperative Shooter bietet aufgrund der zusätzlichen Leistung eine Auflösung von 1080p, die auf eine 4K-2160p-Auflösung erhöht werden kann und so das Potential eines 4K Bildschirm ausnutzt. Durch diesen Schritt steigen außerdem die Details von Umgebung, Waffen und Charaktere.

Komm ran hier!

Bereits im Hauptmenü wird deutlich, dass „Killing Floor 2“ ein Koop-Titel für mehrere Spieler ist. Denn der erste Menüpunkt ist der Multiplayer-Bereich, gefolgt vom Solo-Part. Besonders interessant sowie lobenswert ist der dritte und letzte Punkt: Grundausbildung! Hier bekommt der Spieler alle wichtigen Elemente des Videospieles vermittelt. Dafür startet man direkt mit einer bestimmten Karte und wird mit den sogenannten Zeds konfrontiert. Immer wieder poppen Fenster mit wichtigen Informationen auf. Hat man soweit alles verstanden und die Einführungsmission abgeschlossen, ist man bereit für den Ernst des Lebens, den man, wie bereits erwähnt, lieber mit Freunden oder zumindest mit anderen Mitstreitern in Angriff nehmen sollte.

Denn wenn man lediglich allein die Welt retten möchte, rennt man eigentlich nur ununterbrochen über die Karte. Kein Wunder. Immerhin tauchen ständig irgendwelche Viecher hinter einem auf und drohen euch zu töten. In einer Gruppe kann man schon deutlich taktischer an die Sache herangehen. Ein paar Spieler lassen einen Kugelhagel auf die herannahenden Zeds in einem Gang los, ein weiterer verschweißt sämtliche Türen, um zu verhindern, dass der Feind einem in den Rücken fällt, und wiederum ein anderer sichert einen potenziellen Fluchtweg.

Killing Floor 2

Auf diese Weise entsteht das angestrebte Spielprinzip. Entweder verschanzt man sich oder man rennt davon und feuert in regelmäßigen Abständen ein Magazin auf die flinken Gegner ab. Da diese aber gefühlt von allen Seiten herbeistürmen, ist ein dauerhaftes Verschanzen nicht nur extrem schwierig, es ist auch keineswegs ratsam. Der Schlüssel zum Erfolg ist daher eine klare Kommunikation zwischen den einzelnen Spielern.

„Killing Floor 2“ ist aber nicht nur ein reines Teamspiel. Man kann auch gegeneinander antreten. Ein Trupp aus sechs Spielern versucht in gewohnter Manier, die vorgegebene Zahl an Wellen zu überleben und den finalen Boss zu besiegen. Weitere sechs Spieler schlüpfen in die Rolle von Zeds und versuchen zusammen mit der KI dies zu verhindern. Anschließend werden die Seiten getauscht. Dieses Prinzip funktioniert recht gut, sorgt für Abwechslung und erzeugt gleichzeitig natürlich einen Wettkampf unter den Spielern.

Ich bin ein Revolverheld!

Wie bereits im Vorgänger bietet auch „Killing Floor 2“ verschiedene Vorteile, die entweder komplett überarbeitet oder gänzlich neue hinzugefügt wurden. Vor Beginn einer Runde wählt jeder Spieler einen speziellen Vorteil aus, der, wie der Name es bereits verrät, verschiedene Vorteile mit sich bringt. Zudem ändert sich hierdurch die Ausrüstung, die man zum Start besitzt. Beispielsweise beginnt der Revolverheld sein Abenteuer mit zwei Revolvern, einer zusätzlichen 9mm Pistole, einem Bowiemesser und Nagelbomben. Eine etwas größere Wumme besitzt dagegen der Unterstützer, der nämlich auf eine Pump-Action-Schrotflinte zurückgreifen darf.

Hinzu gesellen sich bestimmte Boni, die sich logischerweise auch je nach Vorteil unterscheiden. Man kann mehr Schaden, mehr Munition, eine höhere Durchschlagskraft und so weiter bekommen. Wie stark die Boni ausfallen, ist wiederum vom persönlichen Level abhängig. Denn je häufiger man ein Vorteil spielt, desto höher ist das Level. Obendrein lassen sich hierdurch auch verschiedene Fähigkeiten freischalten, die wiederum spielerische Vorteile mit sich bringen. Alles in allem hat man hier eine große Palette an Möglichkeiten gegeben, um sich persönlich entfalten zu können und ein effizientes Team zusammenzustellen.

Killing Floor 2

Zusätzlich bieten die Entwickler die Option an, seinen Charakter individuell anzupassen. Insgesamt 14 Charaktere stehen zur Verfügung, deren Kopf und Körper gestalten werden kann. Allerdings muss man hierbei auf vorgefertige Varianten zurückgreifen, sodass die Auswahl pro Charakter eher überschaubar aber auch vollkommen ausreichend ausfällt. Darüber hinaus kann man seinen Lieblingshelden mit ein paar Accessoires ausstattet, wie zum Beispiel eine Gasmaske. Die gesamte Angelegenheit bringt zwar keinen wirklichen Vorteil mit sich, ist aber eine nette Sache, um sich von der Masse an Spielern abzuheben und obendrein wissen die Mitspieler sofort, wer wer ist. Alles in allem spielt die optische Anpassung aber eher eine nebensächliche Rolle.

Mehr Gegner!

Auf den unterschiedlichen Karten treffen die Spieler auf verschiedene Typen von Gegnern. So gibt es neben den Standard-Zeds beispielsweise einen aufgeblähten Widersacher, der mit irgendeinem Sekret um sich spuckt. Also sollte in diesem Fall stets auf Abstand bleiben, was ein wiederum anderer Zed nicht erlaubt. Denn der ist stellenweise einfach so schnell, dass eine Flucht beinah unmöglich erscheint. Demnach empfiehlt es sich, auf die gute, alte Methode zurückzugreifen: Feuer frei! Alternativ stehen natürlich auch Nahkampf-Waffen zur Auswahl. Wenn man gerade im Blutrausch ist und die Gegner mittels Kopfschuss ausschaltet, kann das Spiel gegebenenfalls verlangsamt werden, wodurch man seine Präzision zumindest kurzzeitig steigern kann.

Wie bereits angedeutet, treten die Zeds in Wellen auf, deren Anzahl man zu Beginn einstellen kann. Hat man alle vorgegebene Runden erreicht, wird man mit einem Endboss konfrontiert, der eine Menge an Blei verträgt. Fasst man das Gameplay zusammen, dann wird in „Killing Floor 2“ auf eine unterhaltsame Weise sinnlos und stumpf durch die Gegend geschossen.

Killing Floor 2

Und die Technik?

Die Grafik präsentiert sich mit einer soliden Leistung und die Feinde an sich sehen recht gut aus, besitzen aber recht lahme Animationen. Dafür können sich die Spieler über einen passenden Soundtrack in Richtung Metal Musik freuen, der das Gemetzel prächtig in Szene setzt. Gleiches trifft für den Waffen- und Monstersound zu, wodurch eine gute Atmosphäre entsteht und den Spielspaß nach oben treibt. Wie sich „Killing Floor 2“ auf der PlayStation 4 Pro schlägt, können wir aktuell aber nicht genau sagen. Aus diesem Grund halten wir uns mit entsprechenden Aussagen zurück.

Fazit:

Zusammengefasst macht „Killing Floor 2“ einfach nur Spaß und stellt ein erstklassiges Koop-Spiel dar, das auf unnötigen Schnickschnack verzichtet und stattdessen auf Schlichtheit setzt. Feuern, Sprinten und Springen sind die zentralen Elemente des Gameplays. Für eine gewisse Abwechslung ist aufgrund der vielfältigen Vorteile und der unterschiedlichen Karten gesorgt. Abgerundet wird alles durch einen guten technischen Aspekt. Für einen Kaufpreis von unter 40 Euro macht man hier nichts verkehrt.

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