Hitman: Absolution – Die Preview zu Agent 47

Agent 47 kommt 2012 endlich zurück, nachdem der letzte Auftritt in einem Videospiel mit „Hitman: Blood Money“ bereits 5 Jahre zurück liegt. Einen Zwischenstopp legte der Hitman 2007 auf den Kinoleinwänden mit dem Film „Hitman – Jeder stirbt alleine“ ein. Mehr oder weniger Erfolgreich, für eine Videospielumsetzung jedoch ein ganz ordentlicher Film. Was uns aber mehr interessiert ist die Frage, wann denn das nächste Videospiel erscheint, in dem  man Agent 47 endlich wieder selber steuern darf. Die offizielle Bestätigung der Entwicklung liegt, wer hätte es geglaubt, schon lange zurück. Damals noch auf der Games Convention in Leipzig, die mittlerweile seit drei Jahren von der GamesCom in Köln abgelöst worden ist, kündigte Entwickler IO Interactive einen weiteren Hitman Titel an.

Der Hitman aka Agent 47

Darauf folgte eine lange Zeit des Schweigens und der Entwickler konzentrierte sich auf andere Titel, wie Kane & Lynch: Dead Man und den Nachfolger Kane & Lynch 2: Dog Day.

Erst im Mai 2011 war es dann soweit und IO Interactive enthüllte gute drei Jahre nach der Bestätigung der Entwicklung den Titel sowie erste kleine Informationsbrocken. Hitman: Absolution sollte der fünfte Teil der Serie tragen und 2012 auch für die Playstation 3 erscheinen. Damit war alles angerichtet, denn einen Monat später, im Juni, fand die E3 in Los Angeles statt. Auf der Messe, die zusammen mit der GamesCom die wichtigste Messe für Spieler ist, konnte IO Interactive dann bereits mit erstem Material sowie zahlreichen Infos zum Spiel auftrumpfen. Dadurch entwicklete sich Hitman: Absolution zu einem der Highlights der Messe.

Was seitdem bekannt wurde über das fünfte Abenteuer von Agent 47, erfahrt ihr jetzt in unserer großen Vorschau zu Hitman: Absolution.

Ein glatzköpfiger Auftragskiller, der im Labor gezüchtet worden ist und im Nacken seinen Strichcode 640509-040147 hat. Das ist Agent 47. Bereits vier Mal brachte Entwickler IO Interactive dessen meist kompromisslosen und erbarmungslosen Missionen auf den Bildschirm. Der fünfte Teil trägt den Titel Absolution, auf Deutsch bedeutet das Vergebung. Betrachtet man den Killer, dann erscheint es ein wenig paradox, dass der Titel Vergebung bedeutet, denn bisher war 47 weniger  für sein gutes Herz bekannt.

Die Zeit, die seit Blood Money vergangen ist, kann man im Spielebereich durchaus als kleine Ewigkeit verstehen. In sechs Jahren des Fortschritts entwickelt sich in Games fast alles. Gameplay, KI, Grafik, Sound und noch viel mehr. Als das ist heute kaum mehr zu vergleichen mit dem Zustand von vor fünf Jahren, umso mehr interessiert es uns alle, was IO Interactive in der Zeit dazu gelernt hat.

Vorweg: Absolution soll keine Kopie der Vorgänger werden und der Entwickler plant einige neue Features in das Game zu integrieren. Auch eine persönliche Seite des ansonsten kaltblütigen Killers soll gezeigt werden.

In Chicago – Nicht nur dem bekannten Lied von Clueso nach

Zur Handlung und Geschichte selber ist noch fast gar nichts bekannt. Abgesehen davon, dass der Hitman hauptsächlich in der US-Metropole Chicago unterwegs ist und man mehr aus der Vergangenheit von 47 und seiner Persönlichkeit erfahren, weiß man kaum etwas. Gegenspieler zu Hitman wird Blake Dexter sein,

der nicht die klassischen Klischees der Spielebösewichte sein wird, sondern auch eine tiefe Hintergrundgeschichte sowie eine eigene Entwicklung hat. Aufträge erhält Agent 47 erneut von Diana, die ihm auch die korrekten Zielpersonen vorgeben und vorstellen wird. Bis zum Release 2012 kann man vor allem an dieser Stelle noch weitere Storydetails erwarten, die nähere Informationen zum Ablauf geben werden.

Technik, Engine, Gameplay, KI und Features

Hitman: Absolution erhält eine komplett neue Engine, die auf den Namen „Glacier-2 Engine“ hört. Der Nachfolger der „Glacier-1“ kann laut Aussagen des Entwicklers mit den Besten

Mithalten. Zu den besten modernen Engines zählen unter anderen die FrostBite 2 oder die CryENGINE 3. Grafisch machten die ersten Demos, die bereits auf der E3 zu sehen waren einen durchaus guten Eindruck. Was das tatsächliche Potential der neuen Engine ist und ob man auf dem Niveau von FrostBite 2 sein wird, muss man abwarten.

Das Gameplay soll sich aber dennoch an den Vorgänger orientieren, um weiterhin das Hitman Erlebnis zu schaffen. Doch auch hier gibt es zeitgemäße Neurungen, die IO Interactive in Absolution integrieren.
Es wird ein vollwertiges Deckungssystem ins Spiel integriert, was entscheidend für das lautlose und versteckte Vorgehen ist, was in Absolution noch stärker in den Mittelpunkt rücken soll. Außerdem wird ein komplett neues Feature integriert, der sogenannte Instinkt-Modus. Instinkt wird dem Spieler verfügbar gemacht, damit er besser mit der nun fortgeschrittenen und intelligenteren KI. Wer den Detektiv-Modus aus Batman: Arkham Asylum kennt, der wird auch die Funktion von „Instinkt“ schnell begreifen. Der Modus zeigt dem Spieler auf Feinde an, die sich hinten Regalen, Mauern oder sonstigen Deckungen aufhalten. Wie weit das  begrenzt ist steht noch nicht fest, es sollte jedoch verhindert werden, dass der Instinkt-Modus zu mächtig wird, ähnlich des Detektivmodus aus Arkham Asylum.

Insgesamt soll das Leveldesign Variationen bieten und teilweise größere, aber auch kleinere Areale bieten, als zuvor. Eine große Kartenansicht wird es nicht geben, dazu muss die MiniMap ausreichen.
Traditionell wird es auch wieder möglich sein, sich mit Verkleidungen Vorteile zu verschaffen und Feinde zu täuschen. Doch diesmal ist eine Verkleidung in keinem Fall ein Freifahrtschein für einen reibungslosen Missionsablauf. Auch mit Verkleidung kann es sein, dass die KI einen enttarnt und die Tarnung auffliegt. Verhält man sich unauffällig und

Der Hitman als Polizist getarnt

lenkt keine Aufmerksamkeit auf sich, dann wird die Verkleidung als Tarnung erhalten bleiben. Das Instinkt-Feature wird außerdem die Unauffälligkeit der Verkleidung anzeigen und somit ein Maß für die Tarnung sein.
Weiter in den Mittelpunkt rücken soll die Waffenwahl von Agent 47. Wann töte ich wen mit welcher Waffe? Das soll die Frage sein, die sich die Spieler in Absolution immer häufiger Stellen. Erneut wird es auch möglich sein zwei Pistolen zu benutzen. Erstmals ist es möglich Waffen direkt aus der Umgebung heraus aufzunehmen und zu benutzen. Aber die erste Wahl soll auch hierbei das lautlose Ausschalten aus dem Hinterhalt sein. Leichen müssen mehr als zuvor aus dem Blickfeld der KI entfernt und immer Schatten gehalten werden, damit man in seiner Mission nicht entdeckt wird.

Da wären wir auch schon beim nächsten und einem der wichtigsten Dinge in Hitman Absolution. Der Künstlichen Intelligenz(KI).
Diese wird jetzt besser und logischer vorgehen, als zuvor. NPCs sollen zusammenarbeiten und taktisch klug gegen Agent 47 vorgehen. Auf Auffälligkeiten, wie etwa gefundene Leichen und Geräusche wird sinnvoll reagiert, sodass der Spieler immer damit rechnen muss, von NPCs entdeckt zu werden. Auf Schusswechsel sollen sie außerdem clever reagieren und in Deckung gehen, um den Angriffen des Hitmans aus dem Weg zu gehen. Erste Gameplayvideos zeigen bereits das sehr gute Vorgehen der NPCs und deren verschiedene Taktiken.
Neu ist auch das Verhalten von Geiseln. Diese rufen jetzt um Hilfe und nach der Polizei, wenn sie gefangen sind und lenken so die Aufmerksamkeit auf sich. Damit muss man auch bei Geiselnahmen aufpassen und abwägen, ob das der ideale Weg ist oder man lieber eine andere Möglichkeit in Betracht zieht.
Außerdem werden Feinde immer verschiedene Wege ablaufen, sodass es nicht, wie bei anderen Spielen, möglich ist den Laufweg des Polizisten auswendig zu lernen. Jederzeit wird sich eine anderen Situation ergeben, die den Spieler auf neue Weise fordern soll.
Ähnlich des Systems aus Assassin’s Creed wird auch bei Hitman ein Interagieren mit Menschenmassen möglich sein. Untertauchen in der Menge, wie es aus der Meuchelmörderserie bekannt ist, soll zum Täuschen und Entkommen von Gegnern dienen.

Kommt man ohne große Aufmerksamkeit und nur durch lautloses Ausschalten der Gegner durch den Level erhält man einige Belohnungen. Das soll unter anderem dazu anregen, die Stealth-Elemente zu fördern und den Hitman nicht als Third-Person-Shooter durch die Abschnitte zu befördern. Hinzu kommt dass es zahlreiche Checkpoints in jedem Abschnitt gibt, sodass es zu weniger Frustmomenten kommt, wenn man einmal nicht erfolgreich ist. Damit soll auch der Schwierigkeitsgrad etwas abgemildert werden, sodass auch etwas schlechtere Spieler Spaß am Hitman haben.

Ein Nahkampfsystem wird ebenfalls integriert sein und sich so auch neue Möglichkeiten in direktem Aufeinandertreffen ergeben werden.

Klettern kann Agent 47 nun auch

Einfacher oder schwerer als die Vorgänger?

Auf den ersten Blick scheint es so, dass die Serie viel von ihrer Schwierigkeit und ihrem Anspruch verloren hat und stark in die Richtung der Anfänger geht. Natürlich geht es bei IO Interactive auch darum neue Spieler an die Serie heranzuführen, da ist es klar, dass man versucht das Spiel auch leicht zugänglich zu machen.

Zunächst ließ der Entwickler verlauten, dass man sich selber von den Fans nicht zu sagen haben lasse und man selber genau wüsste, wie man Absolution entwickelt und entwickeln sollen. Man wisse zwar, was die Fans wollen, dennoch wird man sich nicht von den Fans vorschreiben lassen, wie man arbeiten soll.

Doch auch hier hat der Entwickler für Fans der alten Schule eine gute Nachricht hinterlassen, denn Hitman: Absolution wird einen Hardcore Modus bieten. Das bedeutet es kommt mehr darauf an, wenig Aufmerksamkeit zu erregen und leise durch die Level zu kommen, als in den anderen Schwierigkeitsgraden. Hinzu kommt, dass der Hardcore Modus mit einigen Erfolgen, also auch Trophäen verknüpft ist. Laut Entwickleraussagen wird der Hardcoremodus die alten Veteranen ansprechen und auch den Wiederspielwert deutlich erhöhen. IO Interactive  will damit versuchen sowohl alte Fans der Serie, als auch neue Spieler ansprechen und an die Hitman Serie heranführen.
Inwiefern das dann funktionieren soll steht nicht fest, denn die Gefahr besteht, dass Absolution, der Spagat zwischen Serienneulingen und Serien-Veteranen nicht gelingt. Den direkten Vergleich kann man dann erst im finalen Spiel machen.

Neu in der Serie: Multiplayer

Der Entwickler hat bereits bestätigt, dass Hitman: Absolution zum ersten Mal in der Geschichte der Serie einen Multiplayermodus bekommt. Das war es dann auch schon, was offiziell bestätigt worden ist, denn was man sich unter einen Multiplayermodus in Absolution vorzustellen hat bleibt weiter offen. Denn normalerweise arbeitet der Hitman alleine und schleicht ohne jegliche Hilfe herum.

Für den Entwickler ist es verständlich, dass sich die Gamer unter einen Multiplayer in Hitman nichts vorstellen können. Zudem versicherte er, dass der Hitman im Einzelspieler definitiv auch in Teil 5 alleine arbeiten wird und keine Hilfe von außen beansprucht. Abgesehen von seiner langjährigen Kontaktperson Diana natürlich, die auch in Absolution vorkommen wird. Auf weitere Details zum Multiplayer selber darf man natürlich gespannt sein.

Absolution – Hitman mit neuem Glanz (auf der Glatze)

Sicherlich gibt es einiges, das sich geändert hat, wenn man die Informationen zu Hitman: Absolution mit den Spielen aus der Vergangenheit vergleicht. Auf den ersten Blick werden alte Fans sich wohl eher die Haare raufen und die Augen verdrehen, wenn sie hören, was IO Interactive aus dem alten Hitman machen will. Dennoch fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass der Entwickler an den richtigen Stellen schraubt. Viele Spieler hatten einige Frustmomente erlebt und waren schnell nicht mehr in der Stimmung die Aufträge des Hitman weiter auszuführen. Durch zahlreiche Features, die das Gameplay zugänglicher machen werden, wie etwa das Instinkt Feature oder das teilweise auch lineare Leveldesign, schafft IO Interactive auch den nicht so eingefleischten Spielern einen angenehmen, aber dennoch fordernden und spaßigen Weg durch die Geschichte zu liefern.

Kaltblütiger Glatzkopf

Doch auch die Wünsche der Hardcore-Fans werden bedient. Der eigens angekündigte Hardcore-Modus soll auch für die besten Spieler fordernd und nicht einfach sein.

Die Gameplayelemente, die der Entwickler neu eingefügt hat, scheinen einen guten Mittelweg zu bilden zwischen den Ansprüchen der verschiedenen Zielgruppen.

Grafisch ist in den fünf Jahren einiges passiert. Absolution liefert technisch einiges und die Glacier-2 Engine scheint stärker zu sein als bisher erwartet.
Erste Videos zeigen bereits, dass das System, um die bessere und intelligentere KI und das Instinkt Feature als Gegenstück, äußerst gut funktioniert.

Wie der Multiplayer funktionieren soll, steht momentan wohl noch in den Sternen, denn in der Serie gab es noch nie einen Mehrspielerteil. Welche Spielmodi enthalten sind und wie ein Spiel, das nur eigentlich nur auf Stealth-Elemente setzt, im Multiplayer funktionieren kann ist fraglich. Dennoch muss man auch hier abwarten, was die Zeit bis zum Release ergibt, möglicherweise gibt es eine Betaphase zum Mehrspielerpart.

Betrachtet man Absolution als gesamtes, dann darf man wohl einen besonderen Titel im kommenden Jahr erwarten. Die gesamte Idee wirkt stimmig und die Entwickler scheinen in ihrer Arbeit eine klare Linie zu haben. Bis der Hitman es aber endlich wieder auf die Playstation schafft, vergeht noch einiges an Zeit, denn einen genauen Releasetermin gibt es nicht. Allerdings darf man als Fan durchaus davon ausgehen, dass Agent 47 mit neuem Glanz auf der Konsole erscheint. Möglicherweise auch mit einer Frisch polierten Glatze.

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