HELLBLADE – Senua, keltische und kriegerische Göttin

Heute gab es wieder ein Update von Entwickler Ninja Theory zum kommenden Action-Spiel HELLBLADE. In dritten Entwicklertagebuch sprach das Team über die Protagonistin des Spiels, Senua. Weibliche Helden in Videospielen sind ein Risiko, da sie sich häufig nicht so gut verkaufen lassen, wie männliche Charaktere. Da HELLBLADE ein Indiependent-Spiel ist, das von Ninja Theory selbst entwickelt und finanziert wird, können sie sich dieses Risiko erlauben. Außerdem beweist das Team ein ums andere mal das Gegenteil und hat bisher in fast jedem Spiel eine starke neue Heldin etabliert. Einzige Sorge gilt einer glaubwürdigen Heldin, die genau richtig für die Geschichte von HELLBLADE ist.

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Der künstlerische Leiter von Ninja Theory, Tameem Antoniades, stolperte vor einiger Zeit über einen Bericht über ein 2002 entdecktes Keltengrab. Die Grabbeigaben in dem 1600 Jahre alten Schrein sprachen eine deutliche Sprache – dort wurde eine keltische und kriegerische Göttin namens Senuna (auch Senua) zur ewigen Ruhe gebettet. Besonders der Name und das Mysterium der Göttin, über die kaum etwas bekannt ist, gefielen ihm besonders gut. Inspiriert durch diesen Bericht, nahm die Senua von HELLBLADE langsam Gestalt an.

Die Entwickler erschufen einen Charakter der immens realistisch, schön, zornig und historisch geerdet ist. Das Mysterium um Senua und ihre Geschichte, treiben das actionreiche Spiel voran, geben mehr und mehr Details über sie preis während sie in eine Version der Hölle hinab steigt. Sie ist völlig anders als Protagonistinnen in anderen Spielen. Ihr Charakter ist facettenreich und wird von den Entwicklern wie folgt beschrieben: Sie ist nicht sexy, nicht knapp bekleidet, nicht jung und nicht dünn, dafür aber atemberaubend, fesselnd und vor allem glaubhaft.

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Mit dieser Charakterbeschreibung und dem Kelten-/Vikinger-Setting des Spiels gingen Ninja Theorys Künstler ans Werk und erschufen ihre Version der keltischen Göttin. Senua ist kampferprobt, das zeigen nicht nur ihr muskulöser Körper, sondern auch die Narben und die Kriegsbemalung. Besonders glaubhaft gelang das Gesicht dank einer neuartigen dreidimensionalen Scan-Technik. Herhalten durfte dafür eine Mitarbeiterin von Ninja Theory. Ein echtes Gesicht hat unendlich viele Details durch kleine Falten und Poren. Diese echte Referenz hebt den Realismus auf ein völlig neues Level und erlaubt das Arbeiten mit echten Texturen und einer realistischen Beleuchtung.

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