HELLBLADE | Erstes Gameplay: Starke Protagonistin mit Schwächen

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Die E3 ist schon jetzt in aller Munde. Auch das Entwicklerstudio Ninja Theory, die uns über ihr AAA-Indipendent-Spiel HELLBLADE mit Entwickler-Tagebüchern stets auf dem neuesten Stand halten, melden sich nun mit einem eindrucksvollen neuen Trailer zu Wort. Dieser zeigt zum ersten mal Gameplay-Szenen des Spiels. Zusätzlich dazu haben wir uns den aktuellen „Dev-Diary 12“ angeschaut und analysiert, was die Entwickler über Protagonistin Senua und das Gameplay verraten haben.


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Zunächst verrät das Team, dass ein so unabhängiges Spiel es erlaubt, auch schwierige, komplexe oder ungewöhnliche Probleme zu thematisieren. In HELLBLADE geht es unter anderem um Psychosen oder Geisteskrankheit. Protagonistin Senua leidet an einem Trauma durch eine sehr gewaltreiche Vergangenheit, in der ihre Heimat unter einer Vikinger-Invasion gelitten hat. Die Bedrohung ist noch immer sehr real, aber die Vikinger, die ihr auf der Reise begegnen, sehen beflügelt durch ihre Psychose, aus, wie eine Armee von untoten und monströsen Kriegern. Senua leidet neben diesen Halluzinationen auch unter Angstzuständen und Depressionen. Trotz dieser Krankheit versprechen die Entwickler eine starke Persönlichkeit, schließlich ist und bleibt Senua eine ausgebildete Kriegerin. Ihre Reise führt sie nach Hellhain, in ihre nicht ganz sprichwörtliche, sondern vielmehr ganz persönliche Hölle.

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Neben seiner starken Geschichte um Senua, ruht das Spiel auf drei Säulen, die gleichzeitig seine größten Stärken sind: Gestaltung der Spielwelt, Kampf-System und Erkundung der Spielwelt. Die Welt von HELLBLADE ist eine abwechslungsreiche und raue Welt, die große weitläufige Areale bietet, aber nicht komplett in Open-World-Manier bereist werden kann. Das Design der Welt ist inspiriert von nordischer Geographie und ihrer Mythologie: Schroffe Felsformationen, wilde Meere, tiefe Schluchten, alte Ruinen, dichte Wälder und Schiffsfriedhöfe sind einige der eindrucksvollen Bilder aus den Trailern. Die Welt ist dynamisch und verändert sich während Senuas Reise – wie viel davon nur in ihrer Fantasie statt findet, bleibt abzuwarten.

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Daran schließt sich das große Thema „Exploration“ an, das Ninja Theory so wichtig ist, also das Erforschen der Spielwelt. Hier setzt das Team nicht auf die Standard-Quests, die man vielleicht erwarten würde á la Gegenstände suchen und sammeln. Das lenke nur zu sehr von Senuas Gefühlen und ihrer persönlichen Lage ab. Stattdessen geht es um optische Illusionen und das Auslösen beziehungsweise Aufstöbern von Erinnerungen. Menschen mit Psychosen neigen dazu, ihre Umwelt sehr genau zu beobachten und zu interpretieren. Außerdem sind sie sehr kreativ und genau das soll in HELLBLADE Aufgabe der Spieler werden. Geht er mit offenen Augen durch die Spielwelt, soll er viele verblüffende optische Illusionen entdecken und Probleme kreativ lösen.

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Wir dürfen sehr gespannt sein, wie sich HELLBLADE weiter entwickelt und was wir in den nächsten Wochen von Ninja Theory erfahren. Wie findet ihr das ungewöhnliche Thema der Psychosen in Verbindung mit dem Gameplay und dem nordischen Setting?


HELLBLADE | E3 Gameplay Trailer (2015)


HELLBLADE | Development Diary 12: The mind of Senua


 

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