Fallout 4 Review – Immer diese Apokalypse

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Und die Apokalypse ist da, die Welt so wie wir sie kannten ist nicht mehr, die Menschheit hat es geschafft und sich fast selbst vernichtet, aber wie gesagt nur fast, denn einige liebe Bewohner der Erde fanden Schutz in sogenannten Vaults und jetzt dürfte jeder Gamer wissen um welches Spiel es sich hier handelt bzw. um welche Spielereihe. Richtig um Fallout besser gesagt um Fallout 4.

Wir sind sehr große Fans der 50er-60er Jahre bzw. dessen Styles, die lustigen Werbefilme oder einfach diese kunterbunte. Das ist auch die Welt von Fallout 4, na ja vor der Apokalypse *g*.

Dieser Mix von Altem und der Zukunft war schon immer eine der größten Stärken der Reihe, doch ob auch Fallout 4, wie seine Vorgänger, überzeugen kann, klären wir in dieser Review, also ab ins Ödland Ghole jagen und Strahlemann Thompson spielen.Fallout 4 2016

Story:

Ein kleiner idyllischer Vorort von Boston, das Baby schreit, wir haben gerade eine Vault Versicherung abgeschlossen und alles scheint ok zu sein, Ähh falsch. Die Welt steht am Abgrund und wir sind gezwungen in einem Vault (Schutz-Bunker3.0) Zuflucht zu suchen. Dies gelingt uns auch, doch im Vault angekommen ergeben sich einige Sachen und wir kommen erst 200 Jahre später aus dem Vault raus, wir möchten an dieser Stelle nicht so viel spoilern, aber die Story ist anfangs eine Suchgeschichte.fallout-4-bild-10 2016

Doch die Welt wie wir sie mal kannten existiert nicht mehr und wir müssen uns anfangs zu Recht finden, da hilft uns unser alter Haus-Roboter, der mal eben 200 Jahre auf uns gewartet hat.

Aus der „Wir suchen jemanden“- Geschichte wird ganz schnell was größeres, denn auch die Welt nach der Apokalypse hat Probleme, ok das klingt wirklich seltsam. Die Menschen auf die wir treffen haben nicht Angst vor irgendwelchen Monstern, nein, das sogenannte Institut scheint der Feind Nummer 1 zu sein, denn dieser züchtet menschenähnliche Roboter, das mögen die echten Menschen so gar nicht, die Story erinnert ein wenig an Terminator und Blade Runner bzw. Einem Mix aus beidem.fallout-4-bild-6 2016

Die Story von Fallout 4 ist keine Meisterleistung, aber dennoch sehr gut verpackt, auch die ganzen Nebengeschichten sorgen für ein gewisses Maß an Abwechslung und ziehen uns sehr gut in die Welt von Fallout4 rein. An vielen Ecken des Spiels stoßen wir auf weitere sehr unterhaltsame Geschichten, auch Tagebucheinträge aus der Zeit vor oder kurz nach der Apokalypse sind hierbei sehr unterhaltsam und gut in Szene gesetzt. Lediglich das Wiederholen von kleineren Missionen wie Befreie Geisel A von Ort B nerven hin und wieder. Aber Missionen wo wir uns als Detektiv verkleiden oder als Superheld sind einfach genial in Szene gesetzt und das sind die Stärken des Spiels, besonders der schwarze Humor sucht seines gleichen.

 

Grafik:
Wir haben lange im Team überlegt wie wir euch die Grafik von Fallout 4 beschreiben könnten, nun wir gehen es mal an.
In den ersten 2-3 Stunden in Fallout 4 sagen wir uns, ui ui das sieht schon recht gut aus, nicht WoW, aber sehr gut und diese Orte, wie kaputt die sind und die ganzen kleinen Unterschiede der Welt nett, nett und da gibt es was zu entdecken und da auch, schön.fallout-4-bild-17 2016
Nach 3-6 Stunden: Oo, das kommt uns aber doch etwas bekannt vor, aber cool.
Nach 6-12 Stunden: Mensch, das sieht wieder gleich aus, das auch und das auch. Hmpf, wieder ein kleiner Ort, ok. Die Grafik von Fallout 4 kann leider nicht mit anderen Titeln wie The Witcher mithalten, braucht es aber auch nicht, denn sie hat ihren eigenen Charme, der aber auch, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig ist. Als wir das erste Mal in der (sogenannten) großen Stadt waren, hatten wir hohe Erwartungen, die dann komplett enttäuscht wurden, da es sich eher um ein kleines Dorf handelte direkt gesagt.
Die Animationen der NPC sind ok, sowie deren Verhalten, aber mehr als ernten oder rumlaufen tun sie nicht, wie wäre es mit mehr Interaktion gewesen?
Die Gegner sehen zum größten Teil gut gestaltet aus und man hat nie das Gefühl in einer Clone Fabrik gelandet zu sein, besonders bei den Mutanten müssen wir doch des Öfteren lachen und als wir durch Zufall ganz nahe an einen Raben gelangten bevor er weg flog, haben wir gesehen, dass sogar dieser schick (krank) moduliert wurde, so sollte das sein.
Was uns grafisch überhaupt nicht gefallen hat, sind die Wasseranimationen oder das Schwimmen, Tauchen, puh das ist wirklich nee sry. Sachen, wie ein radioaktiver Storm oder der Tag- / Nachtwechsel, sind sehr gut in Szene gesetzt und daran gibt es nichts auszusetzten.fallout-4-bild-5 2016
An der Stelle müssen wir auch erwähnen, Fallout 4 ist das erste Fallout in Deutschland was unzensiert erschien und das sieht man. Der Gore Effekt ist doch schon hoch, aber ganz ehrlich das gehört zur Reihe und sorgt auch lustige Momente;). Uns hat das sehr gefallen.
Fallout ist grafisch ok, aber nicht mehr.

Gameplay:
Das Gameplay in Fallout 4 ist sagen wir es mal ruhig und sachlich, anstrengend, sehr anstrengend, ach nee, es ist teilweise einfach nur…… Doch was genau meinen wir jetzt, nun gehen wir mal auf die verschiedenen Punkte ein. Fangen wir doch gleich mal mit dem Thema KI an. Die KI in Fallout4 ist seit Jahren das schlechteste was wir in ähnlichen Spielen gesehen haben. Die Gegner haben zu oft Hänger, wo wir uns denken, ok lief bei denen. Mitten im Kampf hören die Gegner auf zu kämpfen und wir laufen quasi bis auf 2 Meter auf die zu und rotzen sie weg, aber das ist eigentlich nicht das schlimmste; nee nee, die KI unserer Mitstreiter ist eine Zumutung, ja wir schreiben Zumutung, was wir noch nie hatten. Aufgrund unserer Mitstreiter sind wir beim Spielen mindesten gefühlte 50mal gestorben, ein Beispiel:
In einem Lagerraum sind wir und Mitstreiter XYZ, als es zu einem Schusswechsel mit Gegnern kommt, beschließt unser Mitstreiter in einen engen Raum, wo wir uns versteckt hatten, Granaten zu werfen und uns so extremen Schaden zuzufügen. Oder wir befehlen: Geh da hin, was einfach nicht befolgt wird, oder auch das Beste, die KI der Mitstreiter macht was sie will und verschwindet einfach mal minutenlang. FALLOUT 4 (1)Wir fragen uns hier wirklich, was sich Bethesda dabei gedacht hat. Ein weiteres sehr großes Problem sind die unzähligen Bugs im Spiel, natürlich bei einem Spiel dieser Größe können wir viel verzeihen und kleinere Sachen stören uns auch nicht, doch wenn wir (passierte) auf unsere Karte schauen und unsere Kolonien alle weg sind und wir hinreisen und merken, hä, was denn hier los, alle Bürger sind da und bewegen sich nicht und die Werte der Kolonie gehen runter und wir müssen erst die Werkbank nutzen und auf einmal geht wieder alles, puh, das hat genervt.
Auch die zu langen Ladezeiten sind hier nicht mehr zeitgemäß, da hätte man sicherlich auch einen besseren Weg finden können, oder? Die Steuerung ist soweit ok, man kennt es halt und bis auf ein paar kleinere Unterschiede, spielt es sich fast wie ein Shooter. Das sieht beim Bau- Modus anders aus, dieser wirkt sehr dahin geklatscht und lieblos, außerdem, wo bitte finde ich eine Erklärung? Denn sowas gibt es einfach gar nicht. fallout-4-bild-14 2016Zu oft passiert es beim Bauen, dass ausversehen was anderes ausgewählt wird, das hätte man sicherlich anders hinbekommen können. Allgemein das Menü ist nicht wirklich zweckmäßig erstellt worden, in unserem Inventar verlieren wir schnell die Übersicht, Texte werden aufgrund der kleinen Größe des Menüs nicht ganz angezeigt und und und; klar kann man jetzt sagen es hat den Fallout Charme, doch mal ehrlich, was soll das bitte, wir sind sicher das viele dieser Punkte von Moddern wieder gerichtet werden, doch ist das der richtige Ansatz die Community die Arbeit machen lassen? Fallout hat eine Menge zu bieten, unzählige Quests warten auf uns und auch viele Nebenquests, einige von denen wiederholen sich zu oft und das finden wir doch recht schade, so ist es vorgekommen, dass wir 2mal hintereinander eine „Mein Mann/Frau wurde entführt“- Mission hatten. fallout-4-bild-21 2016Andere Missionen sind sehr unterhaltsam und Fallout typisch lustig gemacht von den Dialogen, so wurden wir von einer Siedlerin in einen Laden gelockt und siehe an es war eine Falle, da wären wir nie drauf gekommen. Ok, ein wenig Sarkasmus darf mal sein. Also es gibt viel, sehr viel zu tun in Fallout 4, aber ob das 200+ Stunden sind, können wir bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wir gehen aber nicht davon aus.
Was uns sehr gefallen hat, waren die vielen verschieden Waffen, unsere Powerrüstung müssen wir zugeben, haben bis dato fast nicht benutzt, warum eigentlich, nun warum sollten wir?
Ach wir dürfen das Levelsystem nicht vergessen, dieses ist sehr lustig in Szene gesetzt aber, ähh verwirrt eher. Öfter kam die Frage, was muss ich jetzt nochmal leveln um das zu bekommen.
Allerdings kann hier gesagt werden, nach einer gewissen Zeit hat man den Dreh raus.
Sound:
Fallout 4 zeichnet sich durch eine gut gelungene deutsche Übersetzung aus, das müssen wir hier gleich zu Anfang klarstellen, die Synchronsprecher wirken alle 100%ig bei der Sache und verleihen den Charakteren ihre Note, das gleiche gilt auch für die Musik und die Radio Sender, ja wir hören uns die Radio Sender an, ihr nicht ;). Hier hat Bethesda gute Arbeit abgeliefert. Die Waffen oder Explosionen wirken auch gut. Kommt ein Sturm auf und wir haben die Anlage gut aufgedreht, scheppert es.FALLOUT 4 (2)
Was wir sehr gut finden ist einfach, dass die witzigen Dialoge nicht untergehen und wir einfach oft lachen mussten bei dem ein oder anderen Gespräch.

 

Fazit:

Ein Fazit bei Fallout 4 war nicht so einfach wie bei manch anderen Titeln, am Ende haben wir einfach alle Fakten aufgezählt die Positiven sowie die Negativen. Fallout 4 bremst sich selber aus, durch die vielen beschrieben Probleme (Bugs), dem umständlichen Menü und diversen anderen Sachen geht viel Potenzial des Spiels verloren. Die Welt in Fallout 4 ist bei Weitem nicht vergleichbar mit einer Welt wie bei The Witcher, das muss es auch nicht. Die Geschichte und der schwarze Humor hingegen sind wieder Fallout typisch genial gemacht, die vielen guten Dialoge und Missionen sorgen für eine Menge gefühlter Spielzeit und für ein gewisses Maß an Langzeitmotivation. Desweiteren dürfen wir nicht vergessen, dass es noch einiges an Content für Fallout 4 geben wird, in Form von kostenpflichtigen DLCs, der Season Pass ist für 30 Euro bereits erhältlich.piep boy

Fans der Reihe werden ihren Spaß haben, Gamer, die noch etwas warten können, sollten sich überlegen sich in 1-2 Jahren die Game of the Year- Edition zu kaufen, die dann soweit wir es vermuten alle DLCs beinhalten wird, sowie eine Bug freie Version.

fallout 4 review bewertung

Bethesda Game Studios, die preisgekrönten Macher von Fallout 3 und The Elder Scrolls V: Skyrim, heißen Sie in der Welt von Fallout 4 willkommen – ihrem bisher ambitioniertesten Spiel und der nächsten Generation des Open-World-Gamings.

Als einziger Überlebender von Vault 111 betreten Sie eine durch den Atomkrieg vernichtete Welt. Jede Sekunde ist ein Kampf ums Überleben und alles liegt in Ihrer Hand. Nur Sie können sie wieder aufbauen und das Schicksal des Ödlands bestimmen. Willkommen zu Hause.

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