Doom Review – Erbarmungslos guter Blutrausch

Kennt ihr das? Ein langer harter Tag liegt hinter euch, jeder geht euch auf dem Sack und
ihr wollt einfach mal das Hirn ausschalten und mal wieder was zocken wo man sich keine großen Gedanken machen muss, ihr wollt sogar ein Gefühl hochkommen lassen was ihr mal in den 90er hattet wie zum Beispiel beim Quake oder Duke Nukem zocken.DOOM_Screenshot

Dann könnte das neue Doom was für euch sein. Bethesda hat es nach einigem hin und her geschafft ein neues Doom Spiel zu veröffentlichen. Nachdem die Story komplett umgekrempelt wurde, eine neue Engine von Bethesda ins Spiel kommt und und…. wurde es Zeit der Hölle einen erneuten Besuch abzustatten.
Ob das neue Doom überzeugen kann oder eher Fallobst ist, klären wir in dieser Review.

Ach und hört ruhig unseren Song zum Spiel ;).
Gleich zu Anfang, Doom und Story ist so ein Thema :p Doom ist nicht gerade dafür bekannt Story-technisch abzuliefern bzw. besonders tief zu sein, da war der Kinofilm schon das höchste der Gefühle.
Doch wie ist es bei Doom 2016? Spielt der Story-Modus überhaupt eine Rolle oder wollen wir einfach nur im Multiplayer Modus unser Unwesen treiben? Oder sogar nur neue Level basteln, was mit dem mitgelieferten Map-Editor machbar ist?doom-bild-2

Ach wir können schon einiges machen, doch kommen wir mal zurück zur Story.
Der Mars, es läuft was schief und die Hölle feiert ihr Comeback in Sachen, wir siedeln uns wieder auf dem Mars ein und wollen die Menschen vernichten, ach und Schuld am allen ist wieder eine Person oder Organisation, letztere versucht aus der Hölle ihren Vorteil zu ziehen, mehr wird hier nicht verraten, außer dass wir bzw. unser Held wieder alles verhindern muss.

Hier finden wir es schade, dass die ursprüngliche Story fallen gelassen wurde, diese spielte auch auf der Erde wo die Dämonen nun ihr Unwesen treiben und Widerstandskämpfer diese vertreiben wollen.
Also die Story im neuen Doom ist sehr einfach und plump gehalten, es gibt keine oder kaum Ereignisse, die einen mitreißen, die Levels sind leider meist zu eintönig. Man konzentriert sich eher nur auf das Rumballern, es gibt zwar da und da einige separate Sachen in Form von Audio Logs zum Beispiel aber diese bleiben eher auf der Strecke.
Doch das überrascht jetzt nicht, die einfache Story passt perfekt zum Gesamtprodukt was nicht negative zu verstehen ist. Horror oder schock Momente bleiben komplett aus, also wer hier die Spannung oder den Horror eines Dead Space 1 erwartet wird enttäuscht werden.
Also Hirn aus und die Story spielen :p ach und es kommt wirklich hin und wieder das Gefühl auf, man spiele ein Spiel der 90er.

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Grafik

Grafisch ist das Spiel soweit gut, es ist aber bei weitem keine Augenweide oder ein Grafik-Kracher, hier verstehen wir auch nicht die Tests anderer Seiten, uns ist gleich aufgefallen, dass der Mars an sich sehr unspektakulär aussieht, eher matt, trocken, lieblos. Die Sandstürme sowie die Umgebung wirken einfach nicht schön, ändern tut sich das ganze sobald wir in engen Räumen, Fabrikhallen oder gleichem sind, hier kommt die Engine gut zur Geltung und alles wirkt stimmig. Die Effekte wie Licht oder die Effekte der Waffen sind soweit ok, aber auch nicht mehr. Grafisch wäre sicherlich einiges mehr drinnen gewesen im neuen Doom.
Doch man merkt hier wurde nicht unbedingt auf eine bombastische Grafik alla Battlefront Wert gelegt. Dennoch kommt eine soweit gute- düstere Atmosphäre auf, besonders Mitte des Spiels.
Sound

Der Sound des neuen Doom überzeugt, doch die deutsche Synchron eher nicht, hier empfiehlt sich das Spiel auf Englisch zu spielen. Einige deutsche Sprecher, wie die deutsche Stimme von Data (Star Trek) passen nicht zu Doom, man verbindet einfach im Kopf andere Personen mit der Stimme, die in die Brutale Welt von Doom nicht reinpassen, auch etwas lustlos wirken die deutschen Stimmen manchmal.

Die Musik passt wie Arsch auf Eimer, rockt brutal nach vorne, so muss das sein. Der typische Doom Wiedererkennungs Sound tut sein übriges.
Allerdings fehlt uns dieser WOW Moment, wo wir sagen w…the f… wie geil ist das, wo der Sound perfekt dröhnt zum Beispiel. Man hat es gerade mit 100 Dämonen zu tun und braucht richtige Bumms Musik, das fehlt etwas.

Gameplay
Ach ja, so muss das sein, einfach los legen alle Tasten erklären sich von selbst, die Waffen sind relative schnell wechselbar, die Bewegungen wirken leicht und sehr schnell, ja so war das damals.
Doch wenn man einige Stunden Battlefront gespielt hat und dann auf Doom wechselt wird es sich anfangs etwas komisch anfüllen, aber das vergeht. Die Steuerung von Doom ist gut und passt sehr gut zu diesem schnellen Shooter, die Ki der Gegner ist ok und jede Gegnerklasse hat so ihre Eigenheiten, doch wer jetzt denkt die Dämonen gehen in Deckung oder sprechen sich ab, ne ne hier geht’s auch um das schnelle Hau drauf.Doom-Bild-1
Es gibt auch einige Stellen wo man sich wie Super Mario fühlt, auch das wurde gut umgesetzt.
Die geliebte Kettensäge unsere aller Lieblingswaffe der Doom Reihe ist hier ein Power Up was man begrenzt nutzen kann, was uns nicht so gefallen hat. Ansonsten ist die Waffenwahl gut, man hat alles was man braucht um mit den Dämonen alles aus zu diskutieren und natürlich lassen sich die Waffen oder die Rüstung oder seine Werte mit Hilfe von Punkten verbessern und man wird stärker und stärker Ohaaaaa.
Multiplayer
Quake 3 Arena was wie wo, ja ja Freunde das habe wir damals gesuchtet und geliebt, das wird keiner von euch jungen Gamer mehr kennen ;). Doom fühlt sich fast genau wie ein damaliges Spiel an bzw. wie Quake 3 Arena. Es wird hier nicht auf schöne Grafik, Effekte oder Gameplay gesetzt. Nein, einfach und direkt, so wie es früher mal war.Doom-Bild-5
Doch funktioniert das im großen Doom Multiplayer Modus? Die Antwort ist Jain, die Multiplayer Levels sind uns zu einfach, da vermissen wir etwas Raffinesse oder Kreativität. Die anderen Optionen, Spiel Modi etc. sind völlig ausreichend doch wir sind etwas skeptisch ob diese auf Dauer erfolgreich laufen werden oder sich die Spieler doch wieder auf ein XYZ Spiel stürzen.
Doom Multiplayer: Die Mehrspieler-Modi im Überblick.
• Team Deathmatch: Das ist die klassische Spiel-Variante, die auch aus anderen Shootern bekannt ist. Zwei Teams kämpfen gegeneinander, die Gegner werden durch Waffen und Hilfsmittel ausgeschaltet. Wer am schnellsten die meisten Rivalen töten konnte, gewinnt die Runde.
• Seelenernte: Id Software, die Entwickler von Doom, haben das Prinzip von Team Deathmatch genommen und um einen Faktor erweitert. In Soul Harvest, wie der Multiplayer-Modus im Original heißt, können die Seelen der getöteten Gegner eingesammelt werden. Wer nicht an den Geist kommt, erhält nicht alle Punkte.
• Freeze Tag: Ein Team versucht jeweils, das andere komplett einzufrieren. Dabei geht es in diesem Doom-Spielmodus nicht darum, die Gegner zu töten, sondern einzufrosten. Sobald alle sechs Spieler aus einer Gruppe im Eis erstarrt sind, ist die Partie entschieden.
• Kriegspfad: Hier muss ein Punkt gehalten werden, der sich auf der Karte ständig bewegt. Wer am längsten den Checkpoint erobert hat, gewinnt die Multiplayer-Runde. Es handelt sich dabei um eine klassische Version von King of the Hill in Doom.
• Vorherrschaft: Ähnlich wie bei Kriegspfad müssen hier Standorte eingenommen werden, die sich in diesem Mehrspieler-Modus jedoch nicht bewegen. In der englischen Fassung von Doom wird es Domination genannt, was ebenfalls aus anderen Ego-Shootern bekannt sein dürfte.
• Clan Arena: Einer der schnellsten Multiplayer-Modi, die es in Doom gibt. Grundsätzlich ist es ein Team Deathmatch, bei dem wir jedoch keine Möglichkeit zum Respawn haben. Wer einmal stirbt, ist bis zum Ende des Spiels raus. Logischerweise gewinnt das Team, das seine Gegner am schnellsten ausschalten kann.

Der Multiplayer Modus von Doom macht Spaß, wird aber nach kurzer Zeit etwas langweilig und unmotivierten. Bleibt ab zu warten wie sich dieser entwickeln wird. Ok als Dämonen andere Mitspieler zu fressen hat was.Doom_2016_Bethesda_03
Fazit
Puh. Ok, Butter bei the Fische, Doom macht Spaß. Es ist einfach und man läuft und ballert und hat seinen Spaß und vergisst die Zeit.
Die Story bietet je nach Spielart gute 7-8h Unterhaltung. Der Multiplayers Modus bietet etwas Abwechslung doch was kommt dann?
Leider nicht mehr viel, man hat eine gewisse Zeit richtig Fun doch dann wird es auch schnell weniger und das finden wir schade.
Wir haben das Gefühl man hätte viel mehr aus dem neuem Doom machen können, allerdings schauen wir mal was noch so kommen wird.
Doch das Geschenk was uns Bethesda hier gibt, das man sich zurückversetzt fühlt, in die 90er bzw. in die gute alte Zeit der ersten Shooter ist unbezahlbar. Doom bekommt von uns eine Kaufempfehlung an die Leute, die sich an die alte Zeit zurückerinnern wollen und an Gamer die mit erleben wollen wie Shooter damals waren.

doom 2016 bewertung

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Entwickelt von id Software, den Pionieren des Ego-Shooter-Genres und Begründern des Mehrspieler-Deathmatch, kehrt DOOM zu 100 % ungeschnitten als kompromisslos herausfordernder Shooter der neuen Generation zurück. Erbarmungslose Dämonen, unvorstellbar zerstörerische Waffen und schnelle, flüssige Bewegung bilden die Grundlage für knallharte First-Person-Kämpfe – sei es beim Kampf gegen Dämonenhorden in der Hölle in der Einzelspielerkampagne oder beim Turnier gegen Freunde in den zahlreichen Mehrspielermodi. Erweitern Sie Ihr Spielerlebnis zusätzlich mit dem Spieleditor DOOM SnapMap, um selbst kreativ zu werden und zusätzliche Inhalte in kürzester Zeit zu erstellen, spielen und mit der ganzen Welt teilen zu können.

Die Geschichte:

Sie sind nicht ohne Grund hier. Die Forschungseinrichtung der Union Aerospace Corporation auf dem Mars wird von grauenerregenden, mächtigen Dämonen überwältigt und nur ein einzelner Mann steht zwischen ihrer Welt und der unseren.

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