Eine Möglichkeit – Was ich mir vom neuen Assassin’s Creed wünsche

Eine jährliche Veröffentlichung und gehäufte Startprobleme haben mir den Reiz an „Assassin’s Creed“ genommen. Doch nun scheint Ubisoft den richtigen Weg gewählt zu haben und kümmert sich um einen Neustart der Reihe. Im folgenden Artikel stelle ich euch meine Wünsche für den Neubeginn vor.

Eine jährliche Veröffentlichung und gehäufte Startprobleme haben mir den Reiz an "Assassin's Creed" genommen
Eine jährliche Veröffentlichung und gehäufte Startprobleme haben mir den Reiz an „Assassin’s Creed“ genommen

Bis es soweit ist, also bis wir das neue „Assassin’s Creed“ in den Händen halten können, wird wohl noch ein wenig Zeit vergehen. In einem unmittelbar vor der Publizierung des Artikels geführten Interview hat der CEO und Gründer von Ubisoft Yves Guillemot verkündet, dass die Veröffentlichung möglicherweise erst 2018 stattfinden wird. Auch wenn bis dahin noch vieles passieren kann, wächst meine Hoffnung, dass mich der kommende Ableger wieder so fesseln wird, wie es einst bei den Anfängen der Reihe der Fall war. Ob das letztendlich wirklich eintreten wird, kann man erst in ein paar Jahren sagen. Nichtsdestotrotz ist es durchaus akzeptabel, wenn man bereits jetzt ein wenig träumt und persönliche Wünsche schmiedet. Lange Rede, kurzer Sinn: Das ist meine Variante von „Assassin’s Creed 7“.

Zurück zu den Wurzeln

Zunächst zum Setting. Es gibt zwar bereits Gerüchte, dass das nächste Abenteuer im Alten Ägypten spielen wird, offiziell ist natürlich nichts. Meiner Meinung nach sollte man erneut zu den Anfängen zurückkehren. Also in die Zeit der Kreuzzüge. Wo die Europäer vereint gegen den Islam kämpften. Wenn wir die gesamte Angelegenheit noch weiter eingrenzen, findet die Handlung nach dem allerersten Teil statt – also nach „Assassin’s Creed“. Als Spieler schlüpft man logischerweise in die Rolle eines Assassinen, der aber einen gänzlich neuen Charakter und nicht Altair darstellt. In einer neuen Stadt oder auch in neuen Städten versucht man hierbei den eigenen Orden zu etablieren und zu stärken. Zur Auswahl könnten hierbei Ansiedlungen wie Jaffa oder Askalon stehen. Welche man im Endeffekt wählt, ist gar nicht so wichtig. Die Hauptsache ist, dass der Charme aus „Assassin’s Creed“ erneut eingefangen wird. Denn zumindest ich fand die damalige Kulisse echt enorm gut und insbesondere auch äußerst authentisch.

Blicken wir nun auf den Verlauf des Spieles. Sowohl die Haupt- als auch Nebenmissionen drehen sich um die besagte Etablierung und Stärkung der eigenen Reihen. Hierfür muss man treu der Videospiel-Vorgänger notwendige Attentate auf bestimmte Personen verüben, um lästige Widersacher aus dem Weg zu räumen. Ein zentrales Element ist natürlich die Rekrutierung von neuen Mitgliedern. Dies sollte im kommenden Ableger deutlich umfangreicher und abwechslungsreicher ausfallen als bislang. Lediglich einem Bürger in Not helfen, reicht nicht aus. Man muss ihn auch überzeugen, sich der eigenen Sache anzuschließen. Doch die Arbeit ist hiermit keineswegs getan. Denn die Neuzugängen müssen auch bewaffnet werden und hier kommt das Spannende. Effektive Waffen lassen sich nämlich nicht an jeder Ecke kaufen. Der Spieler muss beispielsweise Karawanen überfallen, die selbstverständlich schwer bewacht sind. Eine taktische Vorgehensweise ist äußerst wichtig, denn abhängig von der Ausrüstung der eigenen Leute sind diese alles andere als übermächtig. Eure Mitstreiter sind nicht in der Lage, aus dem Stegreif 20 oder mehr Feinde zu töten. Sie sind genauso verwundbar wie der Gegner selbst. Und auch der Spieler kann nicht einfach durch die Gegend rennen und jeden problemlos erledigen. Heimlichkeit und das Überraschungsmoment sind die Elemente im Gameplay, die zum Ziel führen. Immerhin verkörpert man einen Assassinen.

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Ein kleines Beispiel

Um den Punkt mit der Waffenbeschaffung nachvollziehbarer darzustellen, beschreiben wir die Situation ein wenig genauer: Eine Karawane bestehend aus lediglich zwei Kutschen erreicht eine Stadt. Die Ladung ist mit gepanzerter Kleidung, arabischen Säbeln und Dolchen äußerst wertvoll. Aus diesem Grund wird sie von vier berittenen Soldaten und jeweils einer weiteren Wache pro Kutsche bewacht. Am Stadttor angelangt, gesellen sich vier Soldaten der Stadtgarnison hinzu. Neben der Gewährleistung eines zusätzlichen Schutzes besteht deren Aufgabe darin, die Menschenmengen in den engen Straßen regelrecht beiseite zu schubsen, um der Karawane ein Vorankommen zu ermöglichen.

Also haben wir es als Spieler mit insgesamt 10 Gegnern zu tun und einer weiteren unbekannten Anzahl, die hinzukommen würde, wenn der Überfall zu lange dauert. Schnelligkeit ist also das Zauberwort. Während wir mit unseren Ordensbrüdern in den überfüllten Straßen mit Leichtigkeit untertauchen können, nutzen wir die Dächer der Stadt zur schnellen Fortbewegung. Aber wie soll man vorgehen, um an die begehrten Waffen zu kommen? Prinzipiell stehen zwei logische Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen wagen wir einen direkten Kampf, verlieren wahrscheinlich Verbündete und riskieren, dass zusätzliche Wachen herbeieilen. An die Waffen kommen wir mit etwas Glück aber dennoch. Zum anderen können wir versuchen, den Schutz der Bevölkerung zu nutzen, um zunächst die zwei hinter den Kutschen marschierenden Soldaten auszuschalten. Danach müssen die beiden Reiter weg. Ist das getan, ist die eine Kutsche teilweise unbewacht und wir stehlen einfach einen kleinen Anteil der Ausrüstung und verschwinden. Die Chance, Brüder zu verlieren, ist geringer, aber man erhält letztendlich weniger Waffen.

Mischung aus Alt und Neu

Was sich in diesem Zusammenhang anbieten würde, wären klassische Rollenspiel-Elemente. Unabhängig von meinen Vorstellen waren derartige Features sogar schon als Gerücht im Umlauf. Auch dieses Mal gilt: Bislang ist nichts offiziell. Aber der Gedanken, vorrangig den eigenen Charakter individuell zu verbessern, ist doch schon äußerst aufregend. So könnte man seine Fähigkeiten in Hinsicht auf das Schleichen ausdehnen, den Umgang mit der Waffe verbessern oder natürlich auch die Kletterkünste ein wenig veredeln. Tendenziell möglich ist viel. Außerdem würden die Entwickler eine weitere Option für die Spieler schaffen, sich frei zu entfalten. Dass eine offene Spielwelt äußerst beliebt ist, ist kein großes Geheimnis. Wenn diese Spielwelt obendrein noch allerhand Möglichkeiten der individuellen Beschäftigung bietet, wird ein nahezu perfektes Grundgerüst für ein erfolgreiches Videospiel erschaffen. Bereits in der Vergangenheit ist die „Assassin’s Creed“-Reihe diesen Weg ansatzweise gegangen. Warum sollte man einen Neustart nicht nutzen, um die Spielweise weiter zu vertiefen? Profitabel wäre es für Entwickler und Publisher allemal.

Doch nicht nur das gesamte Drumherum ist wichtig. Selbstverständlich wünsche ich mir wieder eine packende Story, die sich vor allem durch geschichtliche Eckpunkte auszeichnet und im Grunde beiläufig interessante Fakten und Eindrücke aus der damaligen Zeit vermittelt. Eben dieser Umstand erzeugte bei den bereits erhältlichen Ablegern der „Assassin’s Creed“-Reihe stets das gewisse Etwas – Eine Art Feature, dank dem sich die Spiele von anderen innerhalb des Genres abgrenzen konnten und auch nach wie vor können.

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Kurz und knackig…

Fassen wir abschließend alles zusammen. Das kommende „Assassin’s Creed“ soll in meiner Fantasy zur Zeit der Kreuzzüge spielen und die Entstehung eines Assassinen-Ordens in einer beliebigen Stadt in den Mittelpunkt rücken. Zentrale Elemente sind Heimlichkeit, Taktik und historische Korrektheit. Darüber hinaus wird das bereits etablierte Prinzip der offenen Spielwelt durch Rollenspiel-Elemente erweitert, um noch mehr individuelle Vorgehensweisen zu ermöglichen.

Während der Entstehung dieses Artikels wurde mir immer mehr bewusst, dass meine Erwartungen bereits recht hoch sind. Das liegt allem Anschein an der verhältnismäßig langen Pausen zwischen „Assassin’s Creed Syndicate“ und „Assassin’s Creed 7“. Ich erhoffe mir schlichtweg, dass die Entwickler die zusätzliche Zeit effektiv nutzen und ein wahres Prachtwerk eines Videospieles abliefern. Mich quasi wieder für die populären Videospiel-Reihe begeistern. Ob das letztendlich der Fall sein wird, kann man im Moment natürlich nicht sagen. Um es erneut zu betonen: Es fand noch nicht einmal eine offizielle Enthüllung des kommenden Ablegers statt. Und daran wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch über eine lange Zeit hinweg nichts ändern.

Noch eine Ansage aus der Redaktion

Solltet ihr ebenfalls ein großer Fan der Reihe sein und schon ganz bestimmte Vorstellungen für den nächsten Teil besitzen, dann teilt eure Visionen ruhig mit uns. Wir freuen uns bereits darauf! Ach und, ihr müsst natürlich nicht zwangsläufig ein Hardcore-Fan sein, um Wünsche in dieser Hinsicht mit uns zu teilen. Für Interessenten können wir außerdem einen umfangreichen Artikel empfehlen, der über die Geschichte der „Assassin’s Creed“-Reihe informiert und die Hauptteile inhaltlich zusammenfasst. Klickt einfach hier.

 

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9 thoughts on “Eine Möglichkeit – Was ich mir vom neuen Assassin’s Creed wünsche”

  1. Ich könnte mir auch gut etwas in Südamerika vorstellen, Z.B. zur Zeit der Spanischen Eroberungen. Da köntne man als Assasine mitgekomemn sein um dort etwas zum schutz der Einheimischen aufzubauen. Das wäre dann in sachen Architektur (Antike Städte) und Umgebung (Dschungel) mal was anderes.

    Darüber hinaus stelle ich mir ein Spiel im alten Babylon auch sehr interessant vor.

    Ansonsten gefällt mir ehrlich gesagt Syndicate sehr gut. Ich mag das Spiel mit den zwei Charakteren und das man verhältnismäßig viele Fertigkeiten erlernen kann. Ich würde mir da nur noch wünschen das es mehr Spezialfähigkeiten gibt die nur einer der beiden erlernen kann und das man bei jeder Mission frei entscheiden kann mit wem man sie spielt.

  2. So nochmal als Registrierter Nutzer…

    Ich könnte mir auch gut etwas in Südamerika vorstellen, Z.B. zur Zeit der Spanischen Eroberungen. Da köntne man als Assasine mitgekommen sein um vor Ort etwas zum schutz der Einheimischen aufzubauen. Das wäre dann in sachen Architektur (Antike Städte) und Umgebung (Dschungel) mal was anderes.

    Darüber hinaus stelle ich mir ein Spiel im alten Babylon auch sehr interessant vor.

    Ansonsten gefällt mir ehrlich gesagt Syndicate sehr gut. Ich mag das Spiel mit den zwei Charakteren und das man verhältnismäßig viele Fertigkeiten erlernen kann. Ich würde mir da nur noch wünschen das es mehr Spezialfähigkeiten gibt die nur einer der beiden erlernen kann und das man bei jeder Mission frei entscheiden kann mit wem man sie spielt.

  3. Evtl könnte man das so machen, dass, je nach Erfolg bei den Überfällen, sich die Wachen beim nächsten Mal besser wappnen. Beispiel: Braucht man beim ersten Überfall zu lange, spricht sich das rum, und die Kutschen sind beim nächsten mal besser bewacht. Dann besteht aber immernoch die Möglichkeit, Informationen zu sammeln, den Boten, der an die zuständige Stelle weitergeben soll, die Karawanen besser zu besetzen, abzufangen. Man kann es entweder selber erledigen, und man ist auf der sicheren Seite oder einen Novizen entsenden mit einem gewissen Risiko aber letzten Endes mit höherer EP Belohnung oder so.

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