Destiny 2 – Die Hüter ziehen wieder in den Kampf (Preview)

In diesem Jahr erscheinen etliche potenzielle Blockbuster unter anderem für die PlayStation 4. Dazu gehört auch „Destiny 2“ aus dem Hause Bungie. Doch worauf dürfen sich die Spieler einstellen? Wir haben eine kleine Preview für euch am Start.

Destiny 2

Der Sci-Fi-Titel wird sowohl PvP- als auch PvE-Elemente bieten und an die Handlung des Vorgängers anknüpfen. So ziehen wir mit den Hütern in die Schlacht gegen Ghaul und die rote Garde. Dabei dürfen wir uns über bekannte Charaktere wie Cayde-6 und Zavala sowie über die bekannten Klassen Jäger, Warlock und Titan freuen. Hinzu gesellt sich allerhand neuer Content. Laut den Entwicklern gibt es neue Orte, Waffen und Fähigkeiten. Sollte man zudem den Vorgänger gespielt haben, kann man seinen Charakter problemlos in „Destiny 2“ übertragen. Um den PC-Spielern, die nun ebenfalls mit an Bord sind, keinen Nachteil zu bescheren, entfallen bei dieser Übertragung das Lichtlevel und Inventar. Nichtsdestotrotz scheint eine solide Grundlage vorzuliegen.

Eine lebendige Spielwelt

Nachdem die letzte Stadt der Menschen angegriffen wurde, befinden sie sich fortan auf der Flucht und versuchen zu überleben. Eben dieser Hintergrund soll die Spielwelt spürbar spannender machen. Beispielsweise soll man auf zahlreiche NPCs treffen. Imposant scheint vor allem die Story selbst zu werden. Bereits die offizielle Gameplay Premiere machte deutlich, dass man sich auf ein sehr actionreiches „Destiny 2“ einstellen sollte. Hier gibt es gewaltige Explosionen, dort kommen neue Gegner auf euch zugerannt und irgendwo dort hinten explodiert noch etwas. In den folgenden Zeilen haben wir euch übrigens die besagte Premiere in Form eines Videos eingebettet. Es stellt sich an diesem Punkt jedoch die Frage, ob es Bungie gelingt, den Spannungsbogen über die gesamte Story hinweg zu halten. Es ist verständlich, dass man die Anfangsmission imposant gestaltet hat, damit man schließlich auch etwas Spannendes vorzeigen konnte.

Auch wenn die Inszenierung äußerst ansehnlich ist, steckt dahinter viel Arbeit. Daher kommt die Vermutung auf, dass die Story letztendlich nicht allzu lang ausfällt, dafür aber das Niveau der Inszenierung halten wird. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss sich erst noch zeigen. Vielleicht bekommen wir auch unzählige Stunden einer spannenden Geschichte präsentiert. Wirklich viel können wir dazu aktuell nicht sagen. Einige Aussagen von Creative Director Luke Smith klingen aber durchaus interessant.

„[Die Story] konzentriert sich tatsächlich darauf, eine nachvollziehbare Geschichte, einen dicken Handlungsstrang und ein episches Szenario zu haben.“

Frischer PvP-Modus

„Destiny 2“ wird aber keineswegs allein von der Story leben. Vor allem das Miteinander, also das Interagieren mit anderen Spielern, steht klar im Fokus des Titels. Über alle Modi hinweg spielt man ein 4-gegen-4 und ist natürlich auch auf Teamplay angewiesen. Wer blind durch das Areal rennt und seine Teamkollegen links liegen lässt, kann mit ein bisschen Glück zwar erfolgreich sein. Eine richtige Entfaltung des Feelings braucht man aber nicht zu erwarten. Bislang gezeigtes Material sowie Möglichkeiten, einen ersten Modus anzuspielen, machen deutlich, dass die einzelnen Matches sehr knapp ausgehen können. Auch Wendungen in letzter Sekunde scheinen möglich zu sein. Das macht einen guten Eindruck und lässt hoffen, dass die einzelnen Karten und Modi recht ausgeglichen sind.

Auch wenn der PvP-Modus neuen Schwung in die Sache bringt, ist das natürlich nichts Neues. Vor allem weil der bisher spielbare Modus namens Countdown ein typisches „Zerstöre-das-Objekt-mit-der-Bombe“ ist. Die beiden Teams schlüpfen abwechselnd in die Rolle der Angreifer und Verteidiger. Wer zuerst sechs Siege verbuchen kann, hat das Aufeinandertreffen letztendlich auch gewonnen. Hinzu kommt, dass pro Runde nur eine begrenzte Anzahl an Wiederbelebungen vorhanden sind, was wiederum die taktische Komponenten verstärkt. Aber wie bereits gesagt ist das nicht wirklich innovativ. Man könnte jeden x-beliebigen Online-Shooter nehmen und dort einen vergleichbaren Modus finden. Nichtsdestotrotz sorgt der PvP-Bereich von „Destiny 2“ höchstwahrscheinlich für unterhaltsame Erlebnisse.

Die Umstellung des Waffensystems

In „Destiny 2“ müssen sich die Spieler auf einige Änderungen beim Waffensystem einstellen. Laut Project-Lead Mark Noseworthy entstehen hierdurch jedoch einige Vorteile. Das komplett neue Design ermöglicht es beispielsweise, mit den Waffen zu experimentieren und somit neue Dinge auszuprobieren. Zudem sollen die Spieler dazu gedrängt werden, interessante Entscheidungen bei der Wahl der Schießeisen zu treffen. Aufgrund neuer Kategorien kann nämlich nicht alles nach Belieben miteinander kombiniert werden. So kann ein Spieler zum Beispiel nicht gleichzeitig ein Scharfschützengewehr und einen Raketenwerfer bei sich tragen. Doch blicken wir auf die einzelnen Kategorien.

Bei den Kinetik-Waffen handelt es sich um die bekannten Primär-Waffen. Im Detail wären das Handfeuerwaffen, Scout-Gewehr, Impuls- und Automatikgewehr. Aber auch die neuen SMGs gehören dazu. Sie alle richten Kinetik-Schaden an. Die Energie-Waffen bietet grundsätzlich die gleiche Auswahl, sorgen im direkten Vergleich aber für Elementarschaden. Dieser eignet sich insbesondere für die Zerstörung von lästigen Schilden. Nummer drei stellen die Power-Waffen dar. Als Spieler kann man hier zwischen Granatwerfer, Raketenwerfer, Schrotflinte, Scharfschützengewehr und Fusionsgewehr wählen. Auch die Schwerter scheinen hierhin zu gehören. Das Besondere: Ihr könnt die gegnerischen Hüter mit einem Schuss töten.

Destiny 2

Neue Talentbäume für die Subklassen

Bereits weiter oben haben wir erwähnt, dass es in „Destiny 2“ wieder die Klassen Jäger, Warlock und Titan geben wird, die sich wiederum in verschiedene Subklassen unterteilen lassen. Für Fans des Franchise ist das eigentlich nichts Neues. Entwickler Bungie hat jedoch einige Überarbeitungen parat. Dazu zählen unter anderem neue Fähigkeiten pro Klasse sowie Talentbäume, mit deren Hilfe man verschiedene Fähigkeiten durch zusätzliche Effekte verstärken kann. Bei den einzelnen Bäumen fällt auf, dass sie deutlich aufgeräumter wirken und daher auch freundlicher in der Bedienung sind. Es gibt aber nicht ausschließlich Neuerungen. Die einzelnen Klassen spielen sich nämlich hauptsächlich wie im Vorgänger. Warum sollte man auch etwas ändern, das zuvor gut funktioniert hat? Und somit machen wir uns keine Gedanken, dass das Balancing völlig gegen die Wand fährt. Etwas auffällig ist dagegen, dass viele Aktionen einfach imposanter sind. Sie haben schlichtweg mehr Wumms.

Kommt hier ein Blockbuster?

Diese Frage lässt sich eindeutig beantworten. „Destiny 2“ sollte auf keinem Wunschzettel fehlen. Alles was man bislang gesehen und gespielt hat, machte eine super Figur und zudem Lust auf mehr. Auch wenn wir uns noch kein umfassendes Bild vom Sci-Fi-Titel machen können, sehen wir positiv in die Zukunft und freuen uns bereits auf den Release. Dieser findet übrigens am 6. September für PlayStation 4 und Xbox One statt. Einige Wochen später folgt dann die passende Version für den PC.

Jeder Spieler hat am Wochenende – vom 21. Juli bis zum 23. Juli – die Möglichkeit, an einer Open Beta teilzunehmen und sich einen ersten Einblick zu verschaffen. Vorbesteller können bereits heute loslegen, sofern sie den Preload in Anspruch genommen haben oder den Download jetzt schnell nachholen. Eine gültige PlayStation Plus Mitgliedschaft ist nur teilweise notwendig. Wer an der Testphase teilnimmt, kommt in den Genuss der ersten Kampagnenmission „Homecoming“, kooperativen Aktivitäten in Form eines Strikes und dem kompetitiven Mehrspieler-Modus.

 

Teilen
onpost_follow

1 thought on “Destiny 2 – Die Hüter ziehen wieder in den Kampf (Preview)”

Kommentar verfassen

Loading Facebook Comments ...