Dead Island : Urlaub ist und bleibt Geschmackssache! Die Review zu dem Zombie-Spiel 2011!

Unsere Review zu „Dead Island“ ist endlich fertig. Wie der Zombie-Shocker bei uns abschneidet, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Hach…ist Urlaub nicht was schönes?

Sommer, Sonne, Strand, Alkohol und…hm…Zombies? Ja richtig gelesen. Anders als in Left 4 Dead könnt ihr in Dead Island jederzeit Quests annehmen, Erfahrungspunkte sammeln und eure Fähigkeiten aufleveln. Alle vier auswählbaren Charaktere in Dead Island bieten unterschiedliche Skills in Sachen Ausdauer, Gesundheit oder Geschwindigkeit. Die Charaktere sind Logan, ein Experte für Wurfwaffen und ein richtiger Sunny-Boy, Purna die auch Schusswaffen spezialisiert ist, sowie Xian Mei eine Expertin für scharfe Waffen und der Rapper Sam B, der sich gerne für stumpfe Waffen entscheidet.

In Dead Island verwandelt sich das “Palm Hotel” auf  Fantasie-Insel Banoi über Nacht in ein regelrechtes Zombie-Paradies. Nachdem euer frei wählbarer Protagonist von einer ziemlich heftigen Party wieder erwacht, scheint ein Kater noch das harmloseste zu sein, was euch an diesem Tag blüht. Nachdem ihr euer Gleichgewicht langsam wiedergefunden habt, schärfen sich auch “eure” Augen langsam wieder….langsam halt. Um es vorweg zu nehmen, Dead Island sieht auch nach ein paar Stunden so aus, als ob ihr noch etwas im Rest-Koma seit. Es reißt grafisch definitiv keine Bäume aus, was hier und das zu verwaschenen Texturen, Clipping-Problemen und und etwas unfertig wirkenden Animationen führt. Es klingt jetzt etwas extrem , aber es  gibt jede Menge schön gemachte Orte auf Banoi und die “Urlaubs-Stimmung” ist jederzeit vorhanden!

Oh mein Gott! Wir werden alle sterben!!!!!!

LoL ok, so schlimm ist es bei Dead Island dann vielleicht doch nicht! Immerhin bringt Dead Island jede Menge, völlig Genre-Untypische RPG-Elemente mit sich. Nach dem Intro stehen euch eben die besagten Protagonisten zur Auswahl. Die  drei anderen Charaktere stehen euch auf Wunsch über Lan oder per PSN als menschliche Koop-Partner zur Seite. KI-Gehilfen, gibt es jedoch nicht. Ein großer Plus-Punkt ist auf jeden Fall, dass man gleich zu Beginn Banoi vollständig erforschen und befahren kann. Die Welt ist wirklich riesig! Nicht umsonst hat Techland auch fahrbare Untersätze eingebaut! Die Steuerung ist aber, nicht nur beim Auto fahren, doch etwas hakelig. Man kann zwar jede Menge verstellen, aber vielleicht war ich bisher auch einfach nur zu blöd um ne gute Einstellung hinzubekommen.

Wirklich tiefgründig, ist das System dann aber auch wieder nicht. Der Großteil der Skill-Möglichkeiten beweget sich rund um den Einsatz diverser Waffen, sowie die Erhöhung der Ausdauer. Allein Purna, springt hier meiner Meinung nach etwas aus der Reihe, weil sie diverse Buff-Fähigkeiten (Angriff, Verteidigung, Ausdauer-Erhöhung) hat, die auch auf ihre Gefährten wirken. Die Möglichkeit euren Charakter aufzuwerten, erhält ihr wie gewohnt durch das abschließen von Quests und töten von Zombie´s, was euren EP-Stand erhöht.  Im Kampf werden euch erhaltene EP direkt angezeigt. Bonus-Punkte erhält ihr für kritische Treffer, Knochenbrüche und andere “Sonderleistungen”. Großer Plus-Punkt ist in meinen Augen die Möglichkeit jede Menge herumzuexperimentieren und der “Jäger und Sammler”-Trieb. Trophy´s wie “Trenne 100 Köpfe ab” oder “Töte 50 Feinde mit einem Fahrzeug” verschlingen eine Menge Zeit, machen aber auch beim “erzocken” jede Menge Spaß. Außerdem findet ihr jede Menge Zeug wie ein Deo, Nägel oder ein Klebeband, was euch auf den ersten Blick zwar sinnlos erscheint, aber in Kombination mit anderen, auf den eigentlich nutzlos wirkenden Sachen, jede Mange Spaß macht. Mein Favorit ist bisher der Deo-Flammenwerfer! *gg* Einfach ein Deo und ein Feuerzeug auf Banoi finden und los geht die Grill-Party! Einziger Wermuts-Tropfen ist hier, dass ihr für jede “Kombination” eine sogenannte Blaupause braucht. Das ärgert einen doch hier und da im Spiel.

Aber jetzt zum Sammel-Trieb. Zuerst dachte ich mir :”Das ist das perfekte Spiel für jeden Messie und Penner!”. ^^ Ihr könnt bis auf Bäume, Schiffe und alles weiter, was über die Kraft eines Menschen hinaus geht mit euch mitschleppen. Egal ob ihr ein Rohr von der Dachrinne eines Hauses oder ein Küchenmesser aus der Kantine findet, ihr könnt es mitgehen lassen. Das ist auch nicht dumm, weil die Waffen nach mehrmaligem Gebrauch in ihrer Wirkung und Haltbarkeit nachlassen und irgendwann kaputt gehen. Ihr könnt eure Waffen zwar auf den Werkbänken die quer über die Insel verstreut sind zwar SELBST reparieren, lustiger weise kostet das aber trotzdem Geld, was man zwar hier und da findet, aber trotzdem nicht sinnlos verschleudern sollte. Auch Baupläne für “Super-Waffen” könnt ihr durch Quests oder das absuchen der Insel erhalten. Es lohnt sich also wie gesagt zu sparen und viele Dinge einzusammeln. Hier liegt, aus meiner Sicht, aber auch wieder irgendwo ein Problem von Dead Island. Es liegen an jeder Ecke hier ein paar Schrauben, dort ein bisschen Klebeband oder ein paar Nägel. Alles kein Problem, jedoch findet man diese Sachen oft an den komischsten Orten. Dead Island will jetzt auch kein richtiges Oldschool-Survival-Resident-Evil sein, aber manchmal kann man sich einfach ein Kopfschütteln nicht verkneifen, wenn man an jeder Ecke einer Urlaubs-Insel Unmengen an “Schrott” findet.


Sterben wir jetzt doch alle?!

Jetzt kommen wir endlich zu dem, was Dead Island auch zu einem großen Teil ausmacht. Kämpfen und überleben! Zu Beginn der Spiels werdet ihr mit einem Paddel oder Eisenrohr Banoi durchstreifen. Auch Tritte, die man komischerweise ununterbrochen ohne Ausdauer-Verlust anwenden kann, sind sehr hilfreich. Zwar findet sich vereinzelt Munition für Pistolen, Schrotflinten oder Ähnliches, diese ist aber zu Beginn nur sehr knapp verteilt, also hebt sie euch besser auf. Jede Waffe kann sowohl im Nahkampf(Paddel, Rohr, Messer etc.) also auch im Fernkampf, in dem man sie wirft verwendet werden. Nicht viele Videospiele kann man als realistisch bezeichnen, es ist aber logisch, dass ein geworfenes Beil mehr Schaden anrichtet, als ein Besenstiel! ^^ Egal ob der angegriffene Zombie tot oder lebendig (was für ein Wortspiel *g*) ist, könnt ihr, nicht immer, die geworfene Waffe wieder aufheben um diese weiter zu verwenden. Ein Makel an diesem System ist jedoch, dass ihr nicht selber zielen könnt. Ihr haltet einfach so lange den Wurf-Button, bis ein rotes Kreuz auf dem gewählten Feind entsteht und dann weg damit! Hier wäre die Experimentier-Freude, mit einem manuellen Zielsystem, denke ich noch etwas gestiegen. Dafür bietet es eben jede Menge lustige Möglichkeiten die Zombies endgültig in´s Jenseits zu befördern. Auch einen sich selbst regenerierende Gesundheitsbalken, gibt es in Dead Island nicht. Hier heilt ihr euch, fragt bitte nicht wieso, mit Hilfe von Energy-Drinks! *g* Die Ausdauer, die durch Schläge oder Sprinten verbraucht wird, lädt sich jedoch, auch ohne Upgrade relativ zügig wieder auf.

Trotz der nicht großartigen, aber doch vorhandenen RPG-Elemente, sehe ich beim Kampfsystem, neben der eher mauen Story, das größte Problem bei Dead Island. Die Erwartungen waren gering und die Realität, siedelt sich auch hier an. Es ist zu einem großen Teil einfach simples Button-Mashing. Den Zombie kommen lassen, nen Schritt nach hinter und feste drauf! Das macht zwar aufgrund der übertriebenen, aber für so ein Spiel vollkommen passenden, Gore-Effekte anfangs jede Menge Spaß. Führt aber wegen der eher wenig bahnbrechenden Story, im Verlauf des Spiel´s schnell dazu, dass etwas Langeweile im Urlaubs-Paradies einkehrt. Zur Verteidigung von Dead Island muss ich aber sagen bzw. schreiben, dass dieser Effekt vor allem in Singleplayer-Modus eintritt. Online im Koop, ist die Abwechslung zwar nicht zwanghaft größer, der Spielspaß bleibt jedoch konstant hoch, wenn man sich im Team durch Banoi schlachtet.

Einer der wenigen Stimmungs-Killer, ist die Tatsache,  dass ihr mit euer Hauptfigur der einzige Mensch auf Banoi seit, der sich der Probleme annimmt und dagegen ankämpft.
Nehmen wir zb. den Bademeister-Chef, den ihr direkt nach eurer Flucht aus dem Hotel kennen lernt.  Ihr seid zwar immun gegen den Virus(Kein Spoiler, das erfährt man gleich nach 5 Minuten), könnt aber trotzdem abnibbeln und er, sowie ein paar andere Überlebende sitzen seelenruhig in der kleinen Hütte. Hier und da schafft er euch an, was ihr zu tun habt, aber sonst chillt der Mann den ganzen Tag! Auch die restlichen Überlebenden, sind meist eher der totalen Panik verfallen. Selten läuft man mal einer beinharten Drecksau wie euch über den Weg! *g*

Lebend geschafft!

Am Feeling, was die Spielwelt betrifft, kann man bei Dead Island genau NICHTS aussetzen . Die Zombies sehen super aus, die Geräusche der Spielwelt und Gegner sind ebenfalls einwandfrei. Man kann sich Dead Island eigentlich wie ein
Was mir wirklich fehlt ist ein “28 Days/Weeks later”, aus der Ego-Perspektive, in einem Urlaubsparadies vorstellen. Wenn man Dead Island, wie es manche machen, einfach als Ego-Shooter bewertet, kann man sagen, dass das Spiel echt unterer Durchschnitt ist. Aber so ist es nun mal nicht. Ich für meinen Teil, war habe zwar schon bessere Games gezockt, fand aber den Ausflug nach Banoi doch durchaus unterhaltsam. Ich kann nur jedem raten, dass Spiel im Koop zu zocken, weil alleine doch nach einer gewissen Zeit die Monotonie des Spiel´s den Spielspaß etwas nach unten zieht. Im Großen und Ganzen, ist Dead Island den Entwicklern von Techland deutlich besser als Call of Juarez : The Cartel gelungen. Das ist zwar kein Kunstück, aber eine Tatsache. Es bietet viele, viele Stunden, in denen ihr Zombies plätten, Quests lösen, die Story verfolgen oder einfach nur Banoi erkunden könnt. Für Splatter, Loot und Zombie-Fans, ist Dead Island genau das richtige Spiel!

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5 thoughts on “Dead Island : Urlaub ist und bleibt Geschmackssache! Die Review zu dem Zombie-Spiel 2011!”

  1. wie läuft das mit dem Ko-op, findet sich da online auch immer einer, der genau an der selben stelle ist wie man selbst oder muss man da ewig suchen bis man mal einen findet, wie es z.b. bei dead rising der fall war?

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