Crossout – Völlig kostenlos und zudem noch gut? (Review)

Mit „Crossout“ haben die russischen Publisher und Entwickler von Gaijin Entertainment ein recht interessantes Spiel entwickelt, das auf ein postapokalyptisches Setting setzt. Das Schöne an der Sache: Es ist komplett Free-to-Play.

Crossout

Zum Spiel ist zu sagen, dass es schon seit 2015 angekündigt ist, aber erst vor wenigen Wochen endgültig für die PlayStation 4 erschienen ist. Zudem gibt es Versionen für PC und Xbox One. „Crossout“ ist ein postapokalyptische Free-to-Play-MMO. Das heißt für euch, wenn ihr das Spiel haben wollt, müsst ihr einfach den Shop eurer favorisierten Plattform aufrufen und dort könnt ihr den Titel kostenlos herunterladen. Allerdings ist ein kostenloser Download gelegentlich nur ein Köder. Entweder stimmt die Qualität nicht oder man wird geradezu genötigt, irgendwelche Ingame-Käufe zu tätigen, um erfolgreich zu sein. Diese wiederum verlangen reales Geld vom Spieler, sodass die gesamte Angelegenheit im Endeffekt nicht wirklich gratis ist.

Zum Spiel selbst

„Crossout“ ist im Jahre 2047 angesiedelt, nachdem die mysteriöse „Crossout-Epidemie“ den Großteil der Menschheit vernichtet hat. Die Leute, die überlebt haben, wurden zu skrupellosen Straßenkämpfern und kämpfen um die übrigen Ressourcen auf der Welt. Ja wir finden auch, dass es sich bis jetzt ziemlich wie Mad Max anhört. Im Großen und Ganzen stellt das auch einen sehr passenden Vergleich dar. Des Weiteren könnt ihr eure Fahrzeuge in millionenfachen Varianten erstellen. Dies ist in der ersten Zeit ziemlich unübersichtlich und kompliziert, legt sich aber mit der Zeit. Beispielsweise führt man Anpassungen bei der Bauform, der Panzerung, der Bewaffnung durch und hat Zugriff auf verschiedene Module sowie kosmetische Verschönerungen.

Wichtig in Bezug zur Panzerung ist, dass die Verbesserung auf das Maximum nicht unbedingt einen Vorteil mit sich bringt. Denn man wird langsam und unbeweglicher. Dies können die Gegner wiederum zu ihren Gunsten ausnutzen. Deswegen sollte man eine gesunde Mischung aus allem finden, damit man nicht der erste ist, der zerstört wird. Besonders diese Grundlage gefällt uns sehr gut und macht den Titel interessant. Und wenn man dies verstanden hat, wird „Crossout“ zu einem Spiel, das echt Laune machen kann.

Was müsst ihr machen?

Nachdem ihr euren eigenen individuellen Flitzer zusammengebaut habt, kann es schon losgehen. Das grundlegende Ziel ist die Einnahme der gegnerischen Basis mit dem eigenen Fahrzeug. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass ihr einfach nur die Gegner bekämpft, auf die ihr während einer Partie trefft. In den meisten Fällen zerstört ihr feindliche Fahrzeuge als die gegnerische Basis einzunehmen. Auch wenn das eigentliche Ziel nicht wirklich erfüllt wird, macht die Angelegenheit dennoch Spaß. Was ihr noch wissen solltet: das Spiel ist ziemlich schnell. Das heißt ihr solltet auf eure Gegner aufpassen, sonst seid ihr ziemlich schnell weg vom Fenster. Des Weiteren schenken eure Verbündeten euch nichts. Damit meinen wir, dass eure Mitstreiter euch auch mal gerne den Kill klauen. Teamplay steht also nicht wirklich im Mittelpunkt, was durchaus schade ist.

Passt auf eure Fahrzeuge auf !

Was ihr zu euren Fahrzeugen noch wissen solltet, ist, dass man so gut wie alles zerstören bzw. absprengen kann. Beispielsweise geht der Motor kaputt oder eure Waffen explodieren. Das komplette Fahrzeuge könnte sogar durch gut platzierte Schüsse in zwei Hälften zerteilt werden. Ihr solltet auch auf eure Reifen aufpassen. Denn wenn die weg sind, habt ihr ein Problem. Allerdings sollte das klar sein. Logischerweise ist man dann bewegungsunfähig und somit den Gegnern ausgeliefert. Das gilt auch wenn ihr keine Waffen mehr besitzt. Ihr seid einfach verloren. „Crossout“ setzt in gewisser Weise auch eine kleine Portion an Taktik voraus. Wirklich tiefgründig ist der Spaß letztendlich aber nicht.

Ein wenig Verbesserungsbedarf

Perfekt ist der Titel übrigens nicht. Wir hätten uns gewünscht, dass die Steuerung und die Fahrphysik etwas ausgereifter wären. Des Weiteren hätte eine bessere Grafik und ein bisschen mehr Hilfe mit den Tutorial ruhig ins Spiel einfließen können. Immerhin bekommt man leider nur 2-3 Sachen im Menü angezeigt und das war’s. Tipps wie man etwas verbessert oder austauscht, wäre ziemlich hilfreich. Obendrein hätten Neulinge einen besseren Einstieg. Hoffentlich liefern kommende Updates ein paar Verbesserungen.

Fazit

„Crossout“ ist im Großen und Ganzen ein ziemlich gelungenes Spiel. Doch leider fehlt uns so einiges und auch der Einstieg ist nicht optimal. Dafür sind wir vom Gestalten der Fahrzeuge möglich. Im Grunde kann sich jeder sein persönliches Traumfahrzeug zusammenbasteln. Mit Freunden ist der Titel übrigens besonders lustig und macht richtig Spaß. Und da es sich um einen Free-to-Play-Titel handelt, kann man eigentlich nichts falsch machen. Einen Blick ist „Crossout“ also durchaus wert. Einen imposanten AAA-Titel sollte man jedoch nicht erwarten.

 

 

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15 thoughts on “Crossout – Völlig kostenlos und zudem noch gut? (Review)”

    1. Nix. Man kann zwar Coins kaufen. Aber kriegt man auch zu kaufen hin. Man kann z.b. metallschrott verkaufen oder eben Teile. Macht echt spas. Nur leider spielen es zu wenig. Man sieht sehr oft die gleichen Spieler 😀

  1. Erinnert mich an vigilante auf der ps1 oder Twisted Metal auf der 2 waren super Spiele
    In der heutigen Zeit ist zocken irgendwie anders oder das liegt am alt werden, zocke gerne aber irgendwie sind die Spiele nicht mehr das wahre

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