Ark: Survial Evolved – Eine Achterbahnfahrt inklusive Dinosaurier (Review)

Nach einer langen Early Access Phase und einer passenden Portierung für die Konsolen ist „Ark: Survival Evolved“ mittlerweile als finale Version im Handel erhältlich. Auch wenn sich der Titel künftig noch weiterentwickeln wird, nehmen wir den Release zum Anlass, einen genaueren Blick auf das Abenteuer zu werfen.

Ark: Survival Evolved

„Ark: Survival Evolved“ ist bereits seit Monaten auf YouTube und Twitch präsent und für viele Spieler sicherlich nichts Neues. Auch wir haben im Vorfeld schon etliche Stunden in der Spielwelt verbrachten und nehmen den finalen Release nun zum Anlass, unsere Meinung mit euch zu teilen. Zunächst sollten wir aber besser klären, worum es sich überhaupt bei diesem Spiel handelt. Schließlich können wir ein derartiges Grundwissen nicht voraussetzen. Also alles auf Anfang.

Der Spieler strandet zu Beginn am Strand einer mysteriösen Insel und hat rein gar nichts bei sich. Weder Kleidung noch irgendetwas Essbares. Sobald man beginnt, seine Umgebung vorsichtig zu erkunden, fällt schnell auf, dass in der Welt allerhand Dinosaurier und urzeitlichen Kreaturen unterwegs sind, von denen uns zahlreiche gern verspeisen würden. Man befindet sich also am Ende der Nahrungskette, was nicht so bleiben muss. Schließlich ermöglicht es „Ark: Survival Evolved“, die über 100 verschiedenen Kreaturen vergangener Zeiten zu zähmen, züchten und auch zu reiten. Darüber hinaus kann man sich einen Unterschlupf bauen, nützliche Items herstellen und zudem mit anderen Spieler losziehen. Kurzum haben wir also ein klassisches Survival-Videospiel mit einem durchaus interessanten Szenario.

Die schmerzhafte Ohrfeige der Realität

Bevor man aber die wirklich coolen Dinge machen kann, müssen unzählige Stunden in das Sammeln von Ressourcen gesteckt werden. In der Regel beginnt das damit, dass wir mit den bloßen Händen komplette Bäume zerschlagen, um an brauchbares Holz zu kommen. Irgendwann holen wir uns dann Steine und beginnen allmählich Werkzeuge zu basteln. Natürlich darf man nebenbei nicht vergessen, Essen zu sammeln und ein Bedürfnis nach Flüssigkeit gibt es auch noch. Sind die Grundbedürfnisse halbwegs befriedigt, können wir dann etwas komplexere Ziele in Angriff nehmen. Das heißt, wir sammeln weitere spezielle Ressourcen und craften mit ihnen neue Werkzeuge sowie hilfreiche Ausrüstungsgegenstände.

Das entsprechende Crafting-System fällt dabei äußerst umfangreich aus und bietet viele spannende Gegenstände. Um diese jedoch freizuschalten, benötigt man nicht nur Ressourcen, sondern auch genügend Erfahrungspunkte. Mit diesen schaltet man nämlich neue Elemente frei, sodass man schrittweise in die Thematik eingeführt wird. Irgendwann sollte man allmählich einen Unterschlupf aus dem Boden stampfen. In den meisten Fällen ist das erste Zuhause eher effektiv als ästhetisch. Von einem legendären Momentum kann man nicht einmal ansatzweise sprechen. Nachdem man mehrere Stunden in „Ark: Survival Evolved“ investiert hat, merkt man, dass es noch eine Ewigkeit dauern wird, bis man vergleichbare Abenteuer wie in irgendwelchen Trailern erleben kann.

Ark: Survival Evolved

Ist das jetzt schlimm? Auch wenn nach einer gewissen Zeit eine Monotonie eintritt, hat man stets kleinere Visionen, die man verwirklichen will und die einem antreiben. Zudem ist die Freude umso größer, wenn man etwas nach einen zeitintensiven Aufwand erreicht hat. Man sollte sich halt im Klaren sein, dass man es mit einem klassischen Survival-Spiel zu tun hat. Daher würden wir das ständige Sammeln von Ressourcen nicht als negativen Aspekt ansehen. Verbesserungsbedarf besteht jedoch in der Spielerfreundlichkeit. Sollte man nämlich wirklich komplett neu sein, wird man sehr schnell überfordert sein. Zwar gibt es anfangs ein paar Hilfen und die Entwickler wollen auch künftig weitere Unterstützung für Neulinge bieten, aktuell reicht uns das aber nicht aus. Allerdings darf man sich aufgrund dessen immer wieder auf Aha-Momente einstellen, wenn man etwas Neues herausfindet. In der Summe haben wir gemischte Gefühle.

Die Jagd ruft!

Sollte irgendwann mal die Grundversorgung so halbwegs stehen, können wir uns endlich größeren Bestimmungen widmen. Was wäre ein starker Spieler schließlich ohne ein gigantisches Haustier? Also holen wir uns direkt einen T-Rex? Das kann man zwar versuchen, wirklich erfolgreich wird man aber wohl nicht sein. Für ein solches Unterfangen muss man nämlich etliche Stunden einplanen. Das Zähmen läuft stets nach einer festen Vorgehensweise ab. Zunächst betäubt man die Riesenechse und füttert sie dann ordentlich fett. Wie erwähnt, kann dieser Ablauf problemlos mehrere Stunden dauern – Stunden, in denen man den Dinosaurier regelmäßig erneut betäuben, vor Gefahren beschützen und weiter füttern muss. Ihr merkt hoffentlich, dass das alles andere als einfach ist und dass man perfekt vorbereitet sein muss, damit der Plan letztendlich aufgeht. Aber auch hier gilt: Je länger wir auf unser Ziel hinarbeiten, desto größer ist später die Freude.

Ark: Survival Evolved

Wenn die Spielzeit kräftezehrend auf eine dreistellige Zahl zugeht, ist man hoffentlich soweit, um sich einen großen Bosskampf zu stellen. „Ark: Survival Evolved“ bietet in dieser Hinsicht gleich mehrere Gegner, die es wirklich in sich haben und somit eine gelungene Herausforderung darstellen. Zudem dürfen sich die Spieler über eine packende Inszenierung freuen und taktische Komponenten des Survival-Titels kommen nun ebenfalls richtig zur Geltung. Wir könnten diesen Abschnitt des Titels als Kampagne bezeichnen, jedoch entstehen dann wohl falsche Erwartungen. Etwas Packendes braucht man nämlich nicht zu erwarten. Dennoch macht der Kampf mit den großen Gegner verdammt viel Spaß.

Der Schlüssel zum Erfolg ist zum einen die gute Vorbereitung. Wenn man nämlich plötzlich gegen drei T-Rex kämpfen soll und nur eine kleine Axt dabei hat, ist das Aufeinandertreffen schnell entschieden. Zum anderen bedarf es einer ausgeklügelten Vorgehensweise, die nicht immer so funktioniert, wie man es sich erhofft, dennoch zwingend notwendig ist. Oft nutzt man in diesem Zusammenhang kleinere Fehler der KI-gesteuerten Dinosaurier aus. Da unsere gezähmten Wegbegleiter aber ebenfalls nicht perfekt agieren, gleicht sich dieser vermeintliche Vorteil wieder aus.

Das ist mir zu schwierig…

Sollte dieses Sammeln und Zähmen zu anstrengend sein, kann man sich einfach einen eigenen Server gönnen und die Spielregeln nach Belieben festlegen. So kann man sich problemlos zahlreiche Ressourcen besorgen oder sogar Dinos herbeizaubern. Möglich machen das einfache Konsolenbefehle. Allerdings kann hierdurch der Reiz von „Ark: Survival Evolved“ verloren gehen, da man den Survival-Aspekt somit quasi deaktiviert. Des Weiteren sollte man die Konsolenbefehle vielleicht doch nicht als einfach beschreiben. Stellenweise ist das Ganze nämlich sehr unübersichtlich, was sich im Endeffekt auch negativ auf die Bedienung auswirkt. Wie so oft gilt aber auch: Hat man einmal den Dreh raus, dann läuft alles.

Deutlich sinnvoller werden diese Tricks, wenn man mit anderen Spielern unterwegs ist. Man erschafft sich auf diese Weise seine eigene Welt und könnte König spielen, der seine Untertanen herumschubst. Es sollte allerdings keine Überraschung darstellen, dass man dann schnell wieder allein auf dem Server ist. Im Großen und Ganzen ermöglicht die Multiplayer-Komponente aber völlig neue Möglichkeiten und macht obendrein verdammt viel Spaß. Somit schafft es „Ark: Survival Evolved“ langfristig zu fesseln, ohne dabei zu fordernd zu sein. Ihr solltet euch aber Freunde statt völlig fremde Spieler auf den Server holen. Ansonsten kann sich der Server schnell in ein riesiges Chaos verwandeln, wo jeder einfach das macht, worauf er Lust hat. Eine koordinierte Gesellschaft, sofern man das jetzt so bezeichnen könnte, kommt keineswegs zustande.

Technik auf Talfahrt

Auch wenn „Ark: Survival Evolved“ bereits eine längere Early Access Phase hinter sich hat, ist das Spiel noch längst nicht fertig, was vor allem ein Blick auf die Technik zeigt. Allein die Bildwiederholrate ist keineswegs optimal. Während unser Testphase konnten wir uns über keine stabilen 30 Bilder pro Sekunde freuen. Ganz im Gegenteil, immer wieder brach die Rate ein. Auch die PlayStation 4 Pro kann daran kaum etwas ändern. Hinzu kommen Ruckler, verspätet ladende und somit verschwommene Texturen sowie zahlreiche Bugs. Letzteres bringen manchmal einen Vorteil, in anderen Situationen aber auch Nachteile. Alles in allem also nicht gerade optimal. Man merkt sehr gut, dass sich die Entwickler nach wie vor eher auf die PC-Version von „Ark: Survival Evolved“ konzentrieren. Für uns PS4 Spieler ist das mehr als ärgerlich.

Ark: Survival Evolved

Auf der anderen Seite kann man sich über gelungene Lichteffekte einstellen, wodurch die vielfältigen Landschaften nochmals elegant untermalt werden. Zwar gibt es auch hier immer wieder Fehler, im direkten Vergleich wirkt es aber deutlich ausgereifter. Sollten die Texturen rechtzeitig laden, spendiert uns das Spiel gelegentlich auch wunderschöne Weitsichten. Im Großen und Ganzen bleibt die Technik aber unausgereift, woran auch ein gelungener Soundtrack nichts ändern kann. Da die Entwickler scheinbar lieber die Dinosaurier aufhübschen, anstatt einen Feinschliff durchzuführen, kann man zurecht in Frage stellen, ob man „Ark: Survival Evolved“ wirklich zum Vollpreis anbieten sollte. Während die Technik nicht gerade dafür spricht, würde allerdings andere Punkte diese Entscheidung rechtfertigen. Zusammenfassend also ein schwieriges Thema.

Fazit:

Die Bewertung von“Ark: Survival Evolved“ ist verdammt schwierig. Schließlich lässt sich der Titel wirklich mit einer Achterbahnfahrt vergleichen. Blickt man lediglich auf den Inhalt, bekommen die Spieler extrem viel spendiert. Man kann problemlos auf eine dreistellige Stundenzahl kommen und auch danach neue Dinge entdecken. Auf der anderen Seite kann der Spielverlauf schnell sehr monoton werden. Hinzu kommt, dass sich der Titel durch unzählige Fehler und Bugs auszeichnet, was natürlich alles andere als erfreulich ist. Insbesondere wenn man eine Liste aller Punkte zusammenstellen würde, bei denen ein Feinschliff notwendig wäre, könnte man schnell vom Umfang der Auflistung erschlagen werden. Dann macht „Ark: Survival Evolved“ aber wieder verdammt viel Spaß und kann, wenn man mit Freunden spielt, auch langfristig fesseln. Eine klare Kaufempfehlung können wir aber nicht geben. Vielmehr raten wir interessierten Spielern dazu, sich im Vorfeld genau zu informieren und am besten mehrere Gameplays zu schauen, um weitere Einblicke zu erhalten.

 

 

 

 

Produktbeschreibung

Bereiten Sie sich auf das ultimative Dinosaurierabenteuer vor

Sie sind auf einer geheimnisvollen prähistorischen Insel gestrandet. Erkunden ihre Biome und jagen, sammeln, stellen Werkzeuge her, pflanzen Feldfrüchte an und bauen Unterschlüpfe, um zu überleben. Mit List und Geschick können Sie in „ARK“ Dinosaurier und andere urzeitliche Kreaturen töten, zähmen, ausbrüten und sogar reiten. Entwickeln Sie Ihre Technologie von primitiven Steinwerkzeugen zu Laserkanonen auf einem T-Rex weiter, während Sie sich online mit hunderten Spielern zusammenschließen oder die Reise allein antreten

Features:

– Fangen und zähmen Sie Dinosaurier: Entdecken Sie über 100 verschiedene Dinosaurier und prähistorische Kreaturen auf der Insel. Versuchen Sie sie zu zähmen und vergrößern mit ihnen die Dinoherde Ihres Stammes.

– Überleben ist alles: Hunger, Durst, Sicherheit und Schutz vor dem Wetter suchen sind Teil des Spiels. Wenn Sie zu weit laufen, wird Ihnen nicht nur die Kraft ausgehen, Sie werden auch schnell Hunger und Durst bekommen. Das Wetter basiert auf echten Klimata, daher sollten Sie sich vor Regen und Schnee schützen und aus sonnigen Tagen das Beste machen.

– Ernten, jagen und bauen: Fällen Sie Bäume und errichten ein neues Zuhause, das Sie zu einer riesigen Dinosaurierbasis ausbauen können. Jagen Sie nach Fleisch, sammeln Pflanzen oder legen Ihren eigenen Garten an!

– Sammeln Sie Ressourcen, passen alles an: Dank eines umfangreichen Produktionssystems können Sie die gesammelten Materialien der Insel kombinieren und die Farben, Texturen, Formen und den Stil der Wände Ihres Zuhauses, der Rüstung Ihres Charakters, der Waffen und vieles mehr modifizieren.

– Erkunden Sie die Insel: Lösen das Rätsel um ARK, erkunden eine riesige Insel und entdecken die Notizbücher des Entdeckers, die viele Hinweise beinhalten! Bahnen Sie sich Ihren Weg zum Endgegner und finden heraus, warum Sie auf dieser urzeitlichen Insel gelandet sind.

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